Allergisches Asthma und Heuschnupfen

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Warum das Immunsystem von immer mehr Menschen in Form von Allergien „überreagiert“, wird den unterschiedlichsten Ursachen zugeschrieben. Die weitaus häufigsten Allergiereaktionen und -symptome sind Heuschnupfen , allergisches Asthma, gefolgt von Neurodermitis mit allergischem Ekzem. Allergisches Asthma und Heuschnupfen treten oft parallel auf, insbesondere im Frühjahr zur Pollenflugzeit.

Foto: Grzegorz Placzek / shutterstock.com

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Asthma ist zu etwa 80 % allergieabhängig und geht nur in 20% aller Fälle auf andere Ursachen zurück. Asthma ist zum Teil erblich bedingt und daher in bestimmten Familien gehäuft anzutreffen. Treten die Asthma-Anfälle überwiegend in der Heuschnupfenzeit auf, wenn im Frühjahr die Blütenpollen fliegen, ist ihre Ursache klar einzugrenzen. Andere Auslöser können Tierallergene, Schimmelpilzsporen, Hausstaubmilben oder Staub sein. Weil die Allergene jedoch die Atemwege bis tief in die Bronchien reizen und dort zu Entzündungen führen, können im akuten Stadium auch andere Faktoren wie Infektionen, Zigarettenrauch, Abgase oder chemische Duftstoffe Asthmaanfälle auslösen.

Heuschnupfen und allergisches Asthma: Eng verknüpft

Schon Heuschnupfen beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich: Augen und Nase jucken, die Schleimhäute schwellen an und viele Rhinitis-Patienten stellen fest, dass sie an besonders schlimmen Tagen schwer Luft bekommen. Geschätzt ein Drittel aller Heuschnupfengeplagten leidet zugleich auch an Asthma. Das Risiko, zusätzlich Asthma zu entwickeln, ist hoch. Umgekehrt wird bei Asthma-Patienten oft übersehen, dass sie bereits an allergischer Rhinitis leiden. Während ein reiner Heuschnupfenpatient oft auf rezeptfreie Mittel zurückgreift, ist Asthma oder die Kombination beider Allergien eine extreme Belastung. Denn Asthmatiker kämpfen mit Kurzatmigkeit, Atemnot und entsprechenden Angstzuständen.
In diesen Fällen muss das gesamte Atemwegssystem umfassend behandelt werden.
Zur Symptombekämpfung werden unter anderem folgende Mittel eingesetzt:

  • Antihistaminika zur Dämpfung der Immunreaktion
  • Moderne Antihistaminika wie Reactine oder Lorano sind frei verkäuflich und machen im Gegensatz zu früheren Wirkstoffen dieser Wirkstoffgruppe nicht mehr müde.
  • Lokal wirkendes Kortison, um die Schwellungen in den Atmungsorganen abklingen zu lassen
  • Als Nasenspray ist hier der Wirkstoff Beclometason inzwischen für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene frei verkäuflich zum Beispiel als RatioAllerg Heuschnupfenspray erhältlich. RatioAllerg hat sich bewährt und ist sehr anwenderfreundlich. Im Gegensatz zu Präparaten mit Cromoglicinsäure, die mehrmals am Tag angewendet werden müssen, genügt hier in der Regel die Anwendung morgens und abends.
  • Bronchien erweiternde Beta2Antagonisten kombiniert mit Kortison, diese sind verschreibungspflichtig, der Einsatz wird ausschließlich vom Arzt verordnet.

Wirksame Therapien und ganzheitliche Ansätze

Vor allem bei Heuschnupfenpatienten, die parallel gefährdet sind, allergisches Asthma zu entwickeln oder bereits darunter leiden, ist die Hyposensibilisierung eine Chance, das Übel an der Wurzel zu packen. Dabei wird das Immunsystem durch die fortgesetzte Gabe kleiner Dosen des aufbereiteten Allergens darauf trainiert, weniger heftig anzusprechen. Diese Therapie setzt voraus, dass

  • die Allergieauslöser gut einzugrenzen sind,
  • der Patient noch über eine uneingeschränkte Lungenfunktion verfügt,
  • weder Krebs noch Schilddrüsenstörungen, chronische Infektionskrankheiten oder Autoimmunerkrankungen wie Rheuma vorliegen, denn ganz risikolos ist diese Behandlungsform nicht.

Heilpraktiker und ganzheitlich orientierte Mediziner rücken der allergischen Kombination aus Heuschnupfen und Asthma auch noch auf andere Weise zu Leibe. So wurde bereits mit Studien belegt, dass die Symptome nachlassen, wenn

  • eine Darmsanierung mit Probiotika und Omega-3-Fettsäuren durchgeführt wird,
  • der Patient auf eine überwiegend basische Ernährung und die Vermeidung allergener Substanzen achtet,
  • die Nahrung durch entzündungshemmende Vitalstoffe ergänzt wird.

Passende Produkte zu diesem Thema:

Reactine Tabletten
Linderung von Nasen- und Augensymptomen bei saisonaler und ganzjähriger allergischer Rhinitis.

Lorano akut
Anwendungsgebiete: allergische Entzündungen im Inneren der Nase.

RatioAllerg Heuschnupfenspray
Kurzzeitbehandlung von Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis).

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1 Kommentar

  1. Richard Friedel sagt:

    Als kleiner Junge entwickelte ich Asthma. Meine asthmaübliche Mundatmung bedeutete dauerhaft entspannte Lippen, so dass ein Lippenreflex zur Entspannung der Bronchien bei Pollen usw. ausblieb. Es ist nämlich so, dass bei Fingerdruck auf die Lippe der Sympathicus erregt und die Atmung vertieft wird. Die übliche Begrenzung der Atemtiefe durch den Hering-Breuer-Reflex wird überwunden. In der Medizin sind zwar die Wirkungen der Nasenatmung d.h die Erwärmung, Anfeuchten und Filtrieren der Atemluft bekannt, aber der Reflex ist schneller und deshalb so wichtig.
    Es kann sein, dass eine Asthmaspray das Problem löst, aber das sollte nicht zu einer Ausblendung der Physiologie zu Gunsten der Arzneien führen. Ich empfehle deshalb die Atemübungen.

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