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Kaufmann/-frau im E-Commerce - Erster Ausbildungsberuf für die digitale Wirtschaft

Lutherstadt Wittenberg, 28.02.2020

  • Neue Berufe müssen entwickelt und angepasst werden.
  • Der Inhalt der Ausbildung ist vielseitig.
  • myCARE ist einziger Ausbildungsbetrieb für Kaufleute im E-Commerce in Sachsen Anhalt.

Warum wurde der neue Ausbildungsberuf überhaupt geschaffen?

Björn Bosse: Die bisher für den Handel und die Vermarktung von Dienstleistungen verfügbaren Ausbildungsberufe sind im Zuge der Digitalisierung nicht passgenau. Durch E-Commerce entstehen neue Prozesse und Geschäftsmodelle mit eigenen Arbeitsweisen und Vorgängen. Für diese sind eigene, umfassende Ausbildungsinhalte notwendig.

Wer hat die Ausbildungsinhalte entwickelt?

Bosse: An der Entwicklung des für Branchen wie Groß- und Einzelhandel, Tourismus, Banken und Versicherungen so wichtigen Berufsbilds durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) waren viele Interessengruppen beteiligt. In einem zweijährigen Prozess haben sie gemeinsam das Tätigkeitsprofil, die Rahmenbedingungen und die Lerninhalte des ersten für die digitale Wirtschaft geschaffenen Berufs entwickelt.

Was lernen Kaufleute im E-Commerce, was in anderen kaufmännischen Ausbildungsberufen nicht vermittelt wird?

Bosse: Im ersten Ausbildungsdrittel beschäftigen sich die Auszubildenden mit Produktdaten und lernen Tools zur Analyse des Kundenverhaltens kennen. Im zweiten Jahr stehen Service und Prozesse im Mittelpunkt: Wie gehen die angehenden Kaufleute im E-Commerce mit Kundenanfragen um, wie läuft die Kommunikation auf verschiedenen Kanälen wie Chats, WhatsApp, E-Mail und Telefon. Eine große Rolle spielt natürlich auch das Thema Recht und Fair Play im Internet. Das dritte Ausbildungsjahr ist der Prozesssteuerung gewidmet: Marketing, Newsletter, Customer Journey usw. Schon in der Ausbildung lernen die Azubis, dass sich ihre Arbeitsweisen und Arbeitsprozesse ständig weiterentwickeln und verändern.

Welche Unternehmen können den neuen Ausbildungsberuf ausbilden?

Bosse: Schwerpunktmäßig Handelsunternehmen. Daneben kommen aber auch andere Branchen in Betracht, zum Beispiel Tourismus, Hotel- und Gastronomie, Chemie, Metall sowie Banken, Versicherungen und Verlage. Wichtig ist, dass das Unternehmen bereits Waren und/oder Dienstleistungen online anbietet und über Ausbildungspersonal verfügt, das den E-Commerce des Unternehmens fachlich betreut.

Jasmin Schulze, Lea Weiner und Vanessa Schulz lernen bei myCare den Beruf Kauffrau im E-Commerce und das werden sicher nicht die Letzten sein.

„Fachkräfte von morgen auszubilden, ist für uns eine wichtige Angelegenheit. Im Landkreis Wittenberg sind wir sogar der einzige Ausbildungsbetrieb für Kaufleute im E-Commerce. Da wir mehrere Online-Apotheken betreiben, erlernt jede unserer drei Auszubildenden an einem eigenen Projekt alle Geschäftsprozesse im E-Commerce. Dank dem Ehrgeiz, den unsere Azubis an den Tag legen, freuen wir uns bereits jetzt darauf, dass sie sich in wenigen Jahren gemeinsam mit uns den digitalen Herausforderungen stellen.“

Madlen Schaller-Bock

Leitung Marketing bei der Online-Apotheke myCARE aus der Lutherstadt Wittenberg

Pressekontakt:

Franziska Büttner, presse@mycare.de