Welt-Osteoporosetag – Aufmerksamkeit für eine häufige Erkrankung

Am 20. Oktober lenkt der Welt-Osteoporosetag die Aufmerksamkeit auf eine chronische Erkrankung, die mit zunehmendem Alter die Gesundheit der Knochen bedroht. In Deutschland leiden knapp acht Millionen Menschen an Osteoporose; etwa 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Sportliche Aktivität und bewusste Ernährung beugen der Erkrankung wirksam vor.

Welt-Osteoporosetag – Aufmerksamkeit für eine häufige Erkrankung

Foto: Sebastian Kaulitzki / shutterstock.com

Die Internationale Osteoporose Stiftung (IOF) ruft am 20. Oktober 2016 zum Welt-Osteoporosetag auf. Unter dem Motto „Love Your Bones: Protect Your Future“ (Liebe deine Knochen: schütze deine Zukunft) möchte die weltweit aktive Organisation das Bewusstsein für eine zunehmend verbreitete und im Anfangsstadium meist unbemerkt voranschreitende Erkrankung schärfen. Der Aktionstag geht auf eine Initiative der Engländerin Linda Edwards zurück, die sich intensiv um die Aufklärung über Risiken, Prävention und Behandlung der chronischen Stoffwechselerkrankung bemüht hat. Die wichtigste Veranstaltung in Deutschland ist der 16. Patientenkongress Weltosteoporosetag, der am 15. Oktober 2016 in der Oberrheinhalle in Offenburg stattfindet. Obwohl sich der Welt-Osteoporosetag im Jahr 2016 zum 20. Mal jährt, kommt der Vorbeugung und Behandlung der Osteoporose nach wie vor keine ausreichende Bedeutung zu. Nach Angaben der IOF wird die Erkrankung in weniger als einem Viertel der Fälle frühzeitig diagnostiziert und angemessen behandelt.

Osteoporose: Krankheitsursachen und Krankheitsverlauf

Im Verlauf des Lebens unterliegt das Knochengewebe einer fortwährenden Entwicklung. In der Wachstums- und Festigungsphase der Jugend nimmt die Knochenmasse kontinuierlich zu. Ungefähr um das 30. Lebensjahr herum erreicht der Vorgang seinen Höhepunkt und in der nachfolgenden Zeit überwiegt die Aktivität der knochenabbauenden Zellen. Mit zunehmendem Alter kommt es zu einem verstärkten Knochenschwund und abnehmender Knochendichte. Die porösen Knochen halten selbst alltäglichen Belastungen nicht mehr stand. Es entstehen Brüche, wobei die Wirbelkörper, der Oberschenkel im Bereich der Hüfte und der Unterarm besonders gefährdet sind. In Deutschland leiden 26 Prozent der Bevölkerung ab einem Alter von 50 Jahren an Osteoporose; in 80 Prozent der Fälle sind Frauen betroffen, die durch Hormonumstellungen nach der Menopause besondere Risiken tragen. Entsprechend den Angaben der WHO gehört die Osteoporose in einer stetig älter werdenden Gesellschaft zwischenzeitlich zu den Volkskrankheiten. In Europa soll die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2025 auf 34 Millionen steigen.

Vorbeugung der Osteoporose

Eine vollwertige Ernährung und ausreichend Bewegung gelten als wichtigste Aspekte der Vorbeugung und Therapie von Osteoporose. Neben der regelmäßigen Anregung durch sportliche Betätigung spielt die Versorgung mit Kalzium eine entscheidende Rolle für die Knochengesundheit. Darüber hinaus sind die Vitamine D, C und E sowie Zink, Silizium und Mangan am Knochenstoffwechsel beteiligt. Die beste Möglichkeit, den Bedarf zu decken, ist eine vielseitige Kost mit viel Obst, Gemüse und Getreide sowie Milchprodukten, Fisch und selten Fleisch. Neue Erkenntnisse belegen die Bedeutung psychischer Ausgeglichenheit für einen gesunden Bewegungsapparat.
Wird beispielsweise nicht ausreichend Calcium mit der Nahrung zugeführt, können ergänzend Präparate aus der Apotheke eingenommen werden, häufig in Kombination mit Vitamin D. Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Calcium im Darm und die anschließende Einlagerung in die Knochen. Der tägliche Bedarf beträgt bei Erwachsenen etwa 1000 mg. Gegebenenfalls sollte die Dosierung und die Dauer der Anwendung ärztlich abgesprochen werden, z.B. bei vorhandener Osteoporose.

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