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Was ist Diabetes mellitus?

Trockene Haut, Müdigkeit und starker Durst - die Symptome einer Diabetes-Erkrankung sind unterschiedlich. Weltweit gibt es ca. 350 Millionen Diabetiker. Einigen ist es gar nicht bewusst. Und viele Betroffene wissen nicht, dass es zwei Typen der Krankheit gibt. Während

  • Typ-1-Diabetes nicht heilbar ist und durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird,
  • kann Typ-2-Diabetes durch gesunde Ernährung und Bewegung vorgebeugt werden.

Diabetes kommt schleichend und zu Beginn sind die Beschwerden eher unscheinbar. Lesen Sie hier was Diabetes mellitus im Detail bedeutet und woran Sie die Zuckerkrankheit erkennen. Mehr lesen »


Gesunde Ernährung und Bewegung bei Diabetes


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Diabetes mellitus

Weltdiabetestag

Diabetes ist ein globales Thema. Alljährlich findet dazu am 14. November der Weltdiabetestag statt. Ins Leben gerufen wurde er 1991 von der Internationalen Diabetes-Föderation und der Weltgesundheitsorganisation. Der 14. November wurde gewählt, weil an diesem Tag Frederick G. Banting geboren wurde, einer der Entdecker des Insulins. Seit 2007 ist der Weltdiabetestag auch offizieller Tag der Vereinten Nationen. Denn Diabetes ist ein weltweites Problem:

  • ca. 350 Millionen Menschen sind an Diabetes erkrankt,
  • alle zehn Sekunden kommen zwei weitere Erkrankte dazu und
  • alle zehn Sekunden stirbt ein Mensch an Diabetes mellitus.

Etwa 500.000 Kinder sind von Typ-I Diabetes betroffen. Allein in Deutschland gibt es ungefähr 8 Millionen Erkrankte, von denen sich 1,56 Millionen täglich Insulin spritzen müssen. Die Prognosen sehen düster aus: Bis 2035 könnten weltweit fast 600 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sein.

Weltweit finden rund um den 14. November Veranstaltungen statt, die unterschiedliche Aspekte der Stoffwechselerkrankung beleuchten. In Deutschland wird die zentrale Veranstaltung alljährlich von der Deutschen Diabetes-Hilfe zusammen mit der Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes organisiert.


Was ist Diabetes mellitus?

Mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland haben einen dauerhaft zu hohen Blutzuckerwert – ein Kennzeichen für Diabetes mellitus. Umgangssprachlich ist Diabetes mellitus auch als Zuckerkrankheit oder einfach nur als "Zucker" bekannt. Dieser Begriff ist darauf zurück zu führen, dass unbehandelte Diabetiker mit ihrem Urin Zucker ausscheiden und dieser dadurch süßlich schmeckt. In der Antike wurde deshalb die Diagnose sogar durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt. Diabetes mellitus ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen.

Um Diabetes mellitus festzustellen, misst man den Zuckergehalt im Blut vor der ersten Nahrungsaufnahme und während des Tages. Der HbA1c-Wert zeigt, ob der Blutzuckerspiegel in den letzten 2 bis 3 Monaten zu hoch war.


Woran erkenne ich Diabetes mellitus?

Zu Beginn der Erkrankung treten bei Typ 1 & Typ 2 Diabetes kaum oder gar keine Symptome auf. Je weiter die Krankheit voranschreitet, desto deutlicher werden die Symptome.

Typische Anzeichen sind u.a.:

  • Häufiges Wasserlassen.
  • Starker Durst.
  • Trockene Haut.
  • Müdigkeit.
  • Gewichtsverlust.
  • Schlecht heilende Wunden.
  • Steigende Infektionsanfälligkeit.
  • Azetongeruch im Atem.


Kann Diabetes vorgebeugt werden?

