Kopfschmerz kann viele Gesichter haben

Die meisten Menschen kennen das Gefühl, wenn es an der Stirn, an den Schläfen oder am Hinterkopf anfängt, zu klopfen oder zu pochen und der Kopf zu zerspringen droht. Dabei können die Ursachen von Kopfschmerzen sehr vielseitig sein und damit auch die möglichen Therapien.

Foto: Yuri Sheftsoff / shutterstock.com

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Fast jeder dritte Deutsche leidet regelmäßig unter Kopfschmerzen. Dabei sind Frauen deutlich häufiger als Männer von den manchmal mehrmals im Monat auftretenden Schmerzattacken betroffen. Aber Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Je nach Ursache unterscheiden Mediziner inzwischen mehr als 250 verschiedene Formen von Kopfschmerzen, die wie ein dumpfer Druck den Schädel brummen lassen, einseitig pulsierend auftreten oder sich durch plötzlich auftretende, stechende Schmerzen bemerkbar machen. Manchmal werden die Kopfschmerzen zudem von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Unruhe sowie visuellen oder neurologischen Ausfällen begleitet.

Meist sind keine organischen Ursachen zu finden

Zur Einteilung von Kopfschmerzen können neben der Art der Schmerzen wie dumpf, stechend oder pulsierend auch der Ort und eventuelle Begleitsymptome herangezogen werden, die mitunter bereits einen ersten Hinweis auf die Ursachen der Kopfschmerzen geben können. So sind Kopfschmerzen beispielsweise ein typisches Begleitsymptom bei grippalen Infekten. Aber auch Stoffwechselstörungen, Augenerkrankungen oder andere Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen oder eine Hirnhautentzündung können hinter den Kopfschmerzen stecken. Als Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung wird diese Form der Kopfschmerzen als sekundär bezeichnet. In den meisten Fällen können jedoch keine konkreten organischen Auslöser und keine genaue Ursache gefunden werden. Mediziner bezeichnen diese Form der Kopfschmerzen deshalb als primäre Kopfschmerzen, bei denen der Schmerz an sich die Erkrankung darstellt. Zu dieser Gruppe gehören die am häufigsten auftretenden Spannungskopfschmerzen aber auch Migräne oder Clusterkopfschmerzen.

Auslöser und Art bestimmen die Therapie

Ziel jeder Kopfschmerzbehandlung ist es, zum einen die Schmerzen zu lindern und zum anderen mögliche Ursachen zu beseitigen. Während bei sekundären Kopfschmerzen in der Regel die Behandlung der Grunderkrankung langfristig für eine Besserung der Kopfschmerzen sorgt, können bei primären Kopfschmerzen nur mögliche Auslöser ermittelt und nach Möglichkeit vermieden werden. Dazu gehören beispielsweise die Wetterlage, Stress, Schlafmangel, starke körperliche Anstrengungen, bestimmte Nahrungsmittel sowie Nikotin- und Alkoholmissbrauch. Neben vorbeugenden Maßnahmen wie Entspannungsübungen, ausreichend Schlaf und dem Meiden individueller Auslöser, ist im akuten Fall jedoch auch eine schnelle Linderung der Kopfschmerzen gefragt. Je nach Art und Intensität der Kopfschmerzen können Betroffene dabei auf verschiedene rezeptfreie Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen zurückgreifen, die zum Teil auch kombiniert erhältlich sind. In vielen Kopfschmerzmitteln ist zudem Koffein enthalten, das die Wirkung der Einzelsubstanzen verstärkt. Gegen stärkere Schmerzen stehen zusätzlich eine Reihe verschreibungspflichtiger Mittel zur Verfügung. Allerdings sollten Schmerzmittel nicht längere Zeit ohne ärztlichen Rat eingenommen werden, da häufiger Schmerzmittelkonsum selbst Kopfschmerzen auslösen kann.

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