Jobstress erfolgreich abbauen

Wer kennt das im Büro nicht? Da jagt ein Termin den nächsten. Obwohl uns positiver Stress zu Höchstleistungen anspornt, kann er dauerhaft krankmachen. Damit es gar nicht so weit kommt, sollten Sie rechtzeitig die Notbremse ziehen.

Foto: Yuri Arcurs / shutterstock.com

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Stress ist eine natürliche Reaktion des menschlichen Körpers, mit der er auf Herausforderungen und äußere Reize reagiert. Ursprünglich war die Reaktion überlebenswichtig, denn unter Stress mobilisiert der Körper alle Kräfte zum Kampf oder zur Flucht. Heute erfordern allerdings nur noch wenige Situationen diesen Schutzmechanismus, vor allem nicht die täglichen Anspannungen im Job. Die Folge ist, der Körper erhält kein Ventil mehr, um den Druck abzubauen. Er gerät in einen dauerhaften Stresszustand, der nicht nur auf den Magen schlagen, sondern auch andere körperliche oder psychische Symptome, wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Rückenschmerzen oder ein Burn-out, auslösen kann.

Lernen mit Jobstress umzugehen

Um Stress im Job erfolgreich zu bewältigen, müssen zunächst belastende Situationen bewusst wahrgenommen werden. Dazu ist es jedoch nötig, in sich hineinzuhören und die Situationen zu ermitteln, in denen der Druck besonders hoch ist. Hier kann bereits ein kurzes Innehalten dazu beitragen, eine angemessene Lösung für das Problem zu finden. Dazu gehört auch, nicht immer alle Aufgaben perfekt erledigen zu wollen oder in bestimmten Situationen mal nein zu sagen. Zudem sollte beruflicher Stress nicht noch durch selbst gemachten Stress verstärkt werden. Denn wenn ein Tag bereits zu Hause hektisch und unkoordiniert beginnt, wirkt sich das unweigerlich auch im Job aus. Hier spielt vor allem Zeitmangel eine entscheidende Rolle. Ob morgens beim zu späten Aufstehen oder im Beruf, wenn Aufgaben erst auf die letzte Minute erledigt werden, sorgt das automatisch für Stress. Für ein gutes Stressmanagement ist deshalb auch das richtige Zeitmanagement wichtig.

Aktiv oder passiv Jobstress abbauen

Und trotzdem lässt sich Stress im Job auch mit dem besten Stressmanagement nicht immer vermeiden. Dann ist es wichtig, einen Ausgleich zu schaffen, das heißt, dem Körper ein Ventil zu geben, um den inneren Druck abzubauen. Entscheidend ist dabei, was Ihnen selbst am besten hilft. Wer dem Stress lieber aktiv begegnet, für den sind Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen gut geeignet. Sie bieten dem Körper die Chance, sich abzureagieren und auszupowern. Mentaler Stress lässt sich aber auch mit Entspannungstraining oder sanften Bewegungen abbauen. So kann Tai-Chi, Yoga oder autogenes Training helfen, der alltäglichen Hektik standzuhalten und sich innerlich zu sammeln. Aber egal, für welche Methode Sie sich entscheiden, gönnen Sie sich zusätzlich Momente des Nichtstuns, denn genau diese Momente sind es, die Ihnen helfen Kraft zu tanken und stressige Situationen leichter durchzustehen.

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1 Kommentar

  1. Torsten Fleischer sagt:

    Hallo und guten Morgen,

    vielen Dank für den interessanten Artikel.

    Stress ist das, was wir daraus machen! Wir haben es in der Hand ob und wie intensiv sich stressende Faktoren auf uns und damit unseren Organismus auswirken.

    In Urzeiten war es nötig auf eine Stresssituation hin entweder zu flüchten oder zu kämpfen. Nun heute werden wir unserem Chef wohl kaum mit geballten Fäusten gegenübertreten – leider – denn die Stresshormone verbleiben so im Körper. Ergo sollten wir uns aktiv abreagieren um ein normales Hormonlevel wieder herzustellen.

    Mit den hier angegebenen Tipp lässt sich wunderbar auf alltägliche Stresssituationen reagieren. Danke dafür.

    Beste Grüße,

    Torsten Fleischer

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