Fibromyalgie, auch Weichteilrheuma: Was kann man tun?

Schmerzen im ganzen Körper, Temperatur- und Reizempfindlichkeit, Schlaf- und Verdauungsstörungen, Depressionen und Ängste: Die Liste der Symptome, welche mit der Diagnose Fibromyalgie einhergehen, ist sehr lang. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, um die Schmerzen zu bewältigen und die Freude am Leben zu erhalten.

Fibromyalgie, auch Weichteilrheuma: Was kann man tun?

Foto: Digital Genetics / shutterstock.com

Bis heute sind die Ursachen der Entstehung einer Fibromyalgie unklar, was natürlich die Behandlungsmöglichkeiten erschwert. Hauptsächlich sind Frauen zwischen 35 und 55 von der chronischen Schmerzerkrankung betroffen. Es gibt Hinweise darauf, dass bei den Betroffenen eine Störung in der Verarbeitung von Schmerzsignalen vorliegt. Auch schädigende Einflüsse, z.B. Traumata, spielen anscheinend eine Rolle. Weil die Krankheit schleichend einsetzt und die verschiedenen, oftmals diffusen Symptome eine Diagnose erschweren, wird sie häufig erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt.
Das Behandlungsziel liegt hauptsächlich in einer Kombination aus Schmerzmanagement, Bewegungs-, Verhaltens- sowie Psychotherapie, damit man die täglichen Verrichtungen des Alltags so gut es geht meistern kann. Eine Heilung des Fibromyalgiesyndroms ist derzeit nicht in Aussicht.

Welche Medikamente gibt es für Fibromyalgiepatienten?

Leider gibt es derzeit noch keine spezifische Therapie für die Fibromyalgie. Antidepressiva und Schmerzmedikation haben die größte Bedeutung in der Schulmedizin. Allerdings sind diese nicht bei jedem Patienten hilfreich. Und die Nebenwirkungen (starke Müdigkeit, Schwindel, Gewichtszunahme etc.) dürfen auch nicht außer Acht gelassen werden. Bei der Schmerzmedikation können ggf. verschreibungspflichtige Medikamente verordnet werden während rezeptfreie Wirkstoffe wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure und deren Ableger Ibuprofen, Naproxen etc. nur sehr eingeschränkte Wirksamkeit zeigen.
Verschiedene Wärmebehandlungen wie Infrarotlampen, Moorbäder, Sauna etc. zeigen mitunter Erfolg bei der Behandlung von Gelenksteifigkeit.
Fibromyalgie-Patienten sollten besonders auf gesunde, möglichst zuckerfreie Ernährung achten. Die Aufnahme von Vitamin D, Vitamin B12, Magnesium, Kalzium und Eisen ist besonders wichtig.

Welche sonstigen Maßnahmen helfen?

Wenn man unter Fibromyalgie leidet, ist Bewegung besonders wichtig. Vermeidet man diese nämlich aufgrund der Schmerzen, erschlafft und verkürzt sich die Muskulatur, Sehnen und Gelenke werden weniger elastisch. Auf Dauer verstärken sich so die Schmerzen der Erkrankung. Wichtig ist, dass das Training auch zu Hause durchführbar ist, z. B. Ausdauertraining mit dem Fahrradergometer, leichte Dehnungsübungen, Walken oder Wassergymnastik.
Als ergänzende Behandlungsmethode hat sich Akupunktur bewährt, vor allem die Elektrostimulation der Akupunkturpunkte. Auch über homöopathische Behandlungen liegen positive Erfahrungsberichte vor. Hier sollte ein erfahrener Homöopath/Naturheilpraktiker zu Rate gezogen werden. Entspannungsübungen verbessern das seelische und körperliche Wohlbefinden.

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2 Kommentare

  1. Karin sagt:

    Sind Massagen auch hilfreich? Ich habe sie schon ausprobiert aber waren sehr schmerzhaft. Ich verspüre die Schmerzen zur Zeit so stark im Rücken, an den Beinen und im Kiefer. Vielleicht können sie mir ein paar Tips geben. Danke.

    • mycare.de sagt:

      Liebe Karin,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Über den Einsatz von Massagen bei Fibromyalgie kann Ihnen Ihr Arzt nähere Auskunft geben. Gern können Sie auch einen Homöopathen oder Naturheilpraktiker bei Fibromyalgie zu Rate ziehen, wenn Akupunktur und Homöopathie als ergänzende Behandlungsmethoden für Sie in Betracht kommen.

      Bitte wenden Sie sich für weitere Tipps und Ihre individuelle Behandlung an Ihren Arzt. Vielen Dank und eine gute Besserung.

      Herzliche Grüße
      Ihr mycare.de-Team

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