Ohren zu bei Erkältung

Bei einer Erkältung ist der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen. Ist die Nase verstopft und macht sich schmerzhaftes Pochen in den Nebenhöhlen breit, kann das auch das Hören beeinträchtigen. Hier erfahren Sie, woher das gedämpfte Hören kommt – und was Sie dagegen unternehmen können.

Ohren zu bei Erkältung

Foto: Csaba Deli/ shutterstock.com

Als sogenannter Tubenkatarrh wird die Entzündung der Schleimhaut der Ohrtrompete (eustachische Röhre) bezeichnet. Liegt eine solche Entzündung vor, funktioniert der Druckausgleich im Mittelohr nicht mehr richtig. Das Mittelohr und der Hals-Nasen-Raum sind über die eustachische Röhre miteinander verbunden, sie öffnet sich beim Schlucken und Gähnen und sorgt für Druckausgleich und den Abtransport von Sekreten.
Eine Entzündung der Schleimhaut in dieser Röhre kann verschiedene Erkrankungen als Ursache haben: eine Erkältung, allergische Beschwerden, geschwollene Mandeln oder entzündete Nebenhöhlen. In jedem Fall führt sie zu einer Verengung der Ohrtrompete, der schmale Gang wird verstopft und das Mittelohr nicht mehr ausreichend belüftet. Wenn dies über einen längeren Zeitraum hinweg der Fall ist, kann der Tubenkatarrh zu einem chronischen Problem werden.

Was tun gegen Hörprobleme bei Erkältung?

Wenn die Beschwerden auf einen viralen Infekt zurückzuführen sind, muss die Grunderkrankung behandelt werden – mit Abklingen der Beschwerden bildet sich auch die Schwerhörigkeit automatisch zurück. Sind nicht Viren, sondern Bakterien der Auslöser, ist ggf. eine Therapie mit Antibiotika notwendig. Darüber kann jedoch nur der behandelnde Arzt entscheiden.
Wenn die Hörprobleme ausgeprägt sind, wird Ihnen der Arzt außerdem unter Umständen abschwellende Nasentropfen oder ein Nasenspray empfehlen. Sind die Nasenschleimhäute abgeschwollen, wird auch die eustachische Röhre vom Druck entlastet. Und die Entzündung kann abheilen. Meist gehen die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen deutlich zurück. Achten Sie bei der Verwendung der Medikamente darauf, diese nicht länger als eine Woche zu verwenden. Auch Omas Hausmittel können unterstützend bei Ohrenschmerzen angewendet werden. Dazu gehören zum Beispiel die Kartoffelauflage und das Auftragen einer gehackten Zwiebel (Zwiebelsäckchen).

Wie wird man die Erkältung schnellstmöglich los?

Zur Bekämpfung der Erkältung gibt es einige wirksame Hausmittel: Die Nasenspülung mit Kochsalz oder auch Emser Salz sorgt dafür, dass Viren und Bakterien aus der Nase gespült werden. In der Apotheke finden Sie zur einfachen Anwendung spezielle Nasenduschen. Das Sekret kann abfließen und die Ohren profitieren vom Abschwellen der Schleimhaut. Das tägliche Spülen mit Kochsalzlösung wirkt zudem vorbeugend gegen neuerliche Infektionen. Bei verstopfter Nase leisten ätherische Öle gute Dienste, das Inhalieren von Eukalyptus und Minze wirkt befreiend und schleimlösend. Auch verschiedene Heißgetränke wirken sich positiv aus. Dazu gehören Holunder- und Lindenblütentee. Weiterhin empfehlenswert: Vitaminreiche Säfte – am besten ohne zugesetzten Zucker – und die gute alte Hühnersuppe. Sie sorgt mit Zink und Cystein dafür, dass die Erkältung rasch der Vergangenheit angehört.

