Beginn der Zeckenzeit: Was Sie über FSME wissen sollten

Endlich Frühling! Leider kommen nun auch die Zecken wieder zum Vorschein. Die kleinen Plagegeister sind lästig und unter Umständen sogar gefährlich. Erfahren Sie hier, was die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist und wie Sie sich gegen die Krankheit und Zeckenbisse schützen können.

Die Zeckenzeit beginnt: Was Sie über FSME wissen sollten

Foto: Olga Danylenko / Henrik Dolle / shutterstock.com

Frühsommer was? Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Viruserkrankung, die fast ausschließlich von Zecken übertragen wird. Infizierte Zecken geben den Virus beim Stich weiter. Die meisten Menschen übersehen die Infektion, die Erkrankung bricht nicht aus. Bei rund 30 Prozent aller Infizierten macht sich die Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen bemerkbar. Leichtes Fieber, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen gehören zu den Symptomen des ersten Krankheitsverlaufs. Oft wird eine FSME-Erkrankung daher mit einer Sommergrippe verwechselt. Die gute Nachricht: Bei den meisten Erkrankten bleibt es bei den erkältungsähnlichen Beschwerden. Nur bei einigen der Infizierten tritt die FSME in die zweite Krankheitsphase. In dieser greift das Virus das zentrale Nervensystem an, es kann zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) zu einer Entzündung von Hirnhaut und Gehirn (Meningoenzephalitis) oder zu einer Entzündung des Gehirn- und Rückenmarkgewebes (Meningoenzephalomyelitis, Meningoradikulitis) kommen.

Was hilft gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis?

Eine FSME-Erkrankung in der zweiten Phase kann von einem komplizierten Verlauf gekennzeichnet sein, vor allem bei älteren Menschen. Bei Kindern und Jugendlichen heilt die Erkrankung meist vollständig aus. Besser ist es natürlich, eine Frühsommer-Meningoenzephalitis zu vermeiden. In Deutschland gelten vor allem Bayern und Baden-Württemberg als Risikogebiete, in denen besonders viele Zecken infiziert sind. Weitere Risikogebiete liegen in Südhessen und im südlichen Thüringen. In den Risikogebieten ist eine Impfung gegen FSME sinnvoll, vor allem für Menschen, die sich regelmäßig in der freien Natur aufhalten. Dazu zählen Forstarbeiter und Landwirte, aber auch Menschen, die viel Sport im Freien treiben oder regelmäßig mit dem Hund Gassi gehen. Die Impfung wird von den meisten Kassen bezahlt. Kinder können ab dem vollendeten ersten Lebensjahr geimpft werden.

Wie kann ich der Frühsommer-Meningoenzephalitis vorbeugen?

Am besten ist es, wenn Sie einen Zeckenstich vermeiden. Denn Zecken übertragen neben FSME auch Borreliose, gegen die es bislang keine Impfung gibt. Deshalb sollten Sie zum Beispiel freie Hautstellen mit einem Insektenschutzmittel aus der Apotheke behandeln. Der Schutz hält je nach verwendetem Präparat etwa zwei bis drei Stunden an. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie die Kleidung inklusive Unterwäsche wechseln und den Körper nach Zecken absuchen. Einmal festgesaugte Zecken werden schnellstmöglich entfernt. Dafür bewährt haben sich Zeckenhaken und Zeckenzangen. Auch Haustiere können von Zecken übertragene Krankheiten bekommen, etwa Anaplasmose. Schützen Sie daher Ihr Haustier mit einem geeigneten Mittel aus der Apotheke, zum Beispiel einem speziellen Zeckenhalsband oder einem Spot-On-Präparat. Bei letzterem ist die Größe beziehungsweise das Gewicht Ihres Tieres zu beachten. Zudem dürfen Katzen und Hunde nur mit dem für sie geeigneten Spot-On-Präparat behandelt werden. Gern können Sie sich in Ihrer Apotheke über den passenden Zeckenschutz beraten lassen.

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