Während man Typ-1-Diabetes nicht vorbeugen oder heilen kann, kann ein gesunder Lebensstil bis zu 70 Prozent aller Typ-2 Diabetes Fälle verhindern. Dabei muss man sich nicht ausschließlich von teurer Biokost ernähren: Rund 1,33 Euro pro Kopf und Tag reichen, um die Ernährung effektiv umzustellen und die Risikofaktoren zu senken. Auf dem Speiseplan sollten

  • Blattgemüse,
  • frische Früchte,
  • Vollkornlebensmittel,
  • mageres Fleisch,
  • ungesüßte Joghurts und Nüsse

stehen. Gemieden werden müssen rotes und verarbeitetes Fleisch, Fruchtsäfte und süße Getränke sowie Kartoffeln und Reis. Auch Fast Food und exzessiver Alkoholkonsum sind tabu. Wer die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung berücksichtigt und auf frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und mäßigen Fleischkonsum setzt, der minimiert auch sein Risiko, an Diabetes zu erkranken.


Diabetesformen

Im Wesentlichen werden zwischen zwei Formen von Diabetes mellitus unterschieden: Diabetes Typ-1 und Diabetes Typ-2. Des Weiteren gibt es noch andere seltenere Diabetes-Sonderformen und den sog. Schwangerschaftsdiabetes.


Was ist Typ-1-Diabetes?

Bei Diabetes mellitus Typ-1 besteht ein absoluter Insulinmangel. Bestimmte Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin herstellen, sind hier zerstört. Insulin ist jedoch notwendig, damit Zucker, der über die Nahrung ins Blut gelangt, von den Zellen aufgenommen und verarbeitet werden kann. Ist jedoch zu wenig Insulin im Körper vorhanden, so verbleibt der Zucker im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt. Meist beginnt dieser Diabetes Typ schon in der Jugend und führt später zu ausgeprägten Beschwerden.

Ursachen

Die Ursachen der Erkrankung sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Die Autoimmunreaktion entsteht möglicherweise durch bestimmte Umwelteinflüsse oder ist erblich bedingt. Zudem beobachten Fachärzte, dass die Typ-1-Diabetiker zuvor an einer harmlosen Infektionskrankheit gelitten haben. Ein populäres Beispiel dafür ist der Gewichtheber Matthias Steiner, der im Alter von 18 Jahren nach einer Mandelentzündung plötzlich an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankte.



Behandlung

Typ 1 ist nicht heilbar. Die Diabetes-Therapie, auch Insulintherapie genannt, erfolgt ein Leben lang. Das fehlende Insulin wird dem Körper mittels Spritzen zugeführt.

Insulintherapie


Was ist Typ-2-Diabetes?

Der Diabetes Typ-2 wurde früher auch Altersdiabetes genannt, da er vorwiegend ältere Menschen betraf. Da jedoch zunehmend auch immer mehr jüngere Menschen und sogar Kinder von dieser Erkrankung betroffen sind, wird dieser Begriff heute nicht mehr verwendet. Anders als beim Diabetes Typ-1 wird beim Typ-2-Diabetes zwar zunächst noch Insulin produziert, doch die Körperzellen reagieren nur noch vermindert auf das Insulin. Es kommt zu einer sogenannten Insulinresistenz, also einer Unempfindlichkeit. Um die Glukose aus dem Blut zu verarbeiten, wird zunächst vom Körper mehr Insulin freigesetzt. Auf lange Sicht erschöpfen die Beta-Zellen allerdings, der Stoffwechsel entgleist und die Blutzuckerwerte steigen an.

Ursachen

Ungesunde Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel zählen zu den Verursachern des Typ-2-Diabetes. Es wird davon ausgegangen, dass 80 bis 90 Prozent aller Typ-2-Diabetiker übergewichtig sind. Die Zuckerkrankheit wird oft nur zufällig entdeckt, da sich die Erkrankung zu Beginn schleichend zeigt und die Symptome erst sehr spät bemerkt werden.



