Krank durch Bewegungsmangel – ein Symptom unserer Zeit

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Auto, Computer, Fernsehen oder Spielkonsole, sie alle sind mitverantwortlich für einen zunehmenden Bewegungsmangel, der bereits im Kindesalter beginnt. Dabei sind sich jedoch nur wenige der Tatsache bewusst, dass Bewegungsmangel heute für eine Vielzahl von Erkrankungen mit verantwortlich ist.

Foto: auremar / shutterstock.com

Grundsätzlich ist mit Bewegungsmangel eine Lebensweise gemeint, bei der der Mensch die meiste Zeit im Liegen, Sitzen oder Stehen verbringt. Dabei sind keinesfalls nur Bewegungsmuffel davon betroffen, denn viele der heutigen Tätigkeiten kommen dank moderner Arbeitsgeräte und Maschinen mit einem Minimum an Bewegung aus. Aber der menschliche Körper benötigt Bewegung, um seinen Kreislauf zu stabilisieren. Und auch der Bewegungsapparat verliert ohne die nötige Bewegung seine Muskulatur, die als stützende Hülle das Skelett unterstützt. So können die Folgen von zu wenig Bewegung sehr weitreichend sein und unter anderem zu einer Gewichtszunahme führen, die den Organismus zusätzlich belastet und Folgeerkrankungen wie Diabetes begünstigen kann.

Bewegungsmangel fördert nicht nur Übergewicht

Aber nicht nur auf der Waage macht sich Bewegungsmangel bemerkbar, sondern auch der Körper leidet. Die Folge ist beispielsweise eine geschwächte Muskulatur, die sich dann negativ auf die Gelenke auswirkt. Sie werden stärker beansprucht und verschleißen vorzeitig. Begünstigt wird dieser Prozess zusätzlich durch Übergewicht. Aber auch die Bandscheiben werden durch Bewegungsmangel und eine unzureichend ausgebildete Skelttmuskulatur stärker belastet. So ist die Wahrscheinlichkeit für Rückenbeschwerden bei untrainierten Menschen fast doppelt so hoch wie bei sportlich aktiven. Zusätzlich erhöht sich durch Bewegungsmangel das Verletzungsrisiko.

Kinder sind zusätzlich gefährdet

Bei Kindern wirkt sich zu wenig Bewegung außerdem auf die Entwicklung aus. Neben motorischen Defiziten wie Probleme beim Balancieren oder Rückwärtsgehen kann es zu Lern- beziehungsweise Verhaltensstörungen kommen. Im Erwachsenenalter steigt durch Bewegungsmangel in Kombination mit Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Blutfettwerten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich an. Und dabei lässt sich Bewegungsmangel, solange er nicht krankheitsbedingt ist, bereits mit einfachen Mitteln ausgleichen. Als besonders geeignet, auch für Nichtsportler, haben sich Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walken erwiesen. Jene unterstützen nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern stärken auch gezielt die Muskulatur.

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3 Kommentare

  1. Reinhilde sagt:

    Es ist wirklich so, man muss sagen leider. Mit mehr Bewegung ließen sich viele Krankheiten vermeiden.
    Gruß
    Reinhilde

  2. Dr. Nolte sagt:

    Gut das hier auf diesen Misstand der mangelnden Bewegung hingewiesen wird. Man kann sowas eigentlich nicht oft genug erwähnen. Durch ein wenig Bewegung kann auch Hämorrhoiden vorgebeugt werden. Wie in diesen Artikel schon wunderbar beschrieben kann man mit Ausdauersport wie Wandern oder Schwimmen vielen lästigen Krankheiten vorbeugen. Meist werden diese Erkrankungen erst später zu wirklichen Problemen und belasten so immer weiter unser Gesundheitssystem.

  3. Debbie sagt:

    Ich hab mich neulich mit einer Ergotherapeutin unterhalten.
    Sie sagt: ca. 80% aller Spritzen gegen Rückenschmerzen sind unnötig. Diese Rückenschmerzen könnten einfach nur mit Bewegung und Ergotherapie erfolgreich behandelt werden.
    Leider ist dafür das Geld nicht da.

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