Seekrank? Was tun bei Reiseübelkeit auf dem Boot?

Man freut sich wochenlang auf die geplante Kreuzfahrt, hat Reiseführer gewälzt und Videos angesehen. Endlich ist es so weit, der Tag der Abreise ist gekommen, und dann das: Schwindel, Übelkeit und Erbrechen wollen einem die Reise gründlich vermiesen. Jetzt ist schnelle Abhilfe gefragt!

Seekrank? Was tun bei Reiseübelkeit auf dem Boot?

Foto: soft_light / shutterstock.com

Die Reiseübelkeit gehört zu den sogenannten Kinetosen, es handelt sich um eine Bewegungskrankheit. Außer an Bord von Schiffen kann sie uns auch in Flugzeugen, Autos oder Bussen betreffen. Neun von zehn Menschen werden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal von Reiseübelkeit geplagt. Der Auslöser für die unangenehmen Symptome ist, dass der Körper Dinge anders sieht (eine statische Kabine) als er sie spürt (Wellenbewegungen). Somit werden andere Signale an das Gleichgewichtsorgan, aber auch an Muskeln und Gelenke, gesendet als es bedarf. Diese Differenzen führen zu anfänglichem Unwohlsein, Aufstoßen, Blässe und Müdigkeit. Der Körper reagiert darauf, indem er vermehrt Stresshormone ausschüttet, unter anderem auch Histamin. Landen zu große Mengen an Histamin im Blutkreislauf, hat dies Übelkeit und Erbrechen zur Folge.

Medikamente gegen Seekrankheit

Die gute Nachricht: Sie sind der Übelkeit auf hoher See, egal ob auf dem Kreuzfahrtschiff, beim Segeln oder beim Angeln, nicht hilflos ausgeliefert. Verschiedene Medikamente und ein paar Tricks helfen dabei, das Wohlbefinden wieder herzustellen. Außerdem tritt nach zwei bis drei Tagen Aufenthalt auf See ein Gewöhnungseffekt ein, aber solange will man als Betroffener eigentlich nicht abwarten.
Da Histamin ein Verursacher der Übelkeit ist, enthalten einige Medikamente gegen Seekrankheit Antihistamine. Erhältlich sind Tabletten oder Zäpfchen. In schweren Fällen kann der Schiffsarzt auch eine Injektion verabreichen.
Als sehr zuverlässig und wirksam gegen Brechreiz hat sich auch der Wirkstoff Scopolamin (verschreibungspflichtig!) herausgestellt. Man kann Scopolamin zum Beispiel in Form von Pflastern hinter dem Ohr applizieren.
Zu beachten sind jeweils die spezifischen Nebenwirkungen, bei Antihistaminika z. B. Müdigkeit. Falls Sie die Medikamente nicht vom Arzt verschrieben bekommen haben, lesen Sie die Packungsbeilage oder lassen Sie sich von Ihrem Apothekerteam beraten.

Sonstige Tipps gegen Seekrankheit

Wenn Sie zu Seekrankheit neigen, sollten Sie sich eher auf dem Mittelteil des Schiffes aufhalten und eine Kabine mit Seeblick buchen, die möglichst tief liegt. Dort ist der Wellengang am wenigsten spürbar. Und der Blick auf den Horizont hilft, die Sinneseindrücke besser abzustimmen. Wenn es Ihr Zustand zulässt, sorgen Sie für ein wenig Frischluft und Bewegung an Deck.
Lesen sollten Sie hingegen vermeiden, auch zu wenig Schlaf, schlechte Gerüche oder Alkohol können das Übelkeitsgefühl noch verstärken.
Wenn möglich, versuchen Sie zu schlafen. Im Schlaf sinkt der Stresshormonspiegel ab und der Gleichgewichtssinn schaltet sich aus.

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