Was ist Lanolin?

Lanolin ist in vielen Produkten enthalten. Allergien auf das Wollfett der Schafe sind selten, aber auf dem Vormarsch. Vor allem Menschen mit vorgeschädigter Haut sind betroffen. Lesen Sie hier, wie Sie eine Lanolin-Allergie erkennen und was Sie tun können, wenn Sie zu den Betroffenen gehören.

Was ist Lanolin?

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Lanolin ist ein bewährtes Hausmittel zur Hautpflege. Es ist der Wunderstoff, der Schafe vor dem Nasswerden schützt. So überstehen sie mit Wolle und Wollfett sogar stürmisches Regenwetter an der See. Lanolin oder auch Wollwachs ist das Sekret der Talgdrüsen des Schafes. Es wird bei der Wäsche von Schafwolle gewonnen. Lanolin war bereits im Altertum bekannt, fördert die Wundheilung und sorgt für eine Rückfettung der Haut. Deswegen finden Sie es in vielen Cremes und Salben, aber ebenso in Rasiercremes, Haarfestigern, Pudern, Seifen, Lippenstiften und Haarwaschmitteln. Auch in Rostschutzmitteln, Polierpasten, selbstklebenden Pflastern, Geschirrspülmitteln, Möbelpolituren, Papier- und Druckerfarbe kann Lanolin enthalten sein. In den letzten Jahren taucht Lanolin immer öfter als Kontaktallergen auf. In Relation zu der häufigen Anwendung von Produkten, in denen Lanolin enthalten ist, sind die Fallzahlen jedoch immer noch sehr gering.

Lanolin-Allergie – wer ist betroffen?

Die gute Nachricht zuerst: Menschen mit gesunder Haut können Produkte mit Wollwachs oder Wollwachsalkoholen meist völlig bedenkenlos verwenden. Anders sieht es aus, wenn Sie bereits eine vorgeschädigte Haut haben. Für den Fall, dass Sie unter rauer, gereizter und empfindlicher Haut leiden, sollten Sie mit Produkten, die Lanolin enthalten, vorsichtig sein. Auch Neurodermitiker sind von einer Wollwachs-Allergie häufig betroffen. Typische Kennzeichen einer Lanolin-Allergie sind Hautjucken, Hautrötungen, Ekzeme, Pickel, Pusteln und Bläschen. Wenn Sie den Verdacht haben, unter einer Hautallergie zu leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und einen Allergietest durchführen lassen. Dieser bringt Ihnen Gewissheit. Falls Sie wirklich unter einer Lanolin-Allergie leiden, müssen Sie alle Produkte in Ihrem Haushalt austauschen, die den Stoff enthalten.

Wie finde ich lanolinfreie Produkte?

Lanolin versteckt sich hinter den Bezeichnungen Wollfett, Wollwachs, Adeps lanae und Cera lanae als Inhaltsstoff in Kosmetika und anderen Verbrauchsgütern. Wollwachsalkohole werden auch als Lanolin Alcohol oder Amerchol 101 gekennzeichnet. Erste Anlaufstelle für Produkte ohne Lanolin ist Ihre Apotheke. Hier erhalten Sie viele Mittel, die kein Wollwachs oder Wollwachsalkohol enthalten. Zahlreiche Anbieter haben das Problem der Lanolin-Allergie erkannt und präsentieren alternative Produkte. Auch in veganen Kosmetika ist kein Wollwachs enthalten. Allerdings können andere Inhaltsstoffe ebenso Allergien auslösen. Die wichtigsten sind Duftstoffe und Konservierungsmittel. Aber auch natürliche Stoffe wie Pflanzen und ätherische Öle haben allergenes Potenzial. Sie sollten die Zutatenliste stets genau studieren – die ausführlichen Produktbeschreibungen Ihrer Apotheke helfen Ihnen dabei.

Passende lanolinfreie Produkte zu diesem Thema:

Eubos trockene Haut Urea 5% Handcreme
Schnell einziehende, nicht fettig wirkende O/W-Emulsion zur täglichen Anwendung bei sehr trockenen, rauen und rissigen Händen.

Eubos trockene Haut Urea 5% Gesichtscreme
Leichte, schnell einziehende medizinische Spezial-Pflegecreme zur täglichen Anwendung bei trockener, rauer und spannender Gesichtshaut.

Cetaphil Feuchtigkeitscreme
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