Hund und Baby – Was beachten?

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Der Hund ist der treueste und beste Freund des Menschen. Lange Zeit nimmt er einen Ehrenplatz in der Familie ein. Doch wie soll man vorgehen, wenn Hund und Baby unter einem Dach wohnen sollen?

Hund und Baby

Foto: Chirtsova Natalia/ shutterstock.com

Tiere sind etwas sehr Schönes. Bevor Sie einem Hund ein neues Zuhause schenken, sollte allen Beteiligten bewusst sein, was auf sie und das Tier zukommt. Ein Tier zu kaufen bedeutet, eine große Verantwortung für mindestens zehn Jahre oder länger zu übernehmen.
Stellen Sie sich zuvor folgende Fragen:
Kann ich dem Tier genügend Auslauf bieten?
Habe ich überhaupt Zeit für das Tier?
Ist der Hund in die Familienplanung miteinbezogen?

Steht der Hundekauf definitiv fest, sollten Sie sich überlegen, welche Rasse Sie sich ins Haus holen wollen.

Welche Rasse anschaffen?

Man spricht von ungefähr 100 verschiedenen Hunderassen. Nur welche darf es denn sein? Besitzen Sie eine eher kleine Wohnung, wäre ein kleiner Hund einem großen Hund vorzuziehen. Können Sie dem Hund dagegen viele Auslaufmöglichkeiten bieten, kann auch über ein größeres Tier nachgedacht werden.

Es gibt keine Garantie, doch verschiedenen Rassen werden häufig verschiedene Charaktereigenschaften nachgesagt.

Ruhige Rassen
Möchten Sie einen gemütlichen und ruhigen Hund, dann könnten Sie folgende Rassen interessieren:

  • Basset
  • Retriever
  • Afghanischer Windhund
  • Bernhardiner
  • Eurasier
  • Barsoi
  • Collie

Aktive Rassen
Soll es ein Hund sein, welcher mit Ihren Kindern um die Wette läuft und Sie zum Jogging begleitet oder mit Ihnen auf die Jagd geht, dann könnten beispielsweise folgende Rassen in Frage kommen:

  • West Highland White Terrier
  • Husky
  • und alle Hunde, die kinderlieb und familienkompatibel sind und von Natur aus viel Auslauf brauchen.

Informieren Sie sich im Vorfeld detailliert über die Rassenunterschiede und erörtern Sie im familiären Kreis, was Sie sich von Ihrem neuen Familienmitglied erhoffen.

Jagdhunde und „Kampfhunde“
Manche Jagdhunde und „Kampfhunde“ sind bereits genetisch bedingt etwas temperamentvoller und unsanfter als andere Rassen. Diese Hunde benötigen einen starken Richtungsweiser, der klare Anweisungen gibt und diese konsequent befolgt.
Für sensible Naturen und Familien mit Kleinkindern sind diese Hunde weniger geeignet,

Theoretisch kann natürlich jeder Hund zum Familienhund werden. Selbst bei den temperamentvollen Arten ist dies durchaus möglich. Dennoch braucht es immer viel Einfühlungsvermögen. Eingewöhnungsphasen und Anpassungsphasen müssen in diesem Fall genau geplant werden. Auch sollte ein Experte als Berater zur Seite stehen, damit weder Tier noch Mensch eine Enttäuschung erleben.

Was beim Züchter beachten?

Haben Sie sich für eine Rasse entschieden, lassen Sie sich von einem versierten Züchter beraten, welcher Hund am besten zu Ihrer Familie passt. Lernen Sie den Hund langsam kennen, indem Sie den Verkäufer öfter besuchen und lassen Sie sich „beschnuppern“. Machen Sie auch dem Kleinsten klar, dass das zukünftige, tierische Familienmitglied weder wie ein Spielzeug noch wie ein Wegwerfartikel behandelt werden darf. Passt die Chemie zwischen Mensch und Hund, lassen Sie sich vom Züchter die Papiere aushändigen.

Sollten Babys Hunde haben?

Hund und Baby

Foto: Blanscape/ shutterstock.com

Gewöhnt man ein Baby schon früh an einen Vierbeiner, kann das die spätere Tierliebe Ihres Kindes steigern. Ein gutmütiger Familienhund kann in dem Baby ein zu schützendes Objekt sehen. Doch Vorsicht, sein Beschützerinstinkt kann mitunter so weit gehen, dass er niemanden mehr an das Baby heranlässt. Versuchen Sie eine gute Basis für sich, den Hund und das Baby zu schaffen. Schicken Sie den Hund nicht weg, wenn Sie das Baby stillen oder ihm die Windeln wechseln. Geben Sie Ihrem Hund das Gefühl, dass er genau wie das Baby zur Familie gehört. So kann sich mit der Zeit eine harmonische Beziehung zwischen Hund und Baby entwickeln. Je älter das Baby wird, desto mehr wird der Familienhund zum treuen Spielkamerad. Bringen Sie Ihrem Vierbeiner möglichst schnell bei, wie weit er beim Spielen mit dem Baby oder Kleinkind gehen darf und zeigen Sie ihm zeitnah Grenzen auf. Sollte dennoch problematisches Verhalten auftreten, wenden Sie sich an einen Hundetrainer.

Wie Hund an Baby gewöhnen?

Die Hundehaltung stellt den Besitzer vor eine große Herausforderung. Gerade wenn es um ein neues Familienmitglied geht, sollte der Hund sanft auf die Veränderung vorbereitet werden. Um unerwünschtes Verhalten, wie Eifersucht auf das Baby, zu vermeiden, sollten Sie mit Ihrem Vierbeiner die Hundeschule besuchen. Je mehr der Hund lernt, auf Ihre Kommandos zu hören, desto größer ist die Chance, dass er die neue Situation richtig versteht, diese annimmt und gerne ein Teil davon ist. In der Hundeschule erhalten Sie zudem wertvolle Tipps, erstklassige Beratung und Anweisungen wie sie mit bestimmten Situationen umzugehen haben.

Wie alten Hund an Baby gewöhnen?

Sind Sie unsicher, steht es Ihnen frei, zu einer Beratung zu gehen. Erfahren Sie dort, was in den ersten Tagen wichtig ist. Studieren Sie die wichtigsten Regeln ein und versuchen Sie diese zu Hause gezielt zu praktizieren. Klare Regeln müssen übrigens auch bei älteren Hunden aufgestellt werden. Im fortgeschrittenen Hundealter verhalten sich manche Tiere etwas seltsam und missmutig, wenn man ihnen plötzlich ein Baby vor die Nase setzt. Der Hund wird die erste Zeit eventuell Probleme mit den neuen Gerüchen haben. Doch je länger er diese wahrnimmt, desto unproblematischer werden sie für den Hund. Wichtig ist, dass Ihr Hund spürt, dass er immer noch ein vollwertiges Mitglied in seinem „Rudel“ ist und das Baby nicht etwa seinen Platz in der Familie beansprucht. Sobald er merkt, dass er nichts zu befürchten hat, passt er sich der Situation in der Regel gut an.

Wie Hund an Kind gewöhnen?

Hund und Baby

Foto: Away/ shutterstock.com

Bei kleinen Kindern ist am Anfang Vorsicht angebracht. Der richtige Umgang zwischen Mensch und Tier muss auf beiden Seiten erst erlernt werden. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass ein Hund kein Spielzeug, sondern ein vollwertiges Familienmitglied, ist. Das Tier braucht auch seine Rückzugsmöglichkeiten und sollte deshalb nicht permanent belagert werden. Den Kindern muss der richtige Umgang mit dem Tier erst beigebracht werden. Hierzu bietet sich ebenfalls der Besuch einer Hundeschule oder eines Hundetrainers an.
Handelt es sich um einen Welpen, sollte dem neuen Mitbewohner zum Wohle des Kindes sehr schnell das Pipi-draußen-machen beigebracht werden. Welpen halten in den ersten Tagen von Hygiene und Reinlichkeit recht wenig. Aber gerade für Kinder, welche gerne mal in der Wohnung auf dem Boden rumrutschen, stellt die mangelnde Hygiene eine Gefahr dar. Denken Sie auch daran, dass Hunde von Zeit zu Zeit gewaschen werden müssen. Ein gutes Hundeshampoo sowie ein Floh- und Zeckenschutzmittel sind für die richtige Fell- und Körperpflege unerlässlich.

Abschließend

Die Anschaffung eines Hundes ist nur dann ein Kinderspiel, wenn Sie tatsächlich eine langsame und sorgsame Herangehensweise und dem Vierbeiner eine achtsame Eingewöhnungsphase gönnen. Je ungezwungener Baby, Kleinkind und Hund aufeinander treffen, desto höher ist die Erfolgsquote. Geben Sie Ihrem Kind und Ihrem Haustier genügend Zeit und wenden Sie sich bei Fragen an einen Spezialisten – dann steht dem Familienzuwachs nichts mehr im Weg!

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