Frühlingsgefühle: ein Thema für jedes Alter

Frühlingsgefühle werden gerne belächelt. Wer mit steigenden Temperaturen auf Freiersfüßen wandelt, kann sich fast sicher sein, dass das Umfeld sein Verhalten mit Frühlingsgefühlen umschreibt. Aber was steckt eigentlich dahinter und sind die Gefühle nur sehr jungen Menschen vorbehalten?

Foto: kurhan / shutterstock.com

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Sobald die Tage länger werden, nimmt der Gehalt des Hormons Melatonin ab. Das „Schlafhormon“, das die meisten Menschen in der kalten und vor allem dunklen Jahreszeit eher lähmt, tritt jetzt in den Hintergrund und lässt Raum für Lebensfreude. Das kann zu euphorischen Gefühlsausbrüchen führen, hebt aber insgesamt garantiert die Stimmung. Auch die Schilddrüse reagiert und der Organismus wird im Frühjahr dann entsprechend deutlich aktiver. Das hat Einfluss auf die persönliche Stimmung. Der wichtigste Faktor ist jedoch der Umwelt zuzuordnen: Schließlich beginnen jetzt die ersten Blumen zu blühen und auch das Grün der Bäume verdrängt die düsteren Farben. Für die Psyche des Menschen beginnt das Jahr mit dem Frühling, wenn die bunten Farben die Sinne ansprechen. Und nicht zuletzt steigen die Chancen, auf der Straße interessante Menschen kennenzulernen und sich mit Gleichgesinnten zu verabreden.

Mehr Licht und neue Gefühle

Im Frühjahr verlieben sich Menschen besonders gern. Sie sind aufmerksamer und leichter bereit, sich auf andere einzulassen. Das erleichtert die Kontaktaufnahme. Wer sich jetzt verabreden will, hat die besten Chancen, den Mann oder die Frau fürs Leben kennenzulernen. Das gilt aber nicht nur für Jugendliche und junge Erwachsene. Auch Menschen in der Lebensmitte und Senioren verlieben sich neu in den eigenen Partner oder lernen jemanden kennen, der sie ab jetzt begleiten wird. Das liegt auch daran, dass das männliche Hormon Testosteron an den länger werdenden Tagen vermehrt produziert wird. Eine übereinstimmende Schwankung gibt es bei Frauen zwar nicht, doch auch sie lassen sich im Frühjahr gerne umgarnen und genießen die ersten warmen Sonnenstrahlen so umso mehr.

Im Frühjahr ändert sich vieles

Nicht jeder fühlt sich im Frühjahr frisch und ausgeruht. Auch die berühmte Frühjahrsmüdigkeit kann den Menschen zu schaffen machen und die ersten Frühlingsgefühle behindern. Diese Empfindungen sind keine Einbildung, sondern haben ihre Ursache in der Umstellung des Stoffwechsels. Sogar Blutdruckschwankungen sind in dieser Jahreszeit keine Seltenheit, was außerdem für Erschöpfung sorgen kann. Die Betroffenen beobachten an sich außerdem eine gewisse Gereiztheit und klagen über Kopfschmerzen. Schlafstörungen treten auf, wenn Betroffene abends nicht zur Ruhe kommen. Hier hilft es, viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen und dem Organismus so die Umstellung zu erleichtern. Eine gesunde, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung sorgt jetzt dafür, dass die Phase schnell überwunden wird und der Frühling wieder Spaß macht.

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