Hyposensibilisierung und Desensibilisierung bei Allergien

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Immer mehr Menschen leiden unter Allergien. Betroffen sind alle Generationen. Daher kann niemand wissen, ob diese überschießende Immunreaktion sich nicht doch eines Tages entwickelt. Darüber hinaus können zu bestehenden Allergien weitere hinzukommen. Mit der Hypo- oder Desensibilisierung stehen moderne Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Foto: Mladen Mitrinovic  / shutterstock.com

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Menschen entwickeln Allergien gegen alle möglichen Stoffe, ob künstlich oder aus der Natur. Dabei handelt es sich um eine unerwünschte Reaktion des Immunsystems, die unterschiedliche Ausmaße annehmen kann. Manche Patienten reagieren über die Atemwege, andere über die Haut oder die Schleimhaut, abhängig vom Auslöser. Die klassische Reaktion auf Pollen zeigt sich zumeist durch Anzeichen, die an eine schwere Erkältung erinnern. Tierhaar-Allergiker weisen ähnliche Symptome auf. Aber auch heftige Hautreaktionen sind möglich, z.B. bei Menschen, die gegen die Stiche bestimmter Insekten allergisch sind. Allergien sind eine große Belastung, vor allem, wenn der Patient dem Auslöser nicht ausweichen kann. Allergien schränken aber nicht nur die Lebensqualität erheblich ein, sie können auch lebensgefährlich werden, wenn die Atemwege betroffen sind. In diesem Fall müssen die Allergiker daher ständig Notfallmedikamente mit sich führen, um sich gegebenenfalls selbst helfen zu können. Die Hyposensibilisierung ist eine Möglichkeit, die Allergie langfristig in den Griff zu bekommen.

Was ist eine Hyposensibilisierung?

Eine Hyposensibilisierung ist ein Therapieverfahren aus der Schulmedizin. Die Methode setzt dort an, wo die Allergie entsteht. Hyposensibilisierung ist ein anderes Wort für Desensibilisierung. Im Rahmen der Behandlung wird der Patient mit den Stoffen konfrontiert, auf die er allergisch reagiert. Das kann mittels Injektion geschehen oder mit Tropfen, die unter die Zunge gegeben werden. Eine solche Hyposensibilisierung ist möglich bei Allergien gegen Pollen, Hausstaub, Schimmelpilz, Tierhaare und Insektenstiche. Absolut ausgereift ist das Verfahren noch nicht, sodass es keine uneingeschränkte Garantie für den Erfolg gibt. Behandelt werden vor allem Patienten, die unter Heuschnupfen und Asthma leiden. Die Hyposensibilisierung sollte möglichst in jungen Jahren beginnen, kann aber auch später noch zum Erfolg führen. Die Voraussetzung für das Gelingen ist eine konsequente und ausreichend lange Therapie, in der Regel über mindestens drei Jahre.

Vorbeugend gegen Allergien aktiv werden

Sicher verhindern lässt sich eine Allergie nicht. Wer aber weiß, dass er besonders gefährdet ist, z. B. weil es in der Familie viele Allergiker gibt, kann vorbeugend einiges unternehmen. Stress und Allergien verstärken sich gegenseitig. Daher ist es wichtig, sich Pausen und Auszeiten zu gönnen. Giftstoffe aus der Ernährung und der Umwelt, z. B. Pestizide, schwächen den Organismus zusätzlich. Deshalb sollten gefährdete Personen auf eine gesunde Lebensweise achten. Genussgifte dürfen nur sehr sparsam verwendet werden. Wer genug Wasser trinkt, hilft dem Körper dabei, belastende Stoffe auszuschwemmen, sodass das Immunsystem nicht zusätzlich belastet wird. Für wen aus unterschiedlichen Gründen keine Hyposensibilisierung in Frage kommt, der kann auf klassische Präparate aus der Apotheke zurückgreifen, um die unangenehmen Symptome der Allergie zu lindern.
Ein pflanzlicher Spezialextrakt aus der Tragantwurzel, bekannt auch aus der traditionellen chinesischen Medizin,soll die Allergie dort bekämpfen, wo sie entsteht und ist als Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke erhältlich und mit klassischen Arzneimitteln (Antihistaminika) auch gut kombinierbar. Die rechtzeitige und der Dosierungsanweisung entsprechenden Gabe soll die unangemessene Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber Pollen senken und das Auftreten der Allergiesymptome vermindern oder sogar verhindern.

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2 Kommentare

  1. Justina sagt:

    Hallo,

    ein interessanter Artikel.

    Ich setze mich zur Zeit, aufgrund meiner Ausbildung, mit dem Thema Allergien auseinander und bin sehr wissbegierig was das Thema angeht. Von der Hyposensibilisierung habe ich auch schon häufig gelesen und gehört.

    Eine Bekannte von mir ist gerade mit der Hyposensibilisierung angefangen und ich bin echt gespannt in wieweit sich dort Erfolge zeigen werden.

    Viele Grüße
    Justina

  2. Brammen sagt:

    Desensibilisierung kann durchaus Sinn machen und erleichtert auch den Umgang ausserhalb der Wohnung. Da es Desensibilisierung von Zürich bis Tokyo gibt, kann eigentlich jeder diese Behandlung wahrnehmen.

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