Ginkgo bei Durchblutungsstörungen

Ginkgo ist ein wahrer Wunderbaum. Er ist der Baum des Jahrtausends und wird in Fernost schon lange wegen seiner Heilwirkung geschätzt. Wie Ginkgo gegen Durchblutungsstörungen hilft, lesen Sie hier!

Ginkgo bei Durchblutungsstörungen

Foto: JIANG HONGYAN/ shutterstock.com

Ginkgo ist ein Baum, der ursprünglich aus China stammt, heute aber weltweit kultiviert wird. In Europa ist er seit etwa 1730 zu Hause. Der Ginkgo biloba wurde vom Kuratorium „Baum des Jahres“ zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends ernannt. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um den Baum, so sollen seine Vorfahren bereits vor vielen Jahren die Erde großflächig besiedelt und die Eiszeiten überlebt haben. Auch nach dem Atombombenabwurf in Hiroshima 1945 soll der Ginkgo als Erster wieder ausgetrieben haben. Der Ginkgo wird in China als lebensverlängernd und kraftspendend verehrt. In Europa hat sich der Wunderbaum als äußerst resistent erwiesen: Er trotzt Schädlingen genauso wie Autoabgasen, weswegen er gerne als Stadtbaum kultiviert wird. Ginkgo-Bäume können über 1000 Jahre alt werden.

Wie wirkt Ginkgo?

Während in Fernost Ginkgo seit Jahrhunderten wegen seiner Heilwirkung geschätzt wird, sind Ginkgo-Präparate in Europa noch ein relativ junges Produkt. In den 1960er Jahren entdeckten deutsche Wissenschaftler, dass ein spezieller Extrakt aus Blättern des Ginkgo-Baumes gegen Durchblutungsstörungen hilft. Die Blätter enthalten sogenannte Diterpene, die wiederum aus den Ginkgoliden A, B und C bestehen, sowie Flavonoide. Außerdem befinden sich in der Substanz Bilobalid Sesquiterpene. Das Zusammenspiel der verschiedenen Wirkstoffe im Ginkgoblatt ist für die Wirkung verantwortlich. Im Laborversuch erweist sich der Extrakt aus Ginkgo-Blättern als äußerst wirksam. Der Energiestoffwechsel im Gehirn und die kognitiven Eigenschaften werden verbessert. Oft steigert sich demzufolge auch die Bewegungskoordination. Die Fließfähigkeit des Blutes und der Blutkreislauf in den kleinsten Blutgefäßen werden optimiert, schädliche freie Radikale „eingefangen“. Deshalb werden heute zahlreiche Erkrankungen, wie Durchblutungsstörungen im Gehirn, in den Armen und Beinen, mit Ginkgo-Präparaten behandelt.

Was muss ich bei der Einnahme von Ginkgo beachten?

Auch Krankheiten, bei denen Durchblutungsstörungen eine Rolle spielen, wie Tinnitus oder Schwindel, werden mit Ginkgo-Extrakten behandelt. Bedeutsam können Ginkgo-Präparate zur Vorbeugung von Schlaganfällen sein. Ob Ginkgo auch Alzheimer und Demenz verlangsamen kann, ist derzeit wissenschaftlich noch nicht bewiesen. Um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, sollten Sie fertige Ginkgo-Präparate, also Tabletten oder Kapseln, aus Ihrer Apotheke wählen, raten Mediziner. Auch wenn das pflanzliche Arzneimittel gut verträglich ist, müssen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme reden – vor allem, wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente nehmen oder Ihnen eine Operation oder Zahnbehandlung bevorsteht. Beachten Sie außerdem, dass Ginkgo einige Wochen eingenommen werden muss, bevor sich eine Wirkung einstellt.

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