Früherkennung

In fast allen Fällen kann ein Typ-2-Diabetes verhindert werden. Aus diesem Grund konzentrieren sich Ärzte weltweit auf Vorbeugung und Früherkennung. Frühzeitig erkannt, können Folgeerscheinungen, wie

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Schlaganfall),
  • Nervenschäden an Füßen (z.B. Diabetischer Fuß) oder
  • Netzhautschäden

vermieden werden. Forscher raten daher Risikopatienten unbedingt, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

Behandlung

Typ-2-Diabetiker sollten Ihrer Gesundheit zuliebe, Ihren Lebensstil ändern. Im Fokus sollte eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung stehen. Ist dies nicht erfolgreich können Betroffene auf eine medikamentöse Therapie oder Insulintherapie zurückgreifen.



Was ist Schwangerschaftsdiabetes?

Die Zuckerkrankheit gehört mit 4 % zu den häufigsten Begleiterkrankungen in der Schwangerschaft. Meistens verschwindet Schwangerschafts- bzw. Gestationsdiabetes unmittelbar nach der Geburt von selbst wieder. Das Tückische am Schwangerschaftsdiabetes ist, dass er sich nicht durch Beschwerden bemerkbar macht. Der Arzt stellt die Diagnose, wenn es beim Zuckerbelastungstest in der 24. und 27. Woche der Schwangerschaft erstmals zu erhöhten Blutzuckerwerten kommt. Für die Regulation des Blutzuckerspiegels ist das Hormon Insulin notwendig, welches die Bauchspeicheldrüse produziert. Vor allem in der 2. Hälfte der Schwangerschaft wird eine größere Menge Insulin benötigt und wenn ungenügend davon produziert wird, steigt der Blutzucker. Nach der Geburt sinkt der Insulinbedarf und der Blutzuckerspiegel normalisiert sich.

Behandlung

Eine Erkennung und Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes ist sehr wichtig, da ein nicht unwesentlicher Teil der betroffenen Mütter im späteren Leben an einer bleibenden Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) leidet. Das Risiko kann deutlich gesenkt werden, wenn Sie Ihren Lebensstil der Erkrankung anpassen.
Schwangerschaftsdiabetes wird meistens in Form einer Ernährungsumstellung behandelt. Im Vordergrund stehen dabei vor allem die Reduktion der aufgenommenen Kalorien sowie die Begrenzung von Kohlenhydraten. In seltenen Fällen ist eine Insulintherapie notwendig.



Risikofaktoren

Ein höheres Risiko an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, haben vor allem übergewichtige Frauen mit mangelnder Bewegung und/oder ungesunder Ernährung. Als weitere Risikofaktoren gelten familiäre Vorbelastung, Spätgebärende (über 35 Jahre), wenn man ein Kind mit hohem Geburtsgewicht zur Welt gebracht hat (über 4 kg) oder an bestimmten Erkrankungen, wie dem polyzystischen Ovarsyndrom, leidet.

Vorbeugung

Achten Sie darauf Weißmehlprodukte und Zucker zu meiden. Denken Sie daran, dass auch viele Obstsorten jede Menge Zucker enthalten und kombinieren Sie Früchte daher mit fettarmen Milchprodukten. Ergänzen Sie Ihren Speiseplan mit ausreichend rohem und gekochtem Gemüse. Essen Sie lieber mehrere, aber überschaubare Portionen am Tag und verteilen Sie die Kohlenhydrate gleichmäßig. Eine Mahlzeit sollte aus 50 % Kohlenhydraten, 20 % Eiweiß und 30 % gesunden Fetten bestehen. Eine gezielte Nahrungsergänzung mit Mikronährstoffen sichert die Versorgung von Mutter und Kind.


Ein Leben mit der Diagnose Diabetes

Wie messe ich den Blutzucker?

Für jeden Diabetiker ist es wichtig seine Blutzuckerwerte im Auge zu behalten. Eine genaue Selbstmessung des Blutzuckers erfolgt durch Blutzuckermessgeräte. Mit den Teststreifen bestimmen Sie den Zucker im Urin. In unserem Shop finden Sie Blutzuckermessgeräte, Blutzuckerteststreifen und weiteres Diabetiker-Zubehör.

Blutzuckermessgerät


Worauf sollte ich im Alltag achten?

