Was tun bei Schmerzen der Mutterbänder?

Fast alle Frauen kennen den Dehnungsschmerz in den Mutterbändern, der vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft auftritt. Lesen Sie hier, was es damit auf sich hat und was dagegen helfen kann.

Was tun bei Schmerzen der Mutterbänder?

Foto: Valeria Aksakova / shutterstock.com

Bei den Mutterbändern handelt sich um Stränge aus Muskelfasern, die von der Gebärmutter zum Schambein ziehen. Die Mutterbänder, genau genommen das runde und das breite Mutterband, halten die Gebärmutter in Position. Egal, in welcher Körperhaltung Sie sich gerade befinden, die Mutterbänder sorgen dafür, dass der Uterus in einer aufrechten, leicht nach vorne gebeugten Position verbleibt.
Schmerzen an den Mutterbändern entstehen, wenn diese während der Schwangerschaft gedehnt werden. Denn die Mutterbänder müssen die immer größer und schwerer werdende Gebärmutter halten – und sich mit ihr zusammen dehnen. Das verursacht einen Dehnungsschmerz, der sich dumpf oder stechend äußern kann. Die Schmerzen treten meist an Unterbauch und Leiste auf, können aber auch bis zum Kreuzbein ziehen. Wenn sich die Mutterbänder im Laufe der Schwangerschaft lockern, kann dies zu Rückenschmerzen führen.

Schmerzen der Mutterbänder – so verschaffen Sie sich Linderung

Schmerzende Mutterbänder sind normal und in der Regel kein Grund zur Beunruhigung. Nur wenn die Schmerzen unerträglich stark werden oder länger bestehen, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen. Auch wenn weitere Symptome hinzukommen, wie etwa Fieber, Durchfall oder Erbrechen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mit einfachen Mitteln können Sie sich Linderung verschaffen:

  • Ruhe: Legen Sie sich hin und ruhen Sie sich aus, vermeiden Sie ruckartige Bewegungen beim Aufstehen.
  • Entspannung: Planen Sie Entspannungspausen im Alltag ein.
  • Wärme: Ein warmes Bad, feucht-warme Wickel, ein Körnerkissen oder auch eine Wärmflasche entspannen und wirken krampflösend.
  • Massagen: Massieren Sie die Leistengegend. Geeignet ist zum Beispiel Lavendelöl. Helfen kann Ihnen auch eine Ölkompresse mit Lavendel in der Leistengegend.
  • Yoga: Schwangerschaftsyoga dehnt Ihre Muskeln und Sehnen und hält Ihren Körper beweglich.

Welche Mittel aus der Apotheke können helfen?

Ihre Apotheke unterstützt Sie in vielfältiger Weise, um gut durch die Schwangerschaft zu kommen. So erhalten Sie hier zum Beispiel wertvolle Öle für die Massage der Leistengegend. Mit folgenden naturheilkundlichen Mitteln aus der Apotheke können Sie Ihrem Körper in der Schwangerschaft zusätzlich etwas Gutes tun:
Schüßler-Salze haben sich bewährt gegen Mutterbandschmerzen.
Geeignet sind Magnesium phosphoricum D6 (Schüssler Salz 7):

  • 3 mal 2 Tabletten auf der Zunge zergehen lassen oder als „heiße Sieben“ trinken.
  • Die „heiße Sieben“ ist im Allgemeinen durch ihre Anwendung bei Schlafstörungen und Nervosität besonders bekannt. Es werden mit einer halben Tasse abgekochten, warmen Wassers zehn Tabletten des Magnesium phosphoricums aufgelöst und umgerührt. Zum Umrühren bitte keine metallischen Gegentande verwenden, anstattdessen zum Beispiel einen Holzstab, –löffel oder ähnliches.
    Danach die Mischung in sehr kleinen Schlucken langsam trinken. Des Weiteren unterstützt Calcium phosphoricum (Schüssler Salz 2) die Muskelbewegung und kann in dieser Zeit sinnvoll sein.
  • Den persönlichen Bedarf und Dosierung können Heilpraktiker oder Ärzte mit Naturheilkundlicher Spezialisierung individuell auch gezielt festlegen und empfehlen.

Gut zu wissen: Auf Schmerzmittel wie Ibuprofen und Aspirin sollten Sie in der Schwangerschaft verzichten!


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