Glutamin für die gesunde Muskulatur

Glutamin wird als wichtige Substanz für den Muskelaufbau beworben. Die Aminosäure hat aber noch viele weitere wichtige Funktionen. Kommt es zu einem Mangel, sind daher belastende Symptome die Folge, die nicht zwingend mit Glutaminmangel in Verbindung gebracht werden.

Glutamin für die gesunde Muskulatur

Foto: Zerbor / shutterstock.com

Glutamin ist eine Aminosäure, die in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist. Dazu gehören:

• Milchprodukte
• Fleisch
• Fisch
• Soja

Glutamin ist licht- und hitzeempfindlich. Nahrungsmittel können daher beim Erhitzen oder längerer Lagerung Glutamin verlieren, sodass es selbst bei ausgewogener Ernährung zu einer Mangelsituation kommen kann. Glutamin findet sich vor allem in der Muskulatur und ist hier für den Aufbau wichtig. Es ist eine nicht-essenzielle Aminosäure, weil der Körper es auch selbst bilden kann. Allerdings kann diese Produktion nicht ausreichend sein. Das ist bei chronischen Krankheiten der Fall oder auch bei Sportverletzungen. Glutaminmangel entsteht aber auch bei extremen Hungerkuren. In solchen Situationen kann es daher erforderlich sein, Glutamin zuzuführen, möglicherweise nicht nur über die Nahrung, sondern über Nahrungsergänzungsmittel.

Glutaminmangel erkennen

Auch bei gesunder Ernährung kann ein Glutaminmangel auftreten. Das ist z. B. bei starkem Stress der Fall, wenn der Bedarf an Glutamin deutlich ansteigt. Denn Glutamin ist ein körpereigenes Beruhigungsmittel, das sich bei hoher Belastung entsprechend verbraucht. Das führt zu einer noch höheren Stressanfälligkeit. Glutamin wird deshalb manchmal auch begleitend bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt. Es kann also sinnvoll sein, Glutamin in anstrengenden Lebensphasen oder bei deutlichem Stress zusätzlich einzunehmen. Zur Bildung von Glutamin im Körper werden andere Aminosäuren benötigt, besonders hervorzuheben sind die beiden essentiellen Aminosäuren Valin und Isoleucin.

Glutamin regt zudem die Leber bei der Entgiftung an, was dem Organismus dabei hilft, sich z. B. von selbst gebildetem Ammoniak zu befreien. Ammoniak entsteht, wenn der Körper ein Übermaß an Eiweiß abbauen muss, beispielsweise nach übermäßigem Fleischkonsum. Glutamin ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Geschmacksverstärker Glutamat, dem Salz der Glutaminsäure.

Glutamin zusätzlich einnehmen

Der normale Tagesbedarf an Glutamin liegt bei etwa 10 g. Leistungssportler und Personen mit Erkrankungen der Leber oder der Nieren haben für gewöhnlich einen erhöhten Bedarf, der bei bis zu 40 g pro Tag liegen kann. Auch Krebspatienten in der Chemotherapie brauchen mehr Glutamin, was über die Nahrung kaum realisiert werden kann. Das gilt zudem für Personen mit chronischen Darmerkrankungen, denn Glutamin wird, wie viele wichtige Substanzen, über die Darmschleimhaut resorbiert. Ist dieser Prozess gestört, fehlt u.a. Glutamin.

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