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Welche Allergie-Typen gibt es?

Von Marcus Schulze, Apotheker bei mycare.de
Aktualisiert: 10.02.2021

Allergie-Typen

Nicht jede Allergie hat die gleichen Symptome, nicht bei jedem treten die Krankheitszeichen sofort beim Kontakt mit dem Allergen in Erscheinung. Darum werden vier Typen unterschieden:

Typ-I-Allergie

Typisch hierbei ist, dass die Symptome innerhalb von Minuten bis Stunden auftreten. Die meisten Allergien gehören zu diesem Typ – unter anderem der Heuschnupfen oder allergisches Asthma. Die als Heuschnupfen oder allergische Rhinokonjunktivitis bekannte Pollenallergie ist die häufigste allergische Erkrankung. Sie tritt meist nur saisonal auf. Dauern die Beschwerden das ganze Jahr über an, handelt es sich um eine Hypersensibilität auf Allergene, die das ganze Jahr präsent sind, zum Beispiel Tierhaare oder Schimmelpilze. Zur Behandlung gegen Heuschnupfen, das von der Hypersensibilität ausgelöste Asthma und weitere allergische Reaktionen des Typ I stehen sogenannte Antihistaminika zum Einnehmen als Tabletten, Tropfen oder Saft, sowie verschiedene Augentropfen und Nasensprays, einzeln oder in der Kombinationspackung, zur Verfügung.

Typ-II-Allergie

Dieser Allergie-Typ ist sehr selten. Zu den typischen Erkrankungen zählen Blutunverträglichkeiten bei Transfusionen oder die Rhesusfaktorunverträglichkeit bei Neugeborenen. Bei diesem Typ werden die Zellen selbst geschädigt. Die Antikörper, die gebildet werden, greifen körpereigene Zellen an. Folgen dieser Reaktion können Blutarmut oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein.

Typ-III-Allergie

Arthritis oder Vaskulitis können durch diesen Typ ausgelöst werden. Das Typische hierbei ist, dass die allergischen Reaktionen nicht sofort in Erscheinung treten, sondern erst nach Stunden oder Tagen. Die Reaktionen können außerdem lokal begrenzt sein. Nahrungsmittelallergien gehören teilweise zu diesem Typ, können aber auch als Typ-I auftreten.

Typ-IV-Allergie

Antikörper spielen bei Typ IV keine Rolle. Stattdessen wird durch die Allergene, die sich direkt an die Körperzellen anlagern, die körpereigene Immunabwehr aktiviert. Dadurch kann eine heftige Überempfindlichkeitsreaktion entstehen. Dies tritt zum Beispiel bei Kontaktdermatitis auf. Diese Form kann durch verschiedene Allergie auslösende Stoffe entstehen, mit denen bevorzugt bestimmte Berufsgruppen in Berührung kommen. Beispiele hierfür sind Mehlstaub, Gummi, Latex oder Farbstoffe. Ein Merkmal dieses Allergietyps ist die zeitversetzte Reaktion. Bis zu 3 Tage nach Kontakt mit dem Allergen kann eine allergische Reaktion ausgelöst werden.

Autor Apotheker Marcus Schulze

Über unseren Autor:

Marcus Schulze | Apotheker in der Kreisel-Apotheke
Ich bin seit 2016 Apotheker und seit Mitte 2017 bei mycare in der Kreisel-Apotheke tätig. Ich berate gerne umfassend zu allen Gesundheitsfragen. Durch ständiges Lernen nach dem Studium erweitere ich meine Beratungskompetenzen abseits der üblichen Medikamente, um so dem Kunden ein breites Wissen anbieten zu können. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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