Am 12.5. ist der Tag der Pflege

Am 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Anlass ist der Geburtstag von Florence Nightingale, einer Krankenschwester von besonders warmherzigem Ruf. Zahlreiche Pflege-Veranstaltungen finden an diesem Tag statt und bieten Familienangehörigen die Gelegenheit, sich umfassend über alles zu informieren, was sie für die Pflege zu Hause wissen müssen.

Deutscher Pflegetag

Für die Pflege zu Hause gibt es viele Gründe. Auch die Kosten spielen eine Rolle, denn die Beiträge für die Pflege in einem Heim müssen die Familien zu einem großen Teil selbst aufbringen. An erster Stelle steht aber die zunehmende Bereitschaft, Senioren im häuslichen Umfeld zu versorgen, solange es möglich ist. Das bedeutet aber auch, dass sich immer mehr Menschen mit der Pflege befassen, die über keine Erfahrung verfügen. Für sie ist der Tag der Pflege besonders hilfreich. Denn die informativen Vorträge richten sich auch an Laien, die vielleicht schon bald vor der Entscheidung stehen, ob sie ihre Verwandten selbst pflegen wollen oder sich doch für ein Heim entscheiden müssen.

Wichtige Tipps für die Angehörigen

Wer noch nie eine hilfsbedürftige Person gepflegt hat, muss sich informieren. Zunächst ist also zu klären, ob ein behindertengerechtes Zimmer bereitgestellt werden kann. Der Raum muss groß genug für ein Bett, Hilfsmittel und Rollstuhl sein und liegt möglichst im Erdgeschoss, damit das pflegebedürftige Familienmitglied solange wie möglich selbstständig bleibt. Das Badezimmer muss ebenfalls hohen Ansprüchen genügen. Es sollte in der Nähe des Schlafzimmers sein und über eine behindertengerechte Einrichtung verfügen. Spezielle Pflege- und Hilfspräparate, die den besonderen Ansprüchen entsprechen, erleichtern, pflegen und unterstützen und sind in Apotheken erhältlich.
Der Wunsch, alles richtig zu machen, genügt nicht. Krankenkassen und private Institutionen bieten aber Hilfe an. Sie laden Angehörige ein, sich fortzubilden und helfen ihnen mit praktischen Tipps. Dazu gehört auch das Erlernen der Handgriffe, die ihrerseits nötig sind, um die eigene Gesundheit zu erhalten. Aufbaukurse mit verschiedenen Schwerpunkten sind außerdem hilfreich.

Pflegematerialien dürfen nicht fehlen

Um sich einen Überblick über das nötige Material zu verschaffen, sollten Angehörige sich auch mit dem behandelnden Hausarzt besprechen. Natürlich müssen pflegende Angehörige über bestehende Erkrankungen informiert sein. In Absprache mit der Krankenkasse ist dann zu klären, welche Vorgaben es zu befolgen gilt, damit die Kosten übernommen werden.

Wer seine Angehörigen pflegt, trägt eine große Verantwortung. Das gilt auch für den Umgang mit Medikamenten. Apotheken bieten Wochendosierer, die das Zusammenstellen der Medikamente erleichtern und dabei helfen, Fehler zu vermeiden. Alternativ bieten Apotheken zunehmend mehr den Service an, die Medikamente entsprechend dem Medikationsplan in Patienten-Blistern bereitzustellen, ein Service, der wesentlich zur Arzneisicherheit beiträgt. Hier bietet mycare den besonderen Service: Mit MEDPAC erhalten Sie Ihre Arzneimittel 14-tägig ins Haus. Für jeden Einnahmezeitpunkt einzeln verpackt und individuell beschriftet. So haben Sie gute Aussichten auf einen optimalen Therapieerfolg!Trotzdem kann es hilfreich sein, ein Protokoll zu führen. Das gilt vor allem für Patienten, die lebensnotwendige Medizin benötigen, wie z. B. Insulin. Aber auch Blutverdünner und Beta-Blocker gehören dazu. Die Medikamente müssen richtig gelagert werden und stets in ausreichender Menge vorhanden sein.

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2 Kommentare

  1. Martina Lenzen sagt:

    Mehr Wertschätzung und finanzielle Unterstützung für die, die pflegen. Ich denke, dass es richtig ist, auch alte Menschen in Pflegefamilien zu geben- allemal besser als gewinnorientierte Aktienheime und ein gesetzlicher Betreuer, den man nie zu Gesicht bekommt, der ja auch eher ein Verwalter ist. Da wird Heiko Maas ja leider noch nicht aktiv. (Report München)
    Eins ist klar: Es muss dann auch langfristig ein Altenamt geben, das ähnlich dem Jugendamt bei Kindern hinguckt. Schlimm, dass wir
    solche Extra-Schutzsysteme brauchen. Für die Alten haben wir noch kein Fürsorgesystem, wenn sie es brauchen – auch noch keinen Schutz.
    Es wird Zeit, ihn einzufordern – einen Schutz für Alte, der endlich zugibt,, dass wir wieder mal nicht genügend hingeguckt haben und gucken. Die Verfassungsklage ist ein Appell, dass wir weiterdenken.

    • Angelika sagt:

      Genau so sehe ich das auch! Die Pflegekräfte sollten mehr Wertgeschätzt und unterstützt werden. Es sollen 2030 alleine in Berlin bereits 20.000 Pflegekräfte fehlen und es wird nur wenig unternommen …
      Mit dem Demographischen Wandel und der geringen Anzahl an Pflegern, kommt hier ein großes Problem auf uns zu, gegen welches man etwas unternehmen muss.

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