Bei Hitze Kaltes oder Warmes trinken?

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Im Sommer fällt der Griff zu kalten Getränken leicht. Immerhin versprechen wir uns von der Kälte die gewünschte Abkühlung. Aber was ist wirklich gesünder, kalte oder warme Getränke? Die Antwort finden Sie hier.

Bei Hitze Kaltes oder Warmes

Foto: Goskova Tatiana / shutterstock.com

Hohe Temperaturen beeinträchtigen unser Herz-Kreislauf-System. Bei Hitze sinkt der Blutdruck, was gerade bei Bluthochdruck-Betroffenen, welche Blutdrucksenker einnehmen, zu einem gefährlichen Ausnahmezustand führen kann. Aber nicht nur Menschen mit Hypertonie leiden unter Temperaturen über 30 Grad, sondern auch völlig gesunde Menschen mit einer allgemein starken Konstitution. Empfindliche Naturen, Kinder und ältere Menschen sollten in anhaltenden Hitzeperioden besonders gut auf sich Acht geben und vor allem viel trinken.

Warum schwitzen wir?

Steigen die Temperaturen in schwindelerregende Höhen, kämpft das Wärmeregulationssystem unseres Organismus auf Hochtouren. Die Hitze stellt eine arge Belastung für sämtliche Funktionen unseres Körpers dar. Unser Organismus ist bei Hitze stets bemüht, für Abkühlung zu sorgen. Dies geschieht, indem wir schwitzen. Wasser tritt aus den Poren hervor, verdunstet und erzeugt eine Kühlung, welche allerdings nur einen Augenblick anhält. Durch diese natürliche Abkühlung verlieren wir einiges an Flüssigkeit. Wird diese nicht durch das Zuführen von Wasser oder weiteren Getränken und Mineralien nachgefüllt, entsteht ein Engpass, der zu Überwärmung, Austrocknung und Blutdruckabfall führen kann. Zudem reduziert sich das Blutvolumen, das Blut verdickt und Herz-Kreislauf-Probleme entstehen.

Was können wir für Herz und Kreislauf bei Hitze tun?

Im Sommer, wenn die Temperaturen weit über 25 Grad ansteigen und Schwitzen unseren Tagesablauf bestimmt, schwindet unsere Körperenergie. Wir bewegen uns langsamer und suchen vermehrt schattige Plätze auf. Der Wunsch nach einem kühlen Getränk steigt, doch. ausgleichen lässt sich die bereits verlorene Körperflüssigkeit weniger leicht, als manche Menschen vielleicht glauben.

Kalte oder heiße Getränke im Sommer?

Eiskalte Getränke gierig in sich aufzunehmen ist genau der falsche Weg: Wer sturzbachartig das kühle Nass seinem Körper zuführt, bekommt nicht selten Magen-Probleme. Außerdem erreichen wir mit der kalten Flüssigkeit nur, dass wir letztendlich noch mehr schwitzen. Warum? Unser Körper bekommt durch das kalte Getränk die falschen Signale. Kälte bedeutet für unseren Organismus, dass er „heizen“ muss und dies führt unweigerlich zu weiteren Schweißausbrüchen. Weder zu warme Getränke, noch zu kalte Flüssigkeiten bringen uns gut durch die Sommerhitze. Allein lauwarme Getränke zeigen einen gewissen Nutzen, denn hier braucht der Körper weder nachzuheizen noch abzukühlen. Flüssigkeiten sollten bei hohen Temperaturen in kleinen Schlucken zu sich genommen werden. Trinken Sie an heißen Tagen mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit – am besten in Form von ungekühltem Wasser, Multivitamin-Drinks oder leichter Saft-Schorle.

Hitze – was beachten?

Meint es die Sonne mal wieder zu gut mit uns und heiße Temperaturen heizen uns ein, kann es schnell zu einer ungewollten Überhitzung des Organismus kommen. Gerade wenn der Wind uns etwas Kühle zufächert, fällt es schwer die Grenzen der Hitzeverträglichkeit realistisch abzuschätzen. Deshalb empfiehlt es sich an heißen Tagen, den Sonnenhut, die Sonnencreme, mineralstoffreiche Getränke und die Sonnenbrille mit sich zu führen. Bemerken Sie einen ungewöhnlichen Anstieg der Körpertemperatur sollten Sie sofort aus der glühenden Sonne in den kühlenden Schatten flüchten und Flüssigkeit zu sich nehmen. Vermeiden Sie bitte die direkte Sonneneinstrahlung und verlegen Sie Spaziergänge auf die späten Nachmittagsstunden. Meiden Sie die Hitze, wenn Sie sich kränklich fühlen, gerade eine Erkältung durchleben oder zu den Sonnenallergikern zählen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder Dermatologen beraten und verwenden Sie stets Pflegeprodukte mit hohem Sonnenschutzfaktor.

Sport im Sommer – was beachten?

Wer gerne in den Sommermonaten Sport treibt, sollte dies auf die frühen Morgenstunden oder den Spätnachmittag legen. In der Mittagshitze hat die Sonne enorm viel Kraft. Starke Sonnenbrände und Hitzschläge entstehen meist, wenn eine schützende Kopfbedeckung fehlt und der Körper vor dem Sonnenbad nicht genügend eingecremt wurde. Bitte denken Sie immer daran, wenn Sie aus dem Meer oder Schwimmbecken kommen, sich erneut einzucremen. Sonnenschutzmittel aus der Apotheke sind grundsätzlich geprüft und entsprechen dem in Apotheken gewohnt hohen Standards der gültigen Richtlinien bezüglich Schutz vor UVA-/UVB- und Infrarotstrahlung. Zusätzlich sind sie wasserresistent, langanhaltend und gut verträglich.

Hitze – wie abkühlen?

Ob in freier Natur, zu Hause am Schreibtisch oder im Schlafzimmer. Bleibt es einige Tage warm, hat sich die Hitze komplett ausgebreitet und kühle Orte sind Mangelware. Viele Menschen leiden gerade nachts unter der anhaltenden Wärme, welche ihnen den gesunden Schlaf raubt. Auch tagsüber kann die Schwüle für unbequeme Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel, Durchfälle, Appetitmangel oder übersteigerte Müdigkeit führen. Abhilfe schaffen neben Ventilatoren und Klimaanlagen leichte Bekleidung, eine zwischenzeitliche Dusche, kühlende Tücher, richtiges Lüften bei anhaltender Hitze, Füße in kaltes Wasser stellen, Flüssigkeitsverlust ausgleichen, und mäßig kalte Getränke einnehmen.

Was sind Hitzepickel?

Entzündete Schweißdrüsen bilden die sogenannten Hitzepickel (Miliaria). Diese kleinen, geröteten Erhebungen der Haut treten bei Babys und Kleinkindern besonders oft auf – zum Beispiel genau dann, wenn Babys zu luftdicht, ebenso zu warm eingepackt sind. Hitzepickel befinden sich an den Schweißwegen entlang (unter den Achseln, zwischen den Schultern oder am Dekoltée. Hitzepickel weisen eine kristalline Form auf und gehen mit einer schmerzfreien Bläschenbildung einher. Verstopfte Schweißdrüsen aufgrund einer Überhitzung bringen die Hitzepickel hervor. Eine Sonderart sind die roten Hitzepickel, welche fast ausschließlich während eines Aufenthaltes in tropischen Gebieten zum Vorschein kommen. Diese können zu mittelschweren Entzündungen führen und sich eventuell sogar über den ganzen Körper ausbreiten.

Was hilft gegen Hitzepickel?

Die kristalline Form erfordert selten eine medikamentöse Behandlung. Allerdings sollte der dafür verantwortliche Hitzestau schnellstmöglich aufgelöst und zukünftig vermieden werden. Zinkmixtur hilft bei den roten Hitzepickeln, den Juckreiz zu reduzieren. Kommt es zu einer Entzündung, verordnet der Arzt manchmal eine vorrübergehendelokale Antibiose. Diese, als Creme angewendet, verspricht schnelle Linderung und Heilung.

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1 Kommentar

  1. Steffen sagt:

    Auch hier muss man es wieder korrigieren.
    Der Körper heizt durch den Ruhestoffwechsel ständig auf. Deshalb hat er einen einfachen Weg gefunden, die überschüssige Wärme abzuleiten: Er leitet Wärme z.B. über das Blut an die Oberfläche, wo sie abgestrahlt und abgeleitet wird. Je wärmer es außen wird, umso weniger effektiv sind diese Vorgänge. Dann kommt die Verdunstung stärker hinzu. Dazu muss der Körper anfangen zu schwitzen.
    Ein heißes Getränk heizt unweigerlich den Körperkern auf, weshalb mehr Wärme über Verdunstung entweichen muss. Man beginnt heftiger zu Schwitzen. Je trockener die Luft, umso weniger merkt man das. Im tropischen Regenwald, wäre ein heißer Tee wohl eher kontraproduktiv.

    Bei einem kalten oder kühlen Getränk, kühlt unweigerlich auch den Körperkern ab. Das bringt ad hoc Erfrischung. Vielleicht sorgt es auch dafür, dass man weniger schwitzt.

    Entscheidend beim Schwitzen ist, dass die feuchte Luft rasch von der Haut fortgeleitet wird. Sonst schwitzt man nach einem heißen Getränk Sturzbäche.

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