Ein häufiges Altersproblem: Schwindelanfälle

Viele ältere Menschen leiden an wiederkehrenden Schwindelanfällen und Gleichgewichtsstörungen, die sie verunsichern und die tatsächlich nicht ungefährlich sind: Allein das Risiko, mindestens einmal im Jahr zu stürzen, beträgt bei Senioren etwa 27 Prozent. Welche Ursachen haben die Schwindelattacken und was lässt sich dagegen tun?

Foto: LuckyImages / shutterstock.com

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Zu niedriger Blutdruck, Stress, Schlafmangel, allgemeine Schwäche, ein Infekt – die Ursachen für gelegentliche Schwindelanfälle sind vielfältig und in jüngeren Jahren meist harmlos.
Senioren allerdings leiden unter dem Nachlassen der Sehkraft, das körperliche Orientierungs- und Gleichgewichtsgefühl samt Muskelkraft und Gelenkigkeit nehmen ab. Bei Schwindelattacken drohen daher Stürze mit fatalen Folgen. Treten Schwindel, Benommenheit und Sehstörungen wiederholt auf, wagen sich die Betroffenen oft nicht mehr aus dem Haus. Höchste Zeit, sich beim Arzt Aufklärung und Hilfe zu holen.

Die Ursachen für Schwindelanfälle im Alter

Harmlos oder bedrohlich?

• Bei etwa 25% aller Senioren macht sich die Orthostase bemerkbar: Der Organismus kann beispielsweise bei zu hastigem Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen den Kreislauf nicht mehr flexibel genug regulieren. Den Betroffenen wird dann buchstäblich „schwarz vor Augen“, auch ohne dass schwerwiegende organische Störungen vorliegen.

• Zentraler Schwindel geht vom Gehirn aus. Dafür sind Durchblutungsstörungen im Gehirn verantwortlich und womöglich Anzeichen für winzige, unbemerkte Schlaganfälle, eine ernste Herzerkrankung oder stoffwechselbedingten Bluthochdruck.

• Harmlos, aber entnervend: Im flüssigkeitsgefüllten Gleichgewichtsorgan des Innenohrs bilden sich sogenannte Otolithen, Steinchen, die die Gleichgewichts-Sensoren irritieren und den „Lagerungsschwindel“ hervorrufen.

• Viele Senioren müssen Medikamente einnehmen, die den Stoffwechsel oder das Herz-Kreislaufsystem regulieren. In Absprache mit dem Arzt müssen einige Präparate unter Umständen gestrichen oder gegen solche ersetzt werden, die beim Patienten keine Nebenwirkungen wie Schwindel oder Sehstörungen auslösen.

Das hilft gegen Schwindelanfälle, Gleichgewichts- und Sehstörungen

Gut informiert und vorbereitet lassen sich die Schrecken und Risiken der alterstypischen Schwindelanfälle einschränken:

• Beim ersten Anzeichen von Schwindel helfen Festhalten oder Hinsetzen, um Verletzungen und Stürze zu vermeiden. Wer ruhig und tief durchatmet und einen festen Punkt im Gesichtsfeld fixiert, übersteht die Attacke rasch. Stolperfallen in der Wohnung sollten beseitigt werden.

• Gezieltes Training bessert das körperliche Koordinationsvermögen, hilft über „Schonhaltungen“ und ängstliche Passivität hinweg und gibt das Vertrauen in das Gleichgewichtsgefühl des eigenen Körpers zurück.

• Ältere Menschen trinken in der Regel zu wenig: Sie möchten ungestört durchschlafen und auch ihr Durstempfinden ist eingeschränkt. Einer Dehydration und Kreislaufproblemen mit Schwindel als Folge lässt sich mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr vorbeugen: Etwa 1,5 Liter täglich sind „Pflicht“.

• Medikamente, die größtenteils auch freiverkäuflich in Apotheken erhältlich sind, sogenannte Antivertiginosa – helfen in vielen Fällen und können Symptome lindern.

• Beim erwähnten „Lagerungsschwindel“ helfen bestimmte Bewegungsübungen, die die Otolithen, die Calciumkarbonatkristalle im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs, verlagern und das Problem in der Regel rasch beheben.

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