Die Diagnose Diabetes mellitus schockiert bzw. verunsichert zunächst. Neben Fragen zu Therapieansätzen, zur Überwachung und zu möglichen Komplikationen müssen Betroffene lernen mit der Zuckerkrankheit umzugehen und Diabetes in den Alltag zu integrieren. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Ernährung, Sport, Schwangerschaft und Reisen.
Diabetiker können ein fast normales Leben führen. Der Umgang mit der Krankheit erfordert jedoch einiges an Sorgfalt, Disziplin und Selbstmanagement.

Eine gesunde Lebensweise dient dabei nicht nur der Prävention; auch Diabetiker profitieren von mehr Bewegung und einer Ernährungsumstellung. Denn körperliche Aktivität und eine Gewichtsreduktion sorgen dafür, dass die Insulinempfindlichkeit der Zellen verbessert wird.
Bewegung muss dabei kein Leistungssport sein. Schon mit den berühmten 10.000 Schritten integrieren Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag. Ein Schrittzähler kann hier eine wichtige Motivationshilfe sein. Langfristig sollten Sie regelmäßig mehr Sport treiben: Ideal ist eine Kombination von Ausdauersportarten wie Walken oder Schwimmen mit Krafttraining.


Diabetes-Therapie mit Zimt

Zimt - das steckt dahinter

Zimt ist seit einiger Zeit beim Kampf gegen Diabetes im Gespräch. Dabei gibt es zwei Arten von Zimt, den echten Ceylon-Zimt und den Kassiazimt, auch chinesischer Zimt genannt. Die Wirkstoffe des Zimts stecken in seiner Rinde. Diese enthält 0,5 bis vier Prozent ätherisches Öl. Das Öl besteht zum Großteil aus Zimtaldehyd und Eugenol. Das als natürliche Duft- und Aromastoff bekannte und kritisch bewertete Cumarin kommt im Ceylon-Zimt nur in niedriger Konzentration vor, der chinesische Zimt soll im Vergleich eine höhere Konzentration Cumarin enthalten. Zimt regt die Verdauung an und fördert den Appetit. Er wird darüber hinaus als Waffe beim Abnehmen gepriesen und soll außerdem den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Laborversuche haben ergeben, dass Zimt die Freisetzung von Insulin erhöht. Pharmakologische Untersuchungen kommen zum Ergebnis, dass die Inhaltsstoffe im Zimt die Glukoseaufnahme in peripheren Geweben erhöhen. Diese Effekte sind vergleichbar mit denen der in der Diabetes-Therapie eingesetzten Antidiabetika. Eine Kombination aus Zimtrinde und den Mikronährstoffen Niacin (Vitamin B3) und Chrom in ausgewogener Dosierung kann die Insulinsensibilität der Zellen unterstützen, den Insulinbedarf senken und dadurch den Langzeitzuckerwert positiv beeinflussen.


Zimt zur Senkung des Blutzuckerspiegels

Erste Humanstudien haben gezeigt, dass Zimt durchaus zu einer Senkung des Blutglukosespiegels bei Typ-2-Diabetikern beitragen kann. In der Apotheke ist Zimt in anwenderfreundlicher Darreichung als Tabletten oder Kapseln als Diätetisches Lebensmittel erhältlich. Es handelt sich um hochwertige Präparate in gewohnter Apothekenqualität. Bei noch nicht manifestem Diabetes Typ 2 ohne medikamentöse Vorbehandlung können solche Zimtpräparate gegebenenfalls mit Erfolg eine erste Therapieoption sein. Die maximale Dosierungsempfehlung der Hersteller sollte hier nicht überschritten und der Blutzuckerspiegel kontrolliert werden.

Werden bereits vom Arzt verordnete Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels eingesetzt, könnte die zusätzliche Einnahme von Zimt in ungünstiger Fallkonstellation eine Unterzuckerung zur Folge haben. Deshalb wird empfohlen, den Blutzuckerwert regelmäßig zu kontrollieren. Halten Sie bitte unbedingt mit Ihrem Arzt Rücksprache, bevor Sie zusätzlich Zimt als diätetische Nahrungsergänzung einnehmen.



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