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Artikelinformationen
MANNIT 15% SERAG GLAS 100 ml

MANNIT 15% SERAG GLAS, 100 ml

MANNIT 15% Serag Inf.Lsg. Glas

Darreichung: Infusionslösung
Inhalt: 100 ml
PZN: 08774362
Hersteller: SERAG-WIESSNER GmbH & Co.KG
  • 10,17 € (inkl. MwSt.)
  • Grundpreis: 10,17 € / 100ml
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Gebrauchsinformationen und sonstige wichtige Hinweise zum Artikel: MANNIT 15% SERAG GLAS

Gebrauchsinformation

Serag-Wiessner KG
Zum Kugelfang 8 - 12
95119 Naila

Mannit-Lösung 15% - Serag

1. Bezeichnung des Arzneimittels
Mannit-Lösung 15% - Serag

2. Zusammensetzung
1000 ml Infusionslösung enthalten:
Arzneilich wirksame Bestandteile:
Mannitol (Ph. Eur.) 150,0 g
Sonstige Bestandteile:
Wasser für Injektionszwecke

Theor. Osmolarität: 823 mOsm/l
pH-Wert: 3,6 - 6,6

3. Darreichungsform und Inhalt
Darreichungsform: Infusionslösung
Inhalt einer Glasflasche: 100 ml oder 250 ml

4. Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise
Lösung zur Osmotherapie

5. Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Serag-Wiessner KG
Zum Kugelfang 8 - 12
95119 Naila
Telefon (0 92 82) 93 70
Telefax (0 92 82) 937-9369

6. Anwendungsgebiete
- Therapie und Prophylaxe eines akuten Nierenversagens infolge Trauma oder Schock nach vorangegangener Probeinfusion
- Hirndrucksenkung bei intakter Blut-Hirn-Schranke
- Osmotherapie zur Hirnödemprophylaxe und -therapie
- Augeninnendrucksenkung (Glaukom)
- Einleitung einer osmotischen Duirese bei Oligurie/Anurie
- Diagnostik der Oligurie/Anurie

7. Gegenanzeigen
- anhaltende Oligurie/Anurie nach Probeinfusion
- kardiale Dekompensation
- Dehydratationszustände
- Lungenödem
- intrakranielle Blutungen
- Hyperhydratation
- Erhöhte Serumosmolarität
- Abflussbehinderung der unteren ableitenden Harnwege
- Störungen der Blut-Hirn-Schranke
Eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte nur nach strenger Nutzen/Risiko-Abschätzung erfolgen.

8. Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Lösung nur zur Osmotherapie geeignet.
Vortestung bei Oligurie/Anurie erforderlich (Probeinfusion).
Kontrollen des Serumionogramms erforderlich.
Kontrollen der Wasserbilanz erforderlich.
Jede osmotische Diurese setzt einen ausreichenden Hydratationszustand voraus.
Vorsicht bei Hypervolämie.
Bei kühler Lagerung kann es zur Bildung von Kristallen kommen, die sich durch leichtes Erwärmen wieder lösen.

9. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Osmotherapeutika eignen sich aufgrund ihrer Konzentration und Dosierung grundsätzlich nicht zum Mischen mit anderen Arzneimitteln.
Mannithaltige Infusionslösungen dürfen nicht im selben Schlauchsystem mit Blut verabreicht werden, da dies zu Pseudoagglutination führen kann.
Mannit-Lösung 15% - Serag vermindert die Serumwerte zahlreicher Elektrolyte. Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithiumpräparaten muss der Lithiumspiegel kontrolliert werden.

10. Warnhinweise
siehe Punkt 8

11. Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Dosierung für die Probeinfusion bei Oligurie/Anurie
Die Zufuhr von 0,2 g Mannitol / kg KG (entspr. 1,3 ml Mannit-Lösung 15% - Serag / kg KG) innerhalb von 5 Minuten sollte zu einer Mindestdiurese von 30 bis 50 ml / h während der folgenden 2 bis 3 Stunden führen. Eine zweite Probeinfusion ist möglich, wenn das Ergebnis des ersten Tests unzureichend war. Bleibt die Diurese weiterhin aus, sind andere therapeutische Maßnahmen einzuleiten.
Richtwerte für die Infusionsgeschwindigkeit
0,1 bis 0,3 g Mannitol / kg KG und Stunde (entspr. 0,7 bis 2 ml Mannit-Lösung 15% - Serag / kg KG und Stunde).
Die maximale Tagesdosis an Mannitol wird bestimmt durch den Flüssigkeitsbedarf, das Ausmaß an Urinausscheidung und die Art sowie den Schweregrad des zu behandelnden Körperzustandes.
Dosierung für die Senkung des Hirndrucks
Innerhalb von 15 Minuten werden 0,5 bis 1 g Mannitol / kg KG infundiert (entspr. 3,3 bis 6,7 ml Mannit-Lösung 15% - Serag / kg KG). Die Wirkung setzt nach ca. 20 Minuten ein. Es wird empfohlen, Mannitol in kleinen Dosen, intermittierend nach Bedarf und nicht kontinuierlich zuzuführen, um Druckanstiege im Schädel und eine rasche osmotische Anpassung des Gehirns zu vermeiden.
Dosierung für die Augeninnendrucksenkung (Glaukom)
Über 15 bis 30 Minuten werden bis zu 2 g Mannitol / kg KG infundiert (entspr. bis zu 13,3 ml Mannit-Lösung 15% - Serag / kg KG).
Bei überhöhter Infusionsgeschwindigkeit und Überdosierung besteht die Gefahr einer akuten Volumenbelastung mit Beeinträchtigung des kardiovaskulären Systems.

Art der Anwendung
Intravenöse Anwendung (zentralvenöse Infusion).
Die Verwendung eines Filterinfusionsbestecks wird empfohlen.
Dauer der Anwendung
Die Lösung wird nach Anweisung des Arztes angewendet.

12. Überdosierung
Symptome der Intoxikation:
Überdosierung führt bei intakter Nierenfunktion zu erhöhter Wasser- und Elektrolyt-Ausscheidung (Na+, Cl -, K+). Durch Natriumchlorid- und Wasser-verluste kommt es zu orthostatischen Störungen mit Tachykardie oder Hypotension und einem Abfall des zentralvenösen Drucks. Kaliumverlust führt zu Störungen der neuromuskulären Erregbarkeit: Adynamie, Reflexabschwächung, Verminderung des Muskeltonus, Parästhesien, Magen-Darm-Atonie, Blasenentleerungsstörungen, Beeinträchtigung der Reizbildung und Reizleitung am Herzen (Arrhythmien, ST-Streckensenkung, T-Abflachung, verlängerte QT-Dauer, TU-Verschmelzungswelle). Bei herabgesetzter Urin-ausscheidung kann es zum Lungenödem und zur Wasserintoxikation kommen.

Therapie:
Unterbrechung der Infusion und ggf. mit verringerter Tropfgeschwindigkeit fortsetzen. Korrektur der Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen. In schweren Fällen sind durch Hämodialyse eine Beseitigung von Mannitol und eine Reduzierung der Osmolarität möglich.

13. Nebenwirkungen
- Störungen im Wasserhaushalt mit Dehydratation
- Störungen im Elektrolythaushalt mit starken Elektrolytverlusten
- Ausbildung eines Lungenödems bei eingeschränkter Nierenfunktion
- Akutes Nierenversagen
- Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock
- Übelkeit mit Erbrechen
- Oberbauchbeschwerden
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheitszustände
- Krämpfe
- Tachykardie
Bei Auftreten von sonstigen Nebenwirkungen sind diese dem Arzt unverzüglich mitzuteilen.

14. Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit
Nach Anbruch des Behältnisses sofort verwenden!
Nach Ablauf des auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden!
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Nur klare Lösungen in unversehrten Behältnissen verwenden.

15. Stand der Information: November 2005
Quelle: www.serag-wiessner.de

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Hinweis unserer Pharmazeuten:

Bitte beachten Sie, dass sofern uns keine Großhandelserlaubnis für apothekenpflichtige Arzneimittel vorliegt, die maximale Versandmenge im Rahmen haushaltsüblicher Mengen 10 Packungen beträgt. Dies gilt jedoch nur, sofern in der obigen Artikelbeschreibung keine andere Höchstmengenangabe vorgenommen wurde.

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Bei diesen Beiträgen handelt es sich um Meinungen unserer Kunden, die eine individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker nicht ersetzen können.

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