Fisch-Pediküre – Wo lauern Gefahren bei der neuen Fußpflege-Methode?

Fisch-Pediküre ist ein noch junger Trend, bei dem Fische abgestorbene Haut an den Füßen abknabbern. Die Maßnahme wird von den Teilnehmern als sehr angenehm empfunden. Dennoch gibt es Risiken, die nicht zu vernachlässigen sind.

Foto: Maridav / shutterstock.com

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Bei den Fischen für die Pediküre handelt es sich um Kangalfische. Für die Pediküre eingesetzte Tiere sind etwa 5 cm groß und leben in den Behandlungsbecken mit warmem Wasser. Sobald die Füße in das Becken gehalten werden, beginnen die Fische mit ihrer Arbeit. Diese ist spürbar, wird aber nur als leichtes Kitzeln beschrieben. Der entspannende Effekt ist ein Grund, warum die Fisch-Pediküre so beliebt ist. Sie wird als Fisch-Spa beworben und kann auch Teil von Wellnessangeboten sein. In ihrer türkischen Heimat leben die Fische in warmen Thermalquellen. Sie sind die Temperaturen also gewöhnt. Die menschliche Haut ist für sie eine zusätzliche Eiweißquelle.

Kritik an der Fisch-Pediküre

Die Fischpediküre wird zur Pflege und zur Therapie eingesetzt. Hier gibt es eine Reihe von Kritikpunkten, die von Experten geäußert werden. Zu diesen Punkten gehört, dass die Fische ausgewachsen etwa 14 cm groß werden. Sie sind dann für die Pediküre nicht mehr einsetzbar, haben aber dennoch eine gewisse Lebenserwartung. Vor dem Hintergrund des Tierschutzes stellt sich die Frage, was mit den ausgewachsenen Tieren passiert. Darüber hinaus sprechen Tierärzte vom Stress für die Fische, die zu kosmetischen und gewerblichen Zwecken gehalten werden. Auch deshalb müssen Betreiber der Fisch-Pediküre einen Sachkundenachweis für Süßwasseraquaristik vorlegen können, wenn sie ihr Geschäft eröffnen. Außerdem prüft der Amtstierarzt die Becken. Damit die Fische nicht durch Pflegemittel auf der Haut krank werden, müssen die Füße vor dem Bad gereinigt werden.

Ansteckung durch Fisch-Pediküre?

Theoretisch ist es möglich, sich bei der Fisch-Pediküre mit einer Krankheit anzustecken, die der vorheriger Besucher hatte. Um das zu verhindern, arbeiten die Anbieter mit Pumpen und UV-Filtern. Strittig ist die Behandlung von Patienten mit Schuppenflechte oder Neurodermitis. Es gibt zwar Aussagen, dass sich die Beschwerden verbessern, wenn die Fische an der Haut gefressen haben, Dermatologen zweifeln das jedoch an. Betreiber, die dieses anbieten, sind rar. Sie haben sich zumeist auch ganz auf den therapeutischen Einsatz der Fische spezialisiert. Eine Therapie im eigentlichen Sinne ist es dennoch nicht, da nur die oberen Hautschichten entfernt werden. Eine Heilung als solche findet also nicht statt. In Großbritannien warnt das Gesundheitsamt (Health Protection Agency) zudem vor einer Übertragung von Hepatitis C und Aids durch die Behandlung. Zwar hält man das Risiko für gering, ausschließen könne man es dennoch nicht. Die Gefahr besteht, wenn Keime oder Blut ins Wasser gelangen, denn das Wasser wird nach der Behandlung nicht ausgetauscht.
Nichtsdestotrotz bekommt man heute in Apotheken kompetente Beratung auch bei allen Fragen zu Fußpflege, Fußfrische und Fußproblemen. Mit hochwertigen Produkten und Präparaten kann wirksam Problemen Abhilfen geschafft und die Haut gepflegt werden und dies ganz ohne Bedenken vor Ansteckung oder bezüglich Tierschutz haben zu müssen.

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3 Kommentare

  1. Barbara sagt:

    Vielen Dank für den tollen Beitrag.
    Seit einigen Wochen befasse ich mich sehr mit diesem Thema und auf Glück stieß ich auf diesen tollen Blog.
    Warum ich mich für dieses Thema interessiere? Der Sommer kommt langsam und wir müssen natürlich aufpassen, dass man nicht barfuß in Schwimmbädern oder öffentlichen Schwimmbädern herum läuft. Denn Dornwarzen sind ja anstecken.

    Danke!

  2. Stefan sagt:

    Der Beitrag ist ja eher kritisch zu sehen. Das Thema Tierschutz und Übertragung von Krankheiten finde ich wichtig.
    Allerdings scheint mir die Gefahr mich hierbei „anzustecken“ geringer als die Gefahr Warzen im Schwimmbad zu bekommen oder Hepatitis über schlecht gespültes Besteck, oder?

    Viele Grüße

    • mycare.de sagt:

      Vielen Dank für den Kommentar, lieber Stefan.
      Da die Frage eher in medizinische Hände gehört, können Sie sich gern bei Ihrem Arzt über die Infektionsgefahr erkundigen. Unsere pharmazeutischen Mitarbeiter beraten Sie gerne allgemein zum Thema Fußpflege, Fußfrische und Fußproblemen.

      Herzliche Grüße
      Ihr mycare.de-Team

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