Kopf- und Gliederschmerzen müssen nicht sein

Kopf- und Gliederschmerzen leiten bei den meisten Menschen eine Erkältung oder sogar eine Grippe ein. Bei der Entscheidung zwischen Hausmitteln, Naturheilkunde und Schulmedizin scheiden sich jedoch oft die Geister. Dabei können sie einander hervorragend ergänzen.

Foto: conrado / shutterstock.com

Foto: conrado / shutterstock.com

Kopf- und Gliederschmerzen gelten als ein so untrügliches Zeichen für einen nahenden grippalen Infekt, dass sie schon fast als eigenständiges Krankheitsbild beschrieben werden. Doch lohnt es sich, sich intensiver mit den Ursachen zu befassen, um den Körper besser zu verstehen und angemessen reagieren zu können. Mit Gliederschmerzen sind zumeist Muskelschmerzen gemeint. Sie treten an Armen und Beinen auf und gehen oft mit einem Gefühl der Schwäche einher. Die Symptome können schnell und auch schleichend auftreten. Das hat seine Ursache zumeist im jeweiligen Erreger, der die Erkrankung ausgelöst hat. Der Organismus reagiert auf den Erreger mit Prostaglandinen, das sind Botenstoffe, die ihrerseits Schmerzen auslösen. Die begleitenden Kopfschmerzen haben ihre Ursache meist in der Infektion der Nasen- und Rachenschleimhäute. Noch sitzt das Sekret fest und erhöht den Druck auf den Kopf, Schmerz ist die Folge.

Helfen Hausmittelchen gegen Erkältungen?

„Der Glaube versetzt Berge“. Das gilt auch für Hausmitteltipps rund um Erkältungen. Wer also das Gefühl hat, dass ihm eine Methode hilft, sollte dabei bleiben, auch wenn es keine Beweise gibt. Die Wissenschaft vernachlässigt gerade bei den Hausmittelchen das psychische Gleichgewicht. Vor allem Kinder brauchen verstärkte Zuwendung und genesen schneller, wenn sie umsorgt werden. Viele Maßnahmen sind zudem sehr alt und wurden schon von Generation zu Generation überliefert. Dazu gehören auch selbst gekochte Säfte aus Zwiebeln oder Umschläge mit Senf oder Quark. Eines der beliebtesten Hausmittel ist die kräftigende Hühnerbrühe. Viele Hausmittel entfalten eine entzündungshemmende Wirkung und haben deshalb absolute Berechtigung.

Schulmedizin und Naturheilkunde bei Erkältungen

Beide Heilmethoden sind sinnvoll. Eine Lungenentzündung gehört in schulmedizinische Betreuung. Eine Erkältung darf gerne naturheilkundlich behandelt werden. Viele Therapeutika aus der Naturheilkunde können außerdem mit allopathischen Mitteln kombiniert werden. Welche das sind, muss mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen werden. Auch bei Fieber muss nicht immer die „chemische Keule“ zum Einsatz kommen. Hier können Schüssler-Salze, der jeweiligen Temperatur angepasst, gute Dienste leisten. Fieber ist zudem keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Gegenmaßnahme des Körpers, um den Erreger zu bekämpfen. Erst wenn es über einen längeren Zeitraum bei 40°C oder sogar darüber bleibt oder ein Fieberkrampf droht, ist ein ärztliches Eingreifen notwendig. Bis dahin sind unterstützend Wadenwickel möglich, solange die Gliedmaßen nicht kalt sind.

Schlagwörter:

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar