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Frieren Frauen schneller als Männer?

Von Daniela Curwy, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 16.11.2020

Frieren Frauen schneller als Männer?

Steht die kalte Jahreszeit vor der Tür scheinen besonders Frauen die Kälte deutlich stärker zu empfinden als Männer. Doch was steckt hinter dem Klischee, dass Frauen eher frieren als Männer und woran könnte das liegen?

Die Gründe dafür sind unterschiedlich:

  • geringere Muskelmasse
  • kleinere Körpergröße
  • dünnere Oberhaut

Frauen spüren die Kälte häufig zunächst in den Extremitäten, wie zum Beispiel den Händen und Füßen. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System des menschlichen Körper, um die Energie auf die Körpermitte zu konzentrieren. Lesen Sie weiter wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, weshalb Frauen schneller frieren und was man dagegen tun kann.

Darum frieren Frauen schneller

Es ist tatsächlich so, dass Frauen eher frieren als Männer. Die Gründe dafür sind vielfältig. Prinzipiell produzieren die meisten Frauen weniger Wärme, da sie über eine deutlich geringere Muskelmasse verfügen als Männer. Dank dem Hormon Testosteron verfügen Männer über bis zu 25 Prozent mehr Muskelmasse als Frauen. Muskeln sind grundlegend durchgehend durchblutet und produzieren deshalb zu jeder Uhrzeit Wärme. Da Männer über mehr Muskelmasse verfügen und damit mehr Wärmeenergie freisetzen können, frieren sie auch weniger. Der weibliche Körper hingegen wurde mit einem höheren Fettanteil ausgestattet. Dies sorgt zwar nicht für eine direkte Wärmeproduktion, kann aber immerhin isolieren. Allerdings trainieren sich viele Frauen diesen höheren Fettanteil im Laufe des Lebens oftmals ab.

Auch die Körpergröße spielt neben der Muskelmasse eine Rolle bei der Kälteempfindlichkeit. Frauen sind in der Regel kleiner als Männer. Sie haben daher oftmals ein unausgeglichenes Verhältnis von Körperoberfläche welches dafür sorgt, dass der kleinere Körper eine höhere Menge an Wärme abstrahlt. Vorteilhaft ist dieser Effekt in den Sommermonaten, aber bei niedrigen Temperaturen kann es zu dazu führen das Frauen eher frösteln.

Die Männer haben im Körperaufbau einen weiteren Vorteil. Die Oberhaut des Mannes ist im Schnitt um 15 Prozent dicker als die Haut der Frauen. Dies wirkt sich direkt auf die Körperwärme aus, da die Wärmeabstrahlung bei Männern dadurch reduziert wird.

Warum frieren Hände und Füße oftmals zuerst?

Menschen die zu kalten Füßen oder Händen neigen gehen oftmals davon aus, dass es am Wetter liegt. Allerdings können kalte Extremitäten ein Hinweis unseres Körpers auf eine Krankheit sein. Die Ursache für kalte Hände und Füße ist unabhängig davon immer gleich: es kommt zu einer Verengung der Blutgefäße, wodurch die Durchblutung gestört und weniger Wärme produziert wird.

In den Wintermonaten drosselt der Körper seine Temperatur in den Gliedmaßen und fokussiert die Energie auf die Körpermitte. Hände und Füße werden dann weniger stark durchblutet, wodurch diese Kalt werden. Der Körper vernachlässigt zunächst die Extremitäten indem er versucht die Organe im Brust- und Bauchbereich sowie das Gehirn mit einer höheren Blutzufuhr zu versorgen, damit die Körpertemperatur bei 37 Grad gehalten werden kann.

Bei Frauen konzentriert der Körper seine Energie in besonderem Maße auf die Körpermitte. Der Grund dafür liegt in der Fortpflanzung. Um eventuellen Nachwuchs zu schützen werden zunächst die Bereiche in Bauch und Brust besser durchblutet, um dort mehr Wärme zu erzeugen. Die Körpertemperatur soll möglichst hoch gehalten werden, damit das Baby bestmöglich versorgt werden kann.

Auch eine mögliche Erkrankung des Körpers kommt in Frage, wenn Sie häufig unter kalten Händen und Füßen leiden, wie beispielsweise:

  • niedriger Blutdruck
  • Durchblutungsstörungen
  • verkalkte Gefäße

Sollten neben kalter Haut weitere Symptome hinzukommen, empfiehlt es sich einen Arzt zu konsultieren.

Ist frieren gefährlich?

Sollten Sie häufig und über längere Zeiten hinweg frieren, kann dies unter Umständen Auswirkungen auf Ihren Körper haben. Generell gilt, dass unser Immunsystem bei niedrigen Temperaturen anfälliger für Infektionen und Krankheiten ist. Große Kälte ist auch für das Herz ein Problem, denn es ist einer höheren Belastung als gewöhnlich ausgesetzt. Der Grund dafür ist, dass der Körper unter Stress steht wenn er zu kalt wird. Das führt zu einem zusammenziehen der Gefäße, einem höheren Adrenalinspiegel und zu einer gesteigerten Pulsfrequenz. Besonders Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder Herzkrankheiten sollten deshalb körperliche Anstrengungen vermeiden und den Körper warm halten.

Unser Tipp gegen das Frösteln: Kuscheln Sie sich warm und genießen Sie Tee

Winterzeit ist Kuschelzeit: Während draußen Nass-Kaltes Wetter vorherrscht, machen Sie es sich mit einem warmen Tee, einem Kakao mit Marshmallows und Ihren liebsten auf dem Sofa gemütlich. Wussten Sie, dass Kuscheln nicht nur warm hält, sondern auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann? Es hilft unserer Psyche dabei Stress abzubauen, Ängste zu verringern und stärkt sogar das Immunsystem. Denn die Wärme die beim Kuscheln erzeugt wird, erweitert die Blutgefäße wodurch die Durchblutung gesteigert wird und der Körper besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden kann. Sogar das Herz kann positiv beeinflusst werden. Eine Studie aus den USA zeigt, dass beim regelmäßigen Kuscheln der Pulsschlag und der Blutdruck langfristig gesenkt werden. Dieser Effekt schont das Herz und schützt zugleich vor späteren Schäden.

Sollten Sie sich bei kalten Temperaturen doch vor die Tür wagen empfehlen wir das sogenannte Zwiebelsystem. Denn vor der Kälte gibt es keinen besseren Schutz als warme Kleidung, um die Körperwärme am Körper zu halten. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass durch die Kleidung keine Feuchtigkeit entsteht, zum Beispiel beim Schwitzen. Achten Sie auf atmungsaktive Kleidung. Bei dem Zwiebelsystem werden mehrere Schichten von Kleidung getragen, welche je nach Temperatur (zum Beispiel beim Einkehren in eine warme Gaststube) mühelos wieder abgelegt werden können.

Bereiten Sie sich Tee in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zu. Genießen Sie seine Aromen und die Wärme, die er im Körper verbreitet. Je nach Geschmacksrichtigung wird er sie auch mal gedanklich entführen und träumen lassen. Ob Zuhause oder unterwegs, mit einer warmen Tasse in der Hand sind Sie gegen Kälte gewappnet.

Autorin PTA Daniela Curwy

Über unsere Autorin:

Daniela Curwy | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit 16 Jahren bin ich als Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Ich sehe mich als Ansprechpartner für Gesundheit bzw. den Erhalt der Gesundheit. Daher bilde ich mich gerne weiter für die optimale Beratung der Patienten, sowie der passenden Produktauswahl und nehme an Fortbildungen teil. Beraten liegt mir im Blut und macht mir einfach Spaß.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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