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Wie gefährlich ist West-Nil-Fieber?

Von Daniela Curwy, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 29.09.2020

Wie gefährlich ist West-Nil-Fieber?

Was ist das West-Nil-Fieber?

Bei dem West-Nil-Fieber handelt es sich um eine Erkrankung, welche durch das sogenannte West-Nil-Virus (WNV) hervorgerufen wird. Es ist eine akute, oft grippeähnliche Erkrankung, welche von nachtaktiven Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit bricht etwa drei bis sechs Tage nach dem Stich durch eine infizierte Mücke aus. Das WNV gehört weltweit zu den verbreitetsten Flaviviren. Es ist eine endemische Zoonose, welche in verschiedenen Regionen der Welt vorkommt. Unter Zoonose versteht man, dass die Erkrankung sowohl bei Menschen als auch bei Tieren auftreten kann. Alle Erdteile sind mittlerweile von dem Virus betroffen, allerdings in einem unterschiedlichen Ausmaß. In Afrika, Israel, dem mittleren Osten, Indien, Teilen Südostasiens und auch in Teilen von Nord- und Südamerika ist das Virus verbreitet. Nichts desto trotz konnten auch in Teilen Europas Infektionen festgestellt werden.

Wie wird das West-Nil-Virus übertragen?

Das West-Nil-Virus gelangt aus den Tropen durch Zugvögel über das Mittelmeer nach Europa. In Südeuropa wird das Virus bereits seit längerer Zeit im Sommer übertragen und kann dabei auch vor Ort überwintern. Betroffen sind Norditalien, Südfrankreich, weite Teile des Balkans, Ungarn, Teile von Tschechien sowie die Slowakei, die Türkei und Österreich. Die Zugvögel dienen dabei als Wirte für den Virus, welche den Erreger auf die Stechmücken übertragen. Im August 2018 konnte WNV erstmals in Deutschland bei Vögeln und Pferden festgestellt werden. Im Jahr 2019 wurden dann auch erstmals einige durch Mücken übertragene Erkrankungsfälle beim Menschen registriert. Hauptsächlich wird das Virus durch Stechmücken übertragen. Neben Menschen können auch andere Säugetiere (besonders Pferde) an dem West-Nil-Fieber erkranken. Bisher konnte man WNV bei über 43 verschiedenen Stechmückenarten nachweisen, vor allem bei der sogenannten "Culex"-Gattung. Neben dem Stich einer Mücke sind auch der direkte Blutkontakt zu infizierten Tieren, Organtransplantationen, sowie Bluttransfusionen mögliche Infektionswege.

Welche Symptome treten bei einer Erkrankung mit dem West-Nil-Fieber auf?

Bei den meisten bleibt die Infektion mit dem WNV unbemerkt und es treten keine Symptome auf. Menschen, bei denen die Erkrankung zum Vorschein kommt, leiden häufig an grippeähnlichen Symptomen wie:

  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Bindehautentzündung
  • Lymphknotenschwellung
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen

Nachdem der erste Fieberschub überstanden ist, kommt es dann oftmals zu einer Besserung der Symptome. Jedoch kann das Fieber dann erneut ansteigen. Dies nennt man auch einen biphasischen Verlauf. Bei ca. ein drittel der Erkrankten tritt an der Brust, den Armen und auf dem Rücken ein Hautausschlag auf, welcher ohne Schuppung abheilt. Bei einigen Erkrankten kann sich nach einer Infektion mit dem West-Nil-Virus auch eine Hirn- oder Hirnhautentzündung entwickeln. Für gewöhnlich endet die Erkrankung nach etwa sieben Tagen. Derzeit gibt es keine speziellen Therapiemöglichkeiten zur Behandlung des West-Nil-Virus. Die Verwendung von Medikamenten zur Therapie des Virus war bisher erfolglos. Daher können derzeitig nur die Symptome gelindert werden. Besonders für ältere Menschen kann die Infektion mit dem Erreger einen schweren Verlauf haben. Wird die Infektion mit dem Virus überstanden, können auch nach einigen Monaten Spätfolgen wie Konzentrationsstörungen, Muskelschmerzen und Müdigkeit auftreten.

Wie schütze ich mich vor West-Nil-Fieber?

Diverse Impfstoffe für den Menschen befinden sich aktuell in der Entwicklung, sind aber noch nicht verfügbar. Daher sind vorbeugende Maßnahmen die einzige Möglichkeit, sich vor dem West-Nil-Virus zu schützen. Effektiven Schutz vor den Mückenstichen können Kleidung aber auch Insektenschutzmittel (sogenannte Repellents) bieten. Besonders in Gebieten, in denen viele Stechmücken beheimatet sind, sollte der Schutz ganztägig beibehalten werden, da die Culex-Mücke auch tagsüber aktiv sein kann.

Autorin PTA Daniela Curwy

Über unsere Autorin:

Daniela Curwy | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit 16 Jahren bin ich als Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Ich sehe mich als Ansprechpartner für Gesundheit bzw. den Erhalt der Gesundheit. Daher bilde ich mich gerne weiter für die optimale Beratung der Patienten, sowie der passenden Produktauswahl und nehme an Fortbildungen teil. Beraten liegt mir im Blut und macht mir einfach Spaß.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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