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Artikelinformationen
MANNIT 20% SERAG GLAS 100 ml

MANNIT 20% SERAG GLAS, 100 ml

MANNIT 20% Serag Inf.Lsg. Glas

Darreichung: Infusionslösung
Inhalt: 100 ml
PZN: 07268088
Hersteller: SERAG-WIESSNER GmbH & Co.KG
  • 10,98 € (inkl. MwSt.)
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Gebrauchsinformationen und sonstige wichtige Hinweise zum Artikel: MANNIT 20% SERAG GLAS

Gebrauchsinformation

Serag-Wiessner KG
Zum Kugelfang 8 - 12

95119 Naila
Mannit-Lösung 10% und 20%

1. Bezeichnung der Arzneimittel
Mannit-Lösung 10%
Mannit-Lösung 20%

2. Zusammensetzung
Arzneilich wirksame Bestandteile:
Mannit-Lösung 10%
1000 ml Infusionslösung enthalten:
Mannitol (Ph.Eur.) 100,0 g

Mannit-Lösung 20%
1000 ml Infusionslösung enthalten:
Mannitol (Ph.Eur.) 200,0 g
Sonstige Bestandteile:
Wasser für Injektionszwecke

Mannit-Lösung 10%
Theor. Osmolarität (mOsm/l): 550
pH-Wert: 3,6 - 6,6
Mannit-Lösung 20%
Theor. Osmolarität (mOsm/l): 1100
pH-Wert: 3,6 - 6,6

3. Darreichungsform und Inhalt
Darreichungsform: Infusionslösung
Inhalt einer Glasflasche:
Mannit-Lösung 10%: 500 ml
Mannit-Lösung 20%: 100 ml oder 250 ml

4. Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise
Osmotherapeutikum

5. Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Serag-Wiessner KG
Zum Kugelfang 8 - 12
95119 Naila
Telefon (0 92 82) 93 70
Telefax (0 92 82) 937-9369

6. Anwendungsgebiete
- Therapie und Prophylaxe eines akuten Nierenversagens infolge Trauma oder Schock nach vorangegangener Probeinfusion
- Hirndrucksenkung bei intakter Blut-Hirn-Schranke
- Osmotherapie zur Hirnödemprophylaxe und -therapie
- Augeninnendrucksenkung (Glaukom)

7. Gegenanzeigen
- Nach Probeinfusion (siehe Dosierungsanleitung) anhaltende Harnausscheidungsstörung (Oligurie/Anurie)
- Verminderte Herzleistung (kardiale Dekompensation)
- Verlust von Körperwasser (Dehydratationszustände)
- Überwässerung (Hyperhydratation)
- Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge (Lungenödem)
- Gehirnblutungen (intrakranielle Blutungen)
- Abflusshindernis im Bereich der ableitenden Harnwege
- Erhöhte Serumosmolarität

Verwendung in der Schwangerschaft:
Es besteht das Risiko der Überdosierung nach Infusion großer Mengen Mannitol-Lösung infolge Überlastung der Nieren in der Spätschwangerschaft.

8. Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Lösung nur zur Osmotherapie geeignet.
Vortestung (Probeinfusion) bei Oligurie/Anurie erforderlich.
Jede osmotische Diurese setzt einen ausreichenden Hydratationszustand voraus.
Vorsicht ist geboten bei gestörter Blut-Hirn-Schranke.
Die Kontrolle des Serumionogramms und der Wasserbilanz ist erforderlich.
Vorsicht bei Hypervolämie.
Bei kühler Lagerung kann es zur Bildung von Kristallen kommen, die sich durch leichtes Erwärmen wieder lösen.

9. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Mannitol kann Wechselwirkungen mit folgenden Arzneimitteln eingehen:
- Verstärkung der ototoxischen Effekte von Aminoglykosid-Antibiotika
- Steigerung der Wirkung von Tubocurarin und anderer kompetitiv oder depolarisierend wirkender Muskelrelaxantien
- Herabsetzung der Wirkung von oralen Antikoagulantien.
Mannitol-Lösung vermindert die Serumwerte zahlreicher Elektrolyte. Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithiumpräparaten muss der Lithiumspiegel kontrolliert werden.
Infusionslösungen mit Elektrolyten oder Injektionslösungen anderer Arzneistoffe eignen sich nicht zum Mischen mit Mannit-Lösung 10% bzw. Mannit-Lösung 20%, da es zu Ausfällungen kommen kann.

10. Warnhinweise
siehe Punkt 8

11. Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Mannit-Lösung 10%
Dosierung für die Probeinfusion bei Oligurie/Anurie
Die Zufuhr von 0,2 g Mannitol / kg Körpermasse (entsprechend 2 ml Mannit-Lösung 10% / kg Körpermasse) innerhalb von 5 Minuten soll zu einer Mindestharnmenge von 40 bis 50 ml / Stunde über einen Zeitraum von 2 bis 3 Stunden führen. Eine zweite Probeinfusion ist möglich, wenn das Ergebnis des ersten Tests unzureichend war. Bleibt die Diurese weiterhin aus, sind andere therapeutische Maßnahmen einzuleiten.
Richtwerte für die Infusionsgeschwindigkeit
0,1 bis 0,3 g Mannitol / kg Körpermasse / Stunde (entsprechend 1 bis 3 ml Mannit-Lösung 10% / kg Körpermasse / Stunde).
Die maximale Tagesmenge an Mannitol wird bestimmt durch den Flüssigkeitsbedarf, das Ausmaß an Urinausscheidung und die Art sowie den Schweregrad des zu behandelnden Körperzustandes.
Dosierung für die Senkung des Hirndrucks
Innerhalb von 15 Minuten werden 0,5 bis 1 g Mannitol / kg Körpermasse (entsprechend 5 bis 10 ml Mannit-Lösung 10% / kg Körpermasse) infundiert. Die Wirkung setzt nach ca. 20 Minuten ein. Es wird empfohlen, Mannitol in kleinen Dosen, intermittierend nach Bedarf und nicht kontinuierlich zuzuführen, um Druckanstiege im Schädel und eine rasche osmotische Anpassung des Gehirns zu vermeiden.
Dosierung für die Augeninnendrucksenkung (Glaukom)
Über 15 bis 30 Minuten werden bis zu 2 g Mannitol / kg Körpermasse (entsprechend bis zu 20 ml Mannit-Lösung 10% / kg Körpermasse) infundiert.
Bei überhöhter Infusionsgeschwindigkeit und Überdosierung besteht die Gefahr einer akuten Volumenbelastung mit Beeinträchtigung des kardiovaskulären Systems.
Mannit-Lösung 20%
Dosierung für die Probeinfusion bei Oligurie/Anurie
Die Zufuhr von 0,2 g Mannitol / kg Körpermasse (entsprechend 1 ml Mannit-Lösung 20% / kg Körpermasse) innerhalb von 5 Minuten soll zu einer Mindestharnmenge von 40 bis 50 ml / Stunde über einen Zeitraum von 2 bis 3 Stunden führen. Eine zweite Probeinfusion ist möglich, wenn das Ergebnis des ersten Tests unzureichend war. Bleibt die Diurese weiterhin aus, sind andere therapeutische Maßnahmen einzuleiten.
Richtwerte für die Infusionsgeschwindigkeit
0,1 bis 0,3 g Mannitol / kg Körpermasse / Stunde (entsprechend 0,5 bis 1,5 ml Mannit-Lösung 20% / kg Körpermasse / Stunde).
Die maximale Tagesmenge an Mannitol wird bestimmt durch den Flüssigkeitsbedarf, das Ausmaß an Urinausscheidung und die Art sowie den Schweregrad des zu behandelnden Körperzustandes.
Dosierung für die Senkung des Hirndrucks
Innerhalb von 15 Minuten werden 0,5 bis 1 g Mannitol / kg Körpermasse (entsprechend 2,5 bis 5 ml Mannit-Lösung 20% / kg Körpermasse) infundiert. Die Wirkung setzt nach ca. 20 Minuten ein. Es wird empfohlen, Mannitol in kleinen Dosen, intermittierend nach Bedarf und nicht kontinuierlich zuzuführen, um Druckanstiege im Schädel und eine rasche osmotische Anpassung des Gehirns zu vermeiden.
Dosierung für die Augeninnendrucksenkung (Glaukom)
Über 15 bis 30 Minuten werden bis zu 2 g Mannitol / kg Körpermasse (entsprechend bis zu 10 ml Mannit-Lösung 20% / kg Körpermasse) infundiert.
Bei überhöhter Infusionsgeschwindigkeit und Überdosierung besteht die Gefahr einer akuten Volumenbelastung mit Beeinträchtigung des kardiovaskulären Systems.