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5 Kommentare

  1. Elfriede sagt:

    Hatte eine Bronchial-Erkältung und Magen-Darm-Probleme – Durchfall. Dies ist jetzt alles besser aber ich habe Schwierigkeiten beim Hören. Auch habe ich seit Februar Drehschwindel. Es sind Untersuchungen bei der HNO Ärztin vorgenommen worden. Von den Ohren her ist alles gut.
    Da ich im vorigen Jahr diesen Drehschwindel auch hatte, zeigte mir der Neurologe, welche Übungen da ratsam sind. Das mache ich auch täglich. Aber das Gehör funktioniert nicht richtig. Was kann man da noch machen?
    Für eine Information wäre ich dankbar.

    Mit freundlichem Gruß
    Elfriede

    • mycare.de sagt:

      Liebe Elfriede, dankeschön für Ihre Frage.

      Wenn die Beschwerden auf einen viralen Infekt zurückzuführen sind, muss die Grunderkrankung behandelt werden – mit Abklingen der Beschwerden bildet sich auch die Schwerhörigkeit im Normalfall zurück. Sollten die Beschwerden weiterhin bestehen, wie in Ihrem Fall, muss erneut der Arzt aufgesucht und die Ursache bestimmt werden.

      Eventuell sollte auch der Schwindel als Symptom näher betrachtet werden. Um Hinweise auf die Ursache der Schwindelanfälle zu finden, ist es wichtig, sowohl die Form des Schwindels als auch die Dauer der Schwindelattacke sowie die auslösende Situation zu kennen. Betrachten Sie in diesem Zusammenhang auch, ob sich Veränderungen bei Ihrem Gehör zeigen. In welchen Situationen hören Sie besser/schlechter? Wie ist es, wenn der Schwindel hinzukommt? Oder bleibt Ihr Gehör in jeder Situation gleich?

      Wenn Ihr HNO-Arzt bereits Ihre Ohren in Bezug auf den Schwindel untersucht hat und diese als Ursache ausschließen kann, können Sie sich gern an Ihren Allgemeinmediziner für weitere Untersuchungen wenden. Dieser kann zum Beispiel abklären, ob eine Durchblutungsstörung hinter den Schwindelanfällen steckt. Auch können Stress & Überbelastung oder Medikamente mögliche Auslöser für die Symptome sein.

      Gern sind wir Ihnen bei weiteren Fragen für Sie da.

      Herzliche Grüße und eine gute Besserung
      Ihr mycare.de-Team

    • Bianca sagt:

      Hallo Elfriede, es könnte an der Halswirbelsäule liegen.
      Lieben Gruß

  2. Claudia sagt:

    Vielen Dank für den informativen Artikel. Vor kurzem waren wir mit unserem 1-jährigem beim Arzt um ihn Impfen zu lassen. Er hatte davor zwar eine ziemlich verstopfte Nase, aber bisher war Schnupfen nie ein Problem. Da sagt die Ärztin: er steht kurz vor einer Mittelohrentzündung, wir müssen unbedingt abschwellende Nasentropfen nehmen. Jetzt ist mir alles klar.
    Jetzt ist der kleine Mann schon wieder total verrotzt und ich Frage mich, ob ich die Nasentropfen auch mit einer leeren Ampulle von Kochsalzlösung eintropfen kann, weil ich das andere so unhygienisch finde. Jetzt habe ich gelesen, dass dann vielleicht eine andere Tropfengröße rauskommt. Geht das trotzdem?
    Und darf ich Eukalyptus-Öl im Schlafzimmer schon verwenden oder muss ich warten, bis er älter ist?

    LG, Claudia

    • mycare.de sagt:

      Liebe Claudia, herzlichen Dank für die Frage.

      Die Anwendung mit einer leeren Kochsalz-Ampulle ist nicht empfehlenswert, da dadurch tatsächlich die genaue Dosierung nicht mehr gewährleistet ist. Sie sollte bei der Originalflasche bleiben.
      Eucalyptusöl können Sie nehmen, besser ist jedoch das Babix Inhalat N (PZN 04459669) für Säuglinge, Kinder und Erwachsene. Es dient der Besserung von Beschwerden bei Erkältungskrankheiten der Atemwege mit zähflüssigem Schleim.

      Gern sind wir bei weiteren Fragen für Sie da.

      Ihrem Sohn eine gute Besserung und herzliche Grüße von Ihrem mycare.de-Team.

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