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Wie erkenne ich eine Blasenentzündung?

Von Martin Schulze, Apotheker bei mycare.de
Aktualisiert: 12.07.2021

Blasenentzündung

Auslöser einer Blasenentzündung sind in den meisten fällen Bakterien. Die Bakterien gelangen meist über Schmierinfektion vom After oder Stuhl in die Harnröhre. Wird nach dem Stuhlgang fälschlicherweise vom After in Richtung Vagina gesäubert, können Bakterien vom After in die Harnröhre und von dort in die Blase gelangen. Schmierinfektionen werden aber auch durch Geschlechtsverkehr verursacht. Nebenwirkungen bestimmter Medikamente oder eine Bestrahlungstherapie können ebenfalls eine Blasenentzündung verursachen. Typische Symptome sind brennen beim Wasserlassen, starker Harndrang, häufiges Wasserlassen kleiner Mengen Urin, Schmerzen im Unterbauch oder trüber Urin.

Die Reizblase

Die Reizblase ist keine Krankheit an sich, sondern ein Symptomkomplex, der ähnliche Symptome wie eine Blasenentzündung aufweist. Durch verkrampfen der Blasenmuskulatur entsteht ein plötzlicher Harndrang. Welche genauen Ursachen zu einer Reizblase führen, ist nicht bekannt. Bei der Reizblase liegen im Gegensatz zu Erkrankungen des Harntraktes, keine körperlichen Ursachen vor. Im Vordergrund steht bei dieser Erkrankung ein fast überfallartiger und häufiger Harndrang mit und ohne Urinabgang. Eine Reizblase kann grundsätzlich Frauen und Männer treffen. Auslöser können physische Belastungen, hormonelle Veränderungen, Kälte-und Nässereiz oder immer wiederkehrnde Entzündungen der Blase sein.

Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH)

BPH bezeichnet eine gutartige Prostata-Vergrößerung. Der Prozess beginnt etwa ab dem 40. Lebensjahr. Dabei wächst das Drüsengewebe der inneren Zone und engt die Harnröhre nach und nach immer stärker ein. Der Harn kann nicht mehr ungehindert abfließen. Die Harnblase kann auch bei großer Anstrengung nicht mehr vollständig entleert werden. Es verbleibt Restharn der langfristig zu Infektionen von Blase und ableitenden Harnwegen führt. Die Störung des Gleichgewichts zwischen den männlichen und den weiblichen Hormonen - Androgene und Östrogene- spielt bei der Entstehung eine wesentliche Rolle. Symptome sind häufiger Harndrang, vermehrtes nächtlichens Wasserlassen, Harnstottern, schwacher Harnstrahl und Gefühl der unvollständigen Entleerung. Je nach schwere der Symptome wird die BPH in vier Stadien eingeteilt. In der Selbstmedikation sollten nur die Stadien 1 und 2 behandelt werden.

Autor Apotheker Martin Schulze

Über unseren Autor:

Martin Schulze | Leitung Versandapotheke
Seit über 10 Jahren bin ich Apotheker bei mycare.de. Ich versorge, berate und informiere über Arzneimittel, Medizinprodukte und apothekenübliche Produkte. Dazu gehören auch Leistungen im Rahmen der Gesundheitsförderung und der Vorbeugung von Krankheiten.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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