Unterwegs für alles gerüstet: Die Reiseapotheke

Der Inhalt einer Reiseapotheke ist abhängig vom Zielort, der Reiselänge, den klimatischen und hygienischen Bedingungen sowie den geplanten Aktivitäten vor Ort. Hinein gehören Medikamente, Verbandszeug und Desinfektionsmittel für all die Fälle, in denen eine Selbstmedikation sinnvoll ist oder um den Weg zum nächsten Arzt zu ermöglichen.

Foto: Lucky Business / shutterstock.com

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Apothekenexklusiv sind vielfältig bereits fertig abgestimmte Reise-Sets erhältlich. Wer sich selbst eine Reiseapotheke zusammenstellen möchte, dem helfen folgende Überlegungen:

  • Führt die Tour in exotische Länder mit ungewohntem Klima und fremden Nahrungsmitteln?
  • Welche Aktivitäten sind geplant? Besteht erhöhtes Verletzungsrisiko?
  • Welche Verletzungen oder Erkrankungen lassen sich selbst behandeln, wann ist der Weg zum Arzt unumgänglich?
  • Chronisch Kranke sollten sich vor Reiseantritt mit allen nötigen Medikamenten eindecken, und diese auch im Handgepäck griffbereit mitführen.

Basis-Bestandteile einer Flugreiseapotheke

Die Standard-Reiseapotheke für den Weg in die Ferne sollte mindestens die folgenden Elemente beinhalten:

  • Spezielle Ohrenstöpsel erhältlich für Kinder und Erwachsene sorgen für einen langsamen und kontinuierlichen Druckausgleich zwischen Umwelt und Mittelohr, helfen beim Druckausgleich bei Start und Landung und vermeiden wirksam daraus resultierende Ohrenschmerzen.
  • Ein Mittel gegen Reiseübelkeit Präparate in der Darreichung Kaugummidragees wirken im Vergleich zu Tabletten schneller und können bedarfsgerecht auch gezielter dosiert werden. Wer natürliche Alternativen favorisiert, kann den Magen mit natürlichem Ingwer in geeigneter Dosierung friedlich stimmen.
  • Insbesondere auf Langstreckenflügen greift die trockene Luft der Klimaanlagen die Schleimhäute an. Die Folgen sind schmerzhaftes Halskratzen oder gar eine Erkältung. Daher werden Halsbonbons, ein antiseptisches Mittel zum Gurgeln und eventuell ein Schnupfenspray eingepackt. Pastillen mit Isländischem Moos schützen den Hals-und Rachenraum durch einen befeuchtenden Schutzfilm. Auch beim Nasenspray haben sich Kombinationen aus abschwellenden und pflegenden Komponenten bewährt. Weil auch eine Bindehautentzündung im trockenen „Flugzeugklima“ gelegentlich entsteht, sollte man Augentropfen in Einmaldosen mitnehmen.
  • Unumgänglich, vor allem, wenn Kinder mitreisen, sind Mittel gegen Insektenstiche oder Zeckenbisse. Ein Präparat gegen akute allergische Reaktionen ergänzt die Reiseapotheke sinnvoll.
  • Sonnenschutz und ein Präparat mit dem Wirkstoff Dexpanthenol optimal als lindernde Schaumformulierung zur Behandlung von akutem Sonnenbrand sind ein Muss.
  • Neben dem universellen Aspirin empfiehlt es sich, noch ein anderes wirksames und verträgliches Schmerzmittel mitzunehmen, das die Blutgerinnung nicht beeinträchtigt.
  • Ein Fieberthermometer hilft bei der Einschätzung von Krankheitssymptomen.
  • Mittel gegen Magenbeschwerden, Durchfall oder Verstopfung helfen kurzfristig oder überbrücken den Weg zum Arzt.

Achtung Tropenbedingungen!

Unangenehm und nicht ungefährlich sind Durchfallerreger, die über Wasser und Nahrung aufgenommen werden. Manchmal schützt auch die uralte Globetrotter-Regel nicht, die bei der Auswahl der Nahrung vorschreibt, diese zu schälen, zu kochen oder konsequent auf einige Lebensmittel zu verzichten. Einige Mittel gegen Durchfall hemmen zwar kurzfristig die Darmtätigkeit, sind aber nicht zur Langzeitanwendung empfohlen. Andere Präparate desinfizieren im Darm und können bedarfsweise häufiger und über einen längeren Zeitraum notwendig werden. Tropeninstitute oder Fachärzte empfehlen zur Malaria-Vorbeugung je nach Risikogebiet ein wirksames und möglichst nebenwirkungsfreies Präparat. In heißen Klimazonen ist es ratsam, ein zusätzlich imprägniertes Moskitonetz mitzuführen. Ergänzt wird dies durch Insektenabwehrsprays, denn auch einige andere Erkrankungen werden durch Insekten oder Spinnentiere übertragen. Das Repellent gehört definitiv mit ins Handgepäck.

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