Wie heilen Wunden schneller?

Schnell ist es passiert. Man stolpert und stürzt. Knie und Hände sind aufgeschürft. Wie Wunden rasch heilen, erfahren Sie hier.

Wie heilen Wunden schneller?

Foto: Robert Przybysz / shutterstock.com

Die Heilung einer Wunde ist komplex. Sie durchläuft 3 verschiedene Phasen. Diese können sich überlappen oder parallel zueinander laufen. Kleine Wunden heilen in der Regel rascher ab als große. Häufig bleiben nach der Abheilung Narben zurück. Eine Prognose, wann der Prozess der Heilung abgeschlossen ist, kann nur der Arzt geben. Jedoch fällt die Wundheilung von Mensch zu Mensch verschieden aus. Dieser Vorgang ist stark von der Konstitution des Betroffenen abhängig. Wichtig ist eine gute Wundversorgung. Zudem treiben eine gesunde Ernährung sowie eine gute Hautpflege den Heilungsprozess auf natürliche Weise voran.

Was verhindert die Wundheilung?

Vor der Wundheilung steht die Wundversorgung. Diese reicht von der Säuberung der Wunde bis hin zur Verbandswahl. Wird die Wundversorgung gut durchgeführt, sinkt die Gefahr einer Infektion. Zudem bietet eine gesäuberte Wunde die Voraussetzung einer Heilung ohne Komplikationen. Oberflächliche Wunden wie zum Beispiel Schürfwunden heilen meist sauber ab. Oft braucht die oberste Hautschicht zur besseren Wundheilung just eine Versorgung mit desinfizierenden Mitteln, Verband, Kompresse oder Pflaster. Tiefe Wunden müssen oftmals genäht werden.
Was aber, wenn die Blessur die Heilung verweigert?

Das sollten Sie wissen:

Bleibt die Wunde über einen langen Zeitraum bestehen, sollte nach der Ursache geforscht werden. Manchmal steckt eine Wundheilungsstörung hinter der atypischen Heilung. Gründe für diese Störung sind unter anderem:

  • Fremdkörper
  • Infektionen mit z.B. Bakterien
  • Druckbelastung der Wunde
  • große Blutergüsse
  • zu frühe Entfernung der Fäden (nach Operationen)
  • mangelnde Ruhigstellung
  • gereizte Wundränder
  • hohes Lebensalter
  • Vorerkrankungen: Diabetes, Blutarmut
  • geschwächtes Immunsystem
  • Mangelerkrankungen

Heilt eine Wunde trotz guter Wundversorgung schlecht ab, muss der Grund für die Verzögerung erkannt und beseitigt werden. Lassen Sie sich hierzu gerne von Ihrem Hausarzt beraten.

Wie die offene Wunde desinfizieren?

Ein Sturz führt oft zu blutenden Wunden. Erste Hilfe ist vor allem dann nötig, wenn es sich um tiefe Wunden handelt. Bevor eine Blessur desinfiziert und mit einem Verband versorgt werden kann, muss man sie reinigen. Der Wundheilung förderlich ist eine präzise Wundversorgung. Die Wunde wird mit klarem Wasser ausgespült. Sie wird von Schmutz befreit und abgetupft. Das geschädigte Gewebe wird in der Regel einmal gründlich desinfiziert. Gute Wirkstoffe zur Wunddesinfektion sind zum Beispiel Povidon-Iod, Octenidin und Polihexanid. Folgende Anforderungen werden u.a. an entsprechende Mittel gestellt:

  • Großes Wirkspektrum
  • Gute Verträglichkeit
  • Beschleunigung der Wundheilung

Womit kleine Wunden desinfizieren?

Kleine Wunden brauchen nur selten einen Verband. Hier reicht meist ein Pflaster aus. Achten Sie darauf, dass die Wundränder bei der Versorgung mit Pflaster oder leichtem Verband sehr nah beieinander liegen. Zuvor wird der Wundherd antiseptisch versorgt. Reagiert Ihre Haut allergisch auf bestimmte Stoffe, erwähnen Sie dies bitte vor dem Kauf in Ihrer Apotheke. Präparate für winzige Verletzungen wie zum Beispiel Kratzer werden am besten mit einem Aufsprühmittel oder einer desinfizierenden Tinktur behandelt. Gerne sind wir Ihnen bei der Wahl des Mittels behilflich.

Was tun gegen Narben?

Ein Detail vorweg: Die Bildung von Narbengewebe ist ein ganz normaler Vorgang. Bei kleinen Blessuren bleiben oft kaum sichtbare „Strichnarben“ zurück. Bei großen Wunden kann es zur Entstehung von „Wulstnarben“ kommen.
Mit der Zeit verblassen die Rückstände einer Blessur. Nach Jahren kann man die „Bruchstelle“ oft nur noch erahnen, je nach Größe. Auch größere Überbleibsel verlieren an Rötung. Sie passen sich später der Hautfarbe an. Wer die Blessur gut pflegt, erreicht, dass die Vernarbung unauffällig bleibt. Dazu folgende Hinweise:

  • Reinigen Sie die wehe Stelle regelmäßig. Auf etwaige Infektionen ist während der Behandlung streng zu achten.
  • Für die Reinigung braucht es stets neues Verbandsmaterial. Es haben sich z.B. Silikonauflagen oder Gele mit Silikon bewährt. Einiges weist darauf hin, dass diese Mittel narbiges Gewebe reduzieren. Diese Auflagen beeinflussen den Austausch von Flüssigkeit zwischen gesundem und wehem Gewebe positiv. Je nach Größe der Wunde helfen bestimmte Verbände. Verwenden Sie bitte solche, die die Blessur ganz abdecken und abschließen. Unter dem Verband sollte eine leichte Feuchte bewahrt werden. Diese verhindert die Narbenbildung.
  • (Druck-)Massagen helfen gegen die Bildung von Narbengewebe. Die Massage selbst erfolgt in kreisenden Bewegungen.
  • Haben sich Narben gebildet, können diese mit speziellen Narbenpflegemitteln gemindert werden.

Welche Wundverbände gibt es?

Wundverbände schützen vor Umwelteinflüssen und vor mechanischer Belastung. Zudem dienen sie der Applikation von Arzneimitteln und in einfacher Form der Fixierung. Auch verwendet man Verbände zur Kompression einer Wunde, auch von Gliedmaßen (Thromboseprophylaxe). Ebenso wird ein Verband zur Blutstillung und zur Sekretaufnahme verwendet. Die meisten Wundverbände sind so konzipiert, dass sie der Haut schmeicheln und Druckstellen vermeiden.

Der sterile Wundverband ist für offene und blutende Wunden gedacht. Es gibt verschiedene Wundverbände wie zum Beispiel Silikon-Wundauflage, Schaumstoffverband, Wundschnellverband und Folienverband. Sie alle und noch weitere Produkte sind in Ihrer Apotheke erhältlich. Bedenken Sie bitte, dass diese Mittel für die normale Wundversorgung gedacht sind. Große Brandwunden, tiefe Stichverletzungen oder Wunden mit inneren Einblutungen gehören dringend in die Hände eines Arztes.

Weitere Informationen zu dem Thema „Wundversorgung“ erhalten Sie gerne hier bei uns.

Passende Produkte zu diesem Thema:

Cica Care 12x15cm zur Narbenbehandlung
Verband aus Silikongel zur Narbenbehandlung.

Bepanthen Narben-Gel mit Massage-Roller
Silikon-Gel zur Behandlung von Narben.

Octenisept
Zur wiederholten, zeitlich begrenzten unterstützenden antiseptischen Wundbehandlung.

Schlagwörter:

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar