AGIOLAX
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AGIOLAX Gebrauchsinformation
Verdauung pünktlich und schonend
Zusammensetzung
5 g Granulat (= 1 Teelöffel ) enthalten:
Arzneilich wirksame Bestandteile:
Plantago-ovata-Samen 2,60 g
Plantago-ovata-Samenschalen 0,11 g
Tinnevelly-Sennesfrüchte 0,5-0,66 g
entsprechend 15 mg Sennosiden.
Sonstige Bestandteile:
Talkum, Arab. Gummi, Eisenoxide, Paraffin, Aromastoffe, Saccharose (ca. 0,96 g entspr. 0,08 BE).
Originalpackungen 100 g, 250 g
Pflanzliches stimulierendes Abführmittel
MADAUS GmbH
51101 Köln
Tel.: 0221/8998-0
Fax: 0221/8998-711
e-mail: info@madaus.de
Anwendungsgebiete
Zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung (Obstipation).
Gegenanzeigen
Wann dürfen Sie Agiolax nicht anwenden?
Agiolax darf nicht angewendet werden bei krankhaften Verengungen im Magen-Darm-Trakt; bei Darmverschluß; bei schwer einstellbarem Diabetes mellitus; bei akut entzündlichen Erkrankungen des Darmes, z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Blinddarmentzündung; bei Bauchschmerzen unbekannter Ursache; bei schwerer Dehydratation mit Wasser- und Elektrolytverlusten; bei Kindern unter 10 Jahren.
Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Agiolax sollte in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung oder Quellstoffe die Verstopfung nicht zu beheben ist. Bitte fragen Sie hierzu Ihren behandelnden Arzt.
Hinweis:
Abführend wirkende Abbauprodukte der Sennesfrüchte wie Rhein gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Eine abführende Wirkung beim gestillten Säugling wurde nicht beobachtet.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Eine über die kurzdauernde Anwendung hinausgehende Einnahme stimulierender Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen. Das Präparat sollte nur dann angewendet werden, wenn die Verstopfung durch eine Ernährungsumstellung oder durch Quellstoffpräparate nicht zu beheben ist.
Hinweis:
Bei inkontinenten Erwachsenen sollte bei Einnahme von Agiolax ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden.
Wechselwirkungen
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Agiolax bzw. wie beeinflußt Agiolax die Wirkung von anderen Arzneimitteln?
Bei andauerndem Gebrauch oder Mißbrauch ist durch Kaliummangel eine Verstärkung der Wirkung bestimmter, den Herzmuskel stärkender Arzneimittel (Herzglykoside) sowie eine Beeinflussung der Wirkung von Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen möglich.
Die Kaliumverluste können durch gleichzeitige Anwendung von bestimmten Arzneimitteln, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), Cortison und Cortison- ähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroide) und Süßholzwurzel verstärkt werden.
Die Aufnahme von gleichzeitig eingenommenen Medikamenten aus dem Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn kann verzögert werden. Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann eine Reduzierung der Insulindosis erforderlich sein.
Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Agiolax nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Agiolax sonst nicht richtig wirken kann!
Wieviel von Agiolax und wie oft sollten Sie Agiolax einnehmen?
Die maximale tägliche Aufnahme darf nicht mehr als 30 mg Hydroxyanthracenderivate betragen; das entspricht
10 g (= 2 Teelöffel) Agiolax.
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Kinder über 10 Jahre abends nach dem Essen 1 bis 2 Teelöffel Agiolax ein.
Die individuell richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weichgeformten Stuhl zu erhalten. Die Wirkung tritt nach 8-12 Stunden ein.
Wie und wann sollten Sie Agiolax einnehmen?
Das Granulat wird unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (etwa 1/4 Liter) hinuntergeschluckt. Nach der Einnahme von anderen Arzneimitteln sollte ein Abstand von 1/2-1 Stunde eingehalten werden.
Wie lange sollten Sie Agiolax einnehmen?
Stimulierende Abführmittel dürfen ohne ärztlichen Rat nicht über einen längeren Zeitraum ( mehr als 1-2 Wochen) eingenommen werden.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Was ist zu tun, wenn Agiolax in zu großen Mengen angewendet wurde?
Bei versehentlicher oder beabsichtigter Überdosierung können schmerzhafte Darmkrämpfe und schwere Durchfälle mit der Folge von Wasser- und Salzverlusten sowie eventuell starke Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Bei Überdosierung benachrichtigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird entscheiden, welche Gegenmaßnahmen (z.B. Zuführung von Flüssigkeit und Salzen) gegebenenfalls erforderlich sind.
Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Agiolax auftreten?
Sehr selten krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. In diesen Fällen ist eine Verminderung der Dosis erforderlich. Im Laufe der Behandlung kann eine harmlose Rotfärbung des Harns auftreten.
Bei langandauerndem Gebrauch oder bei höheren Dosen (Mißbrauch) kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes kommen. Auftretende Durchfälle können insbesondere zu Kaliumverlusten führen. Der Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden (den Herzmuskel stärkende Arzneimittel), Diuretika (die Harnausscheidung steigernde Arzneimittel) und Cortison und Cortison-ähnlichen Substanzen (Nebennierenrinden-steroide). Bei langandauerndem Gebrauch kann es zur Ausscheidung von Eiweiß und Blut im Urin kommen. Weiterhin kann eine Verfärbung der Darmschleimhaut (Pseudome-lanosis coli) auftreten, die sich nach Absetzen des Präparates in der Regel zurückbildet. Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Plantago ovata auftreten.
Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die hier nicht aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Verfalldatum dieses Arzneimittels ist auf der Packung aufgedruckt. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Stand der Information: Juni 2004
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Quelle: www.madaus.de
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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