Was tun bei Lichtempfindlichkeit der Augen?

Bei starkem Lichteinfall ist das Auge mit seinen Anpassungsmöglichkeiten überfordert, was zu einer kurzfristigen Einschränkung der Sehfähigkeit führt. Die Reaktion auf Blendung mit dem Lidschlussreflex ist völlig normal. Kommen allerdings Tränen, Rötung etc. hinzu, spricht man von Lichtempfindlichkeit (Fotophobie).

Was tun bei Lichtempfindlichkeit der Augen?

Foto: Maram / shutterstock.com

Die Lichtempfindlichkeit an sich ist nicht als eigenständige Erkrankung zu werten, sondern ist meistens ein Symptom einer neurologischen Erkrankung oder zeugt von Problemen mit dem Auge bzw. der Sehkraft. Bei trockenen Augen oder chronischen Entzündungen der Bindehaut kommt es oftmals zu einer vermehrten Blendung, die die Übersicht beim Autofahren einschränken kann. Auch im Alter nimmt die Lichtempfindlichkeit der Augen zu, wenn entweder die Leistungsfähigkeit der Netzhaut nachlässt oder eine Grauer Star-Erkrankung auftritt. Hornhauttrübungen, bedingt durch Alter, Unfälle oder Operationen, können ursächlich dafür sein, dass weniger Licht ins Auge kommt bzw. dieses mehr gestreut wird. Zu den neurologischen Erkrankungen, die als Auslöser infrage kommen, zählt beispielsweise die Migräne. Diese sorgt dafür, dass sich der Betroffene bis zur Besserung am liebsten in einem abgedunkelten Raum aufhält. In seltenen Fällen entsteht Lichtempfindlichkeit durch eine Meningitis (Hirnhautentzündung), bzw. eine Tumorerkrankung.

Die Pupillenweite ist individuell

Wie sehr sich unsere Pupillen bei Helligkeit weiten, ist von verschiedenen, persönlichen Faktoren abhängig: Alter, emotionaler Zustand, Medikamenteneinnahme – oder einfach Veranlagung. Eine angeborene Pigmentstörung wie der Albinismus sorgt ebenfalls für eine sehr starke Lichtempfindlichkeit.
Wenn das Licht nicht nur unangenehm, sondern schmerzhaft ist, sollte rasch ein Augenarzt aufgesucht werden, da eine Entzündung der Regenbogenhaut (Iris) vorliegen kann. Ebenso ist ein Arztbesuch notwendig, wenn Sie sich durch die Lichtempfindlichkeit stark einschränken müssen oder eine verminderte Sehkraft bemerken.
Bevor Sie die Lichtempfindlichkeit einfach mit einer Sonnenbrille „therapieren“, sollten zuerst mögliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Wenn als Ursache trockene Augen oder Entzündungen infrage kommen, kann das Problem meist rasch mit den passenden Augentropfen behoben werden.

Was Sie selbst tun können

Eine Sonnenbrille kann die Beschwerden zwar kurzfristig lindern, sollte aber nicht zur Dauerlösung werden, da sich die Augen an die dauernde Verdunklung gewöhnen und in der Folge noch blendungsempfindlicher werden. Wenn Sie Brillenträger sind, können selbsttönende Brillengläser eine Option sein. Die Gläser reagieren auf UV-Einstrahlung und verdunkeln sich umso mehr, je intensiver die Sonneneinstrahlung ist. Nimmt die Helligkeit ab, hellen sich auch die Gläser wieder auf.
Da die Lichtempfindlichkeit oft beim Autofahren stört, ist es wichtig, die Scheiben innen und außen sauber zu halten. Ein Schmierfilm kann Lichtstreuung und somit auch Blendung begünstigen. Blicken Sie bei entgegenkommenden Autos nie direkt in die Scheinwerfer, sondern konzentrieren Sie sich auf den rechten Rand der Fahrbahn.

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1 Kommentar

  1. Dora sagt:

    Nach Grauer Star-OP katastrophale Blendungen und extrem lange Strahlen bei Tageslicht und am Abend – ein Horror.

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