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Sind meine Nägel gesund?

Von Birgit Wickner, Pharmazeutin bei mycare.de
Aktualisiert: 21.12.2020

Sind meine Nägel gesund?

Die Nageldiagnostik

Um die Nagelgesundheit zu bestimmen, bedienen sich ganzheitliche Therapeuten gerne der Nageldiagnostik. Dieses umstrittene Verfahren teilt jede massive Unregelmäßigkeit auf dem Fingernagel einer bestimmten Krankheit oder einer speziellen Störung zu. So können beispielsweise gelbe Fingernägel auf Leberleiden hinweisen. Quellen oder Furchen im Nagel können sich auf Lungenentzündung, Durchfall oder Blutvergiftung beziehen. Ein wissenschaftlicher Beleg für diese Vermutungen fehlt.
Hinzu kommen noch weitere Nagelungereimtheiten wie beispielsweise Rillen. Sobald Ihre Nägel Glanz und Festigkeit einbüßen, sollte nach der Ursache geforscht werden.
Je früher Sie sich an einen (Fach-) Arzt wenden, desto schneller kann der Grund für die Veränderung der Nägel erkannt und therapiert werden.

Verfärbungen bei Nägeln

Folgende Verfärbungen sind möglich:

  • Weiße Flecken deuten manchmal nur auf kleine Lufteinschlüsse, die beim Nagelwachstum entstehen, hin.
  • Gelbe Verfärbungen können z.B. auf den Kontakt mit Putzmitteln zurückgeführt werden oder auch schon auf Nagelpilz hindeuten.
  • Hellbraune Verfärbungen lenken den Verdacht auf Nagelpilz.
  • Dunkelbraune oder schwarze Flecken sollten zeitnah von einem Hautarzt untersucht werden.

Rillen in den Nägeln

Der menschliche Fingernagel wächst sehr langsam. Nur wenige Millimeter sind es etwa pro Woche. Immer wieder können Sie auch Rillen und Furchen in Ihren Nägeln feststellen. Rillen gelten bis zu einem gewissen Grad als harmlos. Nehmen sie allerdings überhand, sollte der behandelnde Art bzw. ein Hausarzt zu Rate gezogen werden.

Mögliche Ursachen für Rillen in den Nägeln sind:

  • Feine Längsriffel sind normal und oftmals angeboren. Im Alter verstärkt sich die Riffel-Struktur auf dem Nagel. Zu wenig Flüssigkeit kann ebenfalls für die Linien verantwortlich sein. Trinken Sie daher für ein gesundes Nagelwachstum ausreichend. Hinweis: Diese Angaben gelten für den vom Arzt bereits untersuchten gesunden Menschen. Längsrillen können nämlich in Einzelfällen auch auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen.
  • Querrillen treten manchmal nach einer überwundenen Infektion wie zum Beispiel einem Magen-Darm-Infekt oder einer Grippe auf. Auch Stress oder eine Chemotherapie werden als etwaige Auslöser für Querrillen in den Nägeln gesehen.

Geht es um die Nagelgesundheit, sollten sie sich immer zuerst einem Arzt oder Kosmetiker anvertrauen.

Spröde und splitternde Nägel

Wer häufig Putzmittel und Reiniger verwendet, sollte ein besonderes Augenmerk auf seine strapazierten Nägel werfen, denn oft sind die Folgen daraus erst spät sichtbar.
Sind die Hände im häufigen Kontakt mit Lösungs- oder Desinfektionsmitteln, scharfen Laugen oder sonstigen Chemikalien, können Fingernägel spröde werden oder sogar splittern.
pZudem können kaputte Nägel auf einen Mangel an Vitamin- oder Mineralstoffen hinweisen.p
Wer oft mit brüchigen Fingernägeln zu kämpfen hat, sollte zunächst seine Ernährung hinterfragen. Menschen, die häufig Diät halten oder sich generell recht einseitig ernähren, haben seltener gesunde Fingernägel.
Brüchige Fingernägel können aber auch auf eine trockene Nagelplatte hindeuten. Zudem weisen verschiedene Vitaminmangelzustände oder eine Schilddrüsenunterfunktion in einigen Fällen diese beschriebene Symptomatik auf.

Die von Ihrem Arzt angesetzte Therapie kann gerne mit verschiedenen nagelstärkenden Präparaten unterstützt werden, auch für die äußerliche Anwendung wie z.B.:

Besonderheiten bei Splitternägeln

In der Medizin unterscheidet man zwei Arten von Splitternägeln:

  • Nägel, die aufgrund einer massiven Chemikalieneinwirkung zu splittern beginnen.
  • Nägel, die aufgrund eines bestimmten psychischen oder physischen Krankheitsbildes Risse und Dellen zeigen.

Dazu gehören psychische, aber auch physische Erkrankungen wie zum Beispiel:

  • Schilddrüsenprobleme,
  • Hauterkrankungen
  • Arthritis oder
  • Nägelkauen aufgrund seelischer Instabilität.

Bestimmte Stoffwechselerkrankungen sowie diverse Hauterkrankungen sind ebenfalls in der Lage, eine gesunde Nagelstruktur zu schwächen und Nägel sowie Nagelhaut kurