Die sichere Medikamentenversorgung von Pflegebedürftigen im eigenen Haushalt

Die Versorgung von Pflegebedürftigen durch die Familie wird immer selbstverständlicher. Das erforderliche Fachwissen, auch rund um die Medikamentenversorgung, mussten sich die pflegenden Familienmitglieder früher selbst anlesen. Heute gibt es die fachgerechte Unterstützung durch Apotheken.

Foto: Melpomene / shutterstock.com

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Rund 70 % der Pflegebedürftigen wurden 2011 von der eigenen Familie betreut. Das sind 1,76 Millionen Menschen, von denen nur 576.000 durch externe Pflegekräfte versorgt wurden. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes beweisen, dass die Aufklärung der Familienangehörigen immer wichtiger wird. Für die Diagnosen und das Ausstellen der Rezepte ist der betreuende Arzt zuständig. Er wird in den meisten Fällen die nötigen Untersuchungen im Rahmen eines Hausbesuches durchführen. Das Verabreichen der Medikamente ist Aufgabe der pflegenden Angehörigen. Da es sich bei ihnen selten um medizinisches Fachpersonal handelt, übernimmt der Hausarzt auch die Aufklärung. Für pflegebedürftige Patienten eignen sich Medikamentensysteme, die helfen können, Fehler zu verhindern. Zu den klassischen Fehlerquellen gehören:

• Verwechslung von Medikamenten
• Vergessen
• Doppelte Einnahme
• Falsche Einnahme (Uhrzeit, Dosis)

Aber auch das Zeitmanagement spielt eine entscheidende Rolle. Im optimalen Fall stellt die Apotheke die Medikamente bereits nach Rezeptur zusammen, was den Familien den Alltag mit den Patienten erheblich erleichtert und zudem Fehlerquellen ausschaltet. Dafür werden die Medikamente bedarfsgerecht verpackt, sodass die Entnahme einfacher ist und auch Komplikationen von Falscheinnahmen mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit verhindert werden können.

Fachgerechte Versorgung über Apotheken

Pflegende Familien brauchen jede Entlastung, die sie bekommen können. Dazu gehört auch die fachgerechte Vorbereitung der Medikamente. Diese Unterstützung leisten auch Online Apotheken. Den Anweisungen des behandelnden Arztes folgend, stellen Apotheker die erforderlichen Medikamente in den gewünschten zeitlichen Abständen zusammen. Für die dringend notwendige Übersichtlichkeit werden die Mittel für jeden Tag hygienisch in Beutel verpackt. Auf diesen Beuteln sind die Namen der Medikamente vermerkt und der für die Einnahme angeordnete Zeitpunkt. Die Vorgehensweise hat sich selbst für erfahrene Kräfte bewährt und wird auch in Heimen angewendet.

Fortschrittliche Zusammenstellung ist große Hilfe

Das Verpacken pro Tag erleichtert den Familien den Umgang mit den Medikamenten. Da auf jedem Beutel der Name des Patienten vermerkt ist, besteht in Familien mit mehreren Pflegepatienten auch nicht die Gefahr von Verwechslungen. Bei Ausflügen mit den Angehörigen können die Beutel einfach mitgenommen werden. Das System weist außerdem auf den richtigen Zeitpunkt einer Nachbestellung hin. Bis dahin werden die pro Tag verordneten Medikamente einfach aus einer Box entnommen, die eine Verwechslung verhindert. Das ist vor allem in solchen Fällen wichtig, in denen bestimmte Präparate nicht täglich eingenommen werden. Die Lieferung erfolgt ins Haus, kurzfristig nach Zusendung des Rezeptes.

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