Yoga – Harmonisierung von Geist und Körper

Ob in einer Yoga-Schule, im Fitnessstudio oder bei der Volkshochschule, immer mehr Menschen begeistern sich für das aus dem Indischen stammende Ganzkörpertraining des Yogas. Dabei sorgt Yoga nicht nur für Entspannung und innere Ausgeglichenheit, sondern stärkt auch die Beweglichkeit und die Muskulatur.

Foto: Deklofenak / shutterstock.com

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Hinter dem aus dem altindischen stammenden Begriff Yoga, der so viel wie „Einheit“ bedeutet, verbirgt sich nicht nur ein Entspannungskonzept für den Körper. Ziel ist es vielmehr Körper und Geist in Einklang zu bringen, um die eigenen Kräfte besser ausschöpfen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, werden beim Yoga verschiedene Elemente kombiniert. Dazu gehören sowohl Bewegungsübungen als auch Atemtechniken und Meditation, die zusammen für körperliche und geistige Entspannung und damit ein gesundes Körpergefühl sorgen. Während Yoga früher vor allem auf religiöser oder philosophischer Ebene praktiziert wurde, um Spiritualität und Bewusstseinserweiterungen zu erlangen, spielt bei der heute am häufigsten praktizierten Form, dem Hatha-Yoga, auch der Körper eine Rolle auf dem Weg zum inneren Gleichgewicht.

Hatha-Yoga für Entspannung und Lebenskraft

Ziel des Hatha-Yogas, wie es heute in vielen Kursen praktiziert wird, ist es, weniger den Körper für die Meditation zu stählen, sondern vielmehr durch die Kombination von Bewegung, Atmung und Entspannung ein besseres Verständnis für den eigenen Körper zu entwickeln. Dabei beruht das Konzept im Prinzip auf drei Säulen:

Bewegungsübungen (Asanas)

Mithilfe der Körperübungen soll bewusst der Kontakt zum Körper hergestellt werden. Anders als bei Turnübungen kommt es dabei nicht auf Kraft oder Leistung, sondern vielmehr auf langsame und konzentrierte Bewegungen an, die den Körper entspannen und Blockaden lösen. Darüber hinaus sollen die Gelenke beweglicher gemacht, die Wirbelsäule stabilisiert und die Durchblutung – und damit die Versorgung der inneren Organe – positiv beeinflusst werden.

Atemtechniken (Pranayamas)

Spezielle Atemübungen stellen beim Hatha-Yoga eine unterstützende Technik dar, mit der der Atem ausbalanciert und damit Körper und Geist entspannt werden soll. Gleichzeitig können mit Atemübungen die Konzentrationsfähigkeit gesteigert und negative Einflüsse wie Stress abgebaut werden.

Meditationstechniken (Dharayanas)

Über verschiedene Meditationsübungen, die von Anfängern häufig im Lotussitz absolviert werden, soll gelernt werden, sich von äußeren Einflüssen abzuschirmen und die Gedanken ganz auf Körper und Atmung zu konzentrieren.

Yoga als Therapie bei verschiedenen Beschwerden

Yoga sorgt aber nicht nur für körperlichen und geistigen Einklang, sondern kann auch zur Linderung einer Reihe von körperlichen Beschwerden eingesetzt werden. So lässt sich Yoga gezielt gegen Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Müdigkeit, Regelbeschwerden und Verspannungen einsetzten. Dabei ist Yoga nicht an ein bestimmtes Alter oder eine bestimmte körperliche Fitness gebunden, sondern kann von jedem und überall ausgeführt werden. Um Verletzungen zu vermeiden, sollten Ungeübte aber stets auf ihren Körper hören und bei Schmerzen sofort aufhören.

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2 Kommentare

  1. Traude Fauner sagt:

    hab mitgemacht – hat gut getan

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