Weltgesundheitstag – den Depressionen den Kampf ansagen

Der Weltgesundheitstag wird auf der ganzen Welt jährlich am 7. April begangen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Jedes Jahr legt die WHO dabei ein neues Thema fest, das globale Bedeutung hat.

Weltgesundheitstag – den Depressionen den Kampf ansagen

Foto: Nomad Soul / shutterstock.com

Viele der von der WHO vorgegebenen Themen rücken vor allem die gesundheitlichen Probleme der sogenannten Entwicklungsländer in den Vordergrund. Damit will die WHO auch eine stärkere Unterstützung der Industrienationen im Bemühen um eine bessere Gesundheitsversorgung in den Entwicklungsländern erreichen. Andere Themen des Weltgesundheitstags, wie zum Beispiel Impfschutz, sind weltweit relevant. In den letzten Jahren rücken Themen wie nationale Gesundheitsversorgung und Vorsorgethemen am Weltgesundheitstag vermehrt in den Blickpunkt. So beschäftigte sich der Weltgesundheitstag mit Themen wie „Altern und Gesundheit“, „Bluthochdruck“ und „Diabetes“. In Deutschland wurde der Weltgesundheitstag erstmals 1954 durchgeführt. Dabei werden die international vorgegebenen Themen an die Situation in Deutschland angepasst. Das Thema des Weltgesundheitstages 2017 lautet „Depression“.

Depressionen – ein weltweites gesundheitliches Problem

Genaue Zahlen liegen nicht vor, aber es wird angenommen, dass weltweit 350 Millionen Menschen an Depressionen leiden. Die WHO geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 Depressionen oder affektive Störungen weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein werden. Schon jetzt nehmen sich über 800.000 Menschen mit einer Depression das Leben. Und obwohl es anerkannte Therapiemöglichkeiten gibt, werden weniger als die Hälfte der Betroffenen adäquat behandelt, in manchen Ländern sind es nur zehn Prozent aller an einer Depression Erkrankten. Einer der Gründe für die unzureichende Versorgung ist das soziale Stigma, mit dem die Erkrankten belegt werden. Viele Erkrankte versuchen daher, ihre Depression zu verbergen. Dabei sind die Belastungen durch Depressionen weltweit auf dem Vormarsch, berichtet die WHO. Mit dem „Mental Health Gap Action Programme“ will die WHO die Gesundheitsangebote für psychische, neurologische und Suchterkrankungen verbessern.

Depressionen – nur wenige Betroffene erhalten eine optimale Behandlung

Auch in Deutschland sind Depressionen ein ernst zu nehmendes Problem. Laut Stiftung Deutsche Depressionshilfe erkranken in Deutschland pro Jahr 5,3 Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen unipolaren Depression. Die Folgen der Volkskrankheit Depression sind immens: Ein Großteil der 10.000 Selbstmorde und 150.000 Suizidversuche gehen auf das Konto einer nicht optimal behandelten Depression, schätzt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Die Kosten depressionsbedingter Frühberentungen liegen in Deutschland bei circa 1,5 Milliarden Euro jährlich. Elf Millionen Fehltage sind auf Depressionen zurückzuführen. Dabei sind Depressionen behandelbar. Doch ein Großteil der Betroffenen erhält keine optimale Versorgung. Die Gründe sieht die Stiftung unter anderem in der fehlenden Hoffnung und der mangelnden Energie der Betroffenen, sich Hilfe zu holen. Auch diagnostische und therapeutische Defizite der Ärzte und die Stigmatisierung der Erkrankung verhindern eine optimale Behandlung von Depressiven.

Bei leichten vorübergehenden depressiven Störungen können mitunter Johanniskrautpräparate aus der Apotheke helfen. Die Einnahme wird über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen empfohlen, da nicht sofort eine Wirkung eintritt. Wenn die Beschwerden anhalten, wiederkehren oder einen schweren Verlauf nehmen, sollte auf jeden Fall ärztliche Hilfe gesucht werden. Zu beachten ist, dass eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auftreten kann. Ein geeigneter Sonnenschutz sollte aufgetragen werden. Da Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht selten sind, ist es ratsam, vor der Einnahme zu überprüfen, welche Medikamente ggf. noch eingenommen werden. Beispielsweise ist eine Beeinträchtigung der Wirkung der „Pille“ möglich, sodass eine zusätzliche Verhütungsmaßnahme (z.B. die Anwendung eines Kondoms) notwendig ist.

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