Die Zeckensaison steht bevor: Das sollten Sie wissen

Im Zusammenhang mit Zecken hört man oft von der gefährlichen FSME, der Frühsommer-Meningoenzephalitis. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass für Zecken ein paar Tage mit mehr als sieben Grad plus reichen, um aus der Winterstarre zu erwachen.

Die Zeckensaison steht bevor: Das sollten Sie wissen

Foto: Schlegelfotos / shutterstock.com

Normalerweise ist wenigstens von November bis Ende Februar Ruhe vor den lästigen Spinnentieren. Doch da unsere Winter immer öfter zunehmend mild ausfallen, ist die Zeckensaison nahezu ganzjährig. Zecken sind unwahrscheinlich hart im Nehmen: Damit sie das Zeitliche segnen, braucht es längere Zeit mit durchgehenden Temperaturen um die minus zwanzig Grad. Außerdem macht es ihnen nichts aus, wenn eine Mahlzeit mal eben zwei bis drei Jahre ausfällt. Dabei findet sich meist sogar im Winter ohnehin ein Waldbewohner, an dem die Zecken einen Blutimbiss nehmen können.
Übrigens ist es ein Mythos, dass Zecken auf Bäumen lauern, um sich von dort auf ihre potenziellen Opfer herabfallen zu lassen. Zecken sitzen auf Grashalmen, Büschen, Zweigen und im Unterholz. Von dort streift man sie im Vorbeigehen einfach ab.

Was macht Zecken so gefährlich?

Vor allem zwei Krankheiten werden in Europa von infizierten Zecken übertragen: die FSME und die Borreliose. Man sollte sich der Gefahr bewusst sein, aber dennoch nicht in Panik verfallen. Denn: Bei weitem nicht jede Zecke ist infiziert. Rund 2 % der Zecken übertragen mit ihrem Speichel den FSME-Virus. Die besonders risikoreichen Gebiete liegen vor allem im Süden Deutschlands, also Bayern, Baden-Württemberg und Südhessen. Vereinzelte FSME-Fälle traten jedoch fast in jeder Region Deutschlands auf. Kommt es nach einem Zeckenstich zu grippeähnlichen Symptomen und Fieber, konsultieren Sie am besten umgehend einen Arzt. Denn diese Symptome könnten auf eine FSME-Infektion hinweisen. Übersieht man dieses Stadium, kann sich nach einiger Zeit eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Entzündung des Rückenmarks dazugesellen.

FSME-Schutzimpfung

Wie der Name schon sagt, schützt diese Impfung zwar vor der FSME, aber nicht vor der Borreliose. Diese kommt um einiges häufiger vor, nämlich zwischen 5 und 35 % – je nach Risikogebiet. Typisch dafür ist die Ausbildung einer kreisrunden, roten Stelle – entweder im Bereich des Einstichs oder an einer anderen Körperstelle. Auch hier gilt es, schnell den Arzt aufzusuchen, damit eine Therapie mit Antibiotika begonnen werden kann.
Um sich vor Zeckenstichen zu schützen, bedarf es also nicht nur der Schutzimpfung, sondern auch Eigenverantwortung. Tragen Sie beim Wandern, Joggen etc. im Wald lange Hosen, Kniestrümpfe und geschlossene Schuhe. Untersuchen Sie zu Hause Ihre Haut, vor allem Kniekehlen, Achselhöhlen und Haaransatz. Sollten Sie eine Zecke finden, entfernen Sie sie am besten mit einer Zeckenzange oder –karte oder suchen einen Arzt auf.
Gezielt kann auch auf Basis gut hautverträglicher Wirkstoffe wie beispielsweise Icaridin oder Citriodiol® zuverlässig durch das Auftragen auf Haut und Kleidung den Zecken den Garaus gemacht werden. Diese Inhaltsstoffe halten Zecken fern, indem sie deren olfaktorisches System (Geruchssinn) stören und wirken in der Regel bis zu sechs Stunden.

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