Kalt zu jeder Jahreszeit – ist die Schilddrüse schuld?

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Frösteln oder Frieren Sie ständig? Sind heißer Tee, dicke Socken und warme Fußbäder auch im Sommer für Sie unverzichtbar? Wenn noch weitere Symptome wie Müdigkeit, Heiserkeit und Hustenreiz sowie Gesichtsblässe hinzukommen, wird es höchste Zeit, die Funktion der Schilddrüse überprüfen zu lassen – es könnte eine Unterfunktion dahinterstecken.

Kalt zu jeder Jahreszeit – ist die Schilddrüse schuld?

Foto: Emily frost/ shutterstock.com

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ im Halsbereich, welches für die Abgabe der Schilddrüsenhormone T3 und T4 zuständig ist. Die Schilddrüsenhormone sind beteiligt am gesamten Stoffwechsel und steuern dadurch auch das Körpergewicht, Knochenstoffwechsel und Nervensystem werden ebenfalls beeinflusst. Die Schilddrüse unterliegt der Steuerung durch die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse): Ist wenig vom Schilddrüsenhormon TSH vorhanden, wird die Schilddrüse zu mehr Arbeit „angetrieben“, ist viel TSH vorhanden, gibt es keinen Arbeitsbefehl für die Schilddrüse.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose, welche die oben beschriebenen Symptome auslöst, ist der TSH-Wert erhöht. Für die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4 wird Jod benötigt, ein Mangel kann ebenfalls eine Unterfunktion auslösen.
Schilddrüsenerkrankungen sind sehr oft auftretende hormonelle Erkrankungen, Frauen sind um ein Vielfaches häufiger betroffen als Männer.

Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt?

Wer unter ständigem Frieren, körperlicher und geistiger Leistungseinbuße, trockener und schuppiger Haut, belegter Stimme und unerklärbarer Gewichtszunahme leidet, sollte als erstes den Gang zum Hausarzt antreten. Zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr wird eine Hypothyreose am häufigsten diagnostiziert.
Bei einer Blutabnahme ist anhand des TSH-Wertes leicht feststellbar, ob es sich um eine Unterfunktion der Schilddrüse handelt. Möglicherweise erhalten Sie eine Überweisung zu einem Spezialisten für Nuklearmedizin und Schilddrüsendiagnostik für eine weitere Untersuchung, falls eine Schilddrüsenveränderung aufgrund einer Entzündung (Hashimoto-Thyreoiditis) vermutet wird.
Die Schilddrüsenunterfunktion kann nicht geheilt werden, die fehlenden Hormone müssen lebenslang in Form von Tabletten ersetzt werden. Da sich die benötigte Dosis im Laufe des Lebens ändern kann, sind laufende Kontrollen notwendig. Wenn eine gute Einstellung erreicht ist, führen Sie ein beschwerdefreies Leben.
Unbehandelt drohen auf Dauer schwere Komplikationen, beispielsweise Herzrhythmusstörungen und Muskelschwund.

Wodurch entsteht die Schilddrüsenunterfunktion?

Man unterscheidet zwischen einer angeborenen und einer erworbenen Form der Hypothyreose. Die angeborene Unterfunktion kann entstehen, wenn die Mutter einen Jodmangel in der Schwangerschaft hatte, die Schilddrüse fehlgebildet oder die Hormonbildung defekt ist. Bei der erworbenen Form der Unterfunktion unterscheidet man eine primäre und eine sekundäre Art. Bei der primären Form liegt entweder eine Entzündung oder ein Jodmangel zugrunde, auch eine Strahlentherapie oder eine Schilddrüsen-OP können ursächlich sein. Bei der sekundären Form sorgen Störungen der Hirnanhangsdrüse für die Beschwerden.
Liegt ein vom Arzt diagnostizierter Jodmangel vor, können entsprechende Präparate in Ihrer Apotheke rezeptfrei erworben werden.

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