Was bewirkt Thermalwasser auf der Haut?

Kurze Thermenaufenthalte dienen nicht nur der Erholung und der Stressreduktion, sondern können auch zu Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Als Thermalwasser wird natürliches Grundwasser bezeichnet, dessen Quellaustrittstemperatur über 20 °C liegt. Es enthält Salze und Mineralstoffe, manchmal auch Schwefel, Kohlensäure oder Radon.

Was bewirkt Thermalwasser auf der Haut?

Foto: Jaroslaw Pawlak / shutterstock.com

Schon zu Zeiten der Römer in der Antike wusste man, dass Wasser noch mehr kann, als waschen und Durst löschen. Nicht umsonst bedeutet das heute oft im Beauty- und Wellnessbereich verwendete Kürzel SPA „sanus per aquam“ (= gesund durch Wasser). In unserer Medizinkunde hat sich die Balneotherapie durchgesetzt, sie beschäftigt sich mit der heilenden Wirkung von Thermalwasseranwendungen. Je nach Inhaltsstoffen und deren Konzentration kann Thermalwasser positive Effekte haben bei Muskelverspannungen, Hauterkrankungen, Rheuma, chronischen Gelenkbeschwerden, Allergien etc.
Allerdings sollten Sie auch die Erkrankungen kennen, die gegen einen Besuch einer Thermalquelle sprechen.
Dazu gehören:

  • Akute entzündliche Erkrankungen,
  • vor Kurzem durchlebter Herzinfarkt,
  • schlechter Allgemeinzustand,
  • eine Überempfindlichkeit gegenüber Jod.

Wodurch wirkt Thermalwasser?

Damit überhaupt eine positive Wirkung spürbar werden kann, ist eine wiederholte Anwendung notwendig. Da das Thermalwasser meist aus größerer Tiefe an die Erdoberfläche gelangt, kann es sich auf seinem Weg durch Gesteine und Sole mit Spurenelementen und Mineralien anreichern. Die Wirksamkeit von Thermalwasser lässt sich zurückführen auf allseits einwirkende Hydrostase (Wasserdruck) und die Wassertemperatur. Der Wasserdruck hat verschiedene Auswirkungen: Die Venenfunktion verbessert sich, der Stoffwechsel sowie die Nierenfunktion werden aktiviert und das Gewebe entwässert. Durch das warme Wasser werden unter anderem die Durchblutung angeregt, die Muskeln entspannt, die Gelenke entlastet und Stresshormone abgebaut.
Bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne bzw. Gelenkleiden sind meist leider nach faulen Eiern riechende Schwefelquellen die richtige Wahl, während Solebäder beispielsweise bei Rheuma außerhalb akuter Schübe empfohlen werden.
Thermalwasser dient nicht nur der äußeren Anwendung, es kann zudem inhaliert oder als Trinkkur, z. B. bei Stoffwechselerkrankungen, angewendet werden. Auch in kosmetischen Präparaten ist es zu finden.

Thermalwasser in der Kosmetik

Die hautberuhigende und antientzündliche Wirkungsweise von Thermalwasser machen sich auch zahlreiche Kosmetikfirmen zunutze. Cremes mit Thermalwasseranteil sollen bei regelmäßiger Anwendung dafür sorgen, dass sich das Hautbild verbessert. An heißen Tagen sind Sprays mit Thermalwasser besonders beliebt, sie liefern erfrischende Kühlung und lindern Sonnenbrände.
Thermalwasserkosmetik zeichnet sich durch bakterielle Reinheit aus und ist nahezu pH-neutral. Kosmetik, welche Thermalwasser enthält, eignet sich besonders für die Pflege von sehr empfindlicher und sehr trockener (atopischer) Haut.

Passende Produkte zu diesem Thema:

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Hautberuhigende, reizlindernde und entzündungshemmende Basispflege.

Roche Posay Thermalwasser Spray
Einzigartige Kombination von Mineralstoffen und Spurenelementen.

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