Art der Anwendung
Mannit-Lösung 10%:
Zur intravenösen Infusion.
Mannit-Lösung 20%:
Zur intravenösen Infusion (Kava-Katheter).
Die Verwendung eines Filterinfusionsbestecks wird empfohlen.
Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.

12. Überdosierung
Symptome der Überdosierung:
Überdosierung führt bei intakter Nierenfunktion zu erhöhter Wasser- und Elektrolyt-Ausscheidung (Na+, Cl -, K+). Durch Natriumchlorid- und Wasser-verluste kommt es zu orthostatischen Störungen mit Tachykardie oder Hypotension und einem Abfall des zentralvenösen Drucks. Kaliumverlust führt zu Störungen der neuromuskulären Erregbarkeit: Adynamie, Reflexabschwächung, Verminderung des Muskeltonus, Parästhesien, Magen-Darm-Atonie, Blasenentleerungsstörungen, Beeinträchtigung der Reizbildung und Reizleitung am Herzen (Arrhythmien, ST-Streckensenkung, T-Abflachung, verlängerte QT-Dauer, TU-Verschmelzungswelle). Bei herabgesetzter Urin-ausscheidung kann es zum Lungenödem und zur Wasserintoxikation kommen.
Therapie der Überdosierung:
Abbruch der Infusion. Kontrolle des Wasser- und Elektrolythaushalts und dessen Korrektur. In schweren Fällen sind durch Hämodialyse eine Beseitigung von Mannitol und eine Reduzierung der Osmolarität möglich.

13. Nebenwirkungen
Nach schneller Infusion können Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände, Krämpfe sowie Tachykardien auftreten. An der Injektionsstelle kann eine Venenentzündung (Thrombophlebitis) entstehen.
Osmodiuretika wie Mannitol können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie mit einer entsprechenden Infusionsgeschwindigkeit (ca. 125 ml in ca. 20-40 Minuten) appliziert werden. Dies ist in jedem Fall mit einer akuten Volumenbelastung des Organismus verbunden, die umso schwerwiegender ist, je geringer die Urinproduktion ist. Vor Beginn einer Osmotherapie mit Mannitol ist ein Nierenversagen infolge Flüssigkeits- bzw. Volumenmangels auszuschließen.
Störungen im Wasserhaushalt mit Dehydratation.
Störungen im Elektrolythaushalt mit starken Elektrolytverlusten.
Ausbildung eines Lungenödems bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Akutes Nierenversagen.
Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock.
Bei Auftreten von sonstigen Nebenwirkungen sind diese dem Arzt unverzüglich mitzuteilen.

14. Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit
Nach Anbruch des Behältnisses sofort verwenden!
Nach Ablauf des auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden!
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Nur klare Lösungen in unversehrten Behältnissen verwenden.

15. Stand der Information: Juni 2005
Quelle: www.serag-wiessner.de

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Hinweis unserer Pharmazeuten:

Bitte beachten Sie, dass sofern uns keine Großhandelserlaubnis für apothekenpflichtige Arzneimittel vorliegt, die maximale Versandmenge im Rahmen haushaltsüblicher Mengen 10 Packungen beträgt. Dies gilt jedoch nur, sofern in der obigen Artikelbeschreibung keine andere Höchstmengenangabe vorgenommen wurde.

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Bei diesen Beiträgen handelt es sich um Meinungen unserer Kunden, die eine individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker nicht ersetzen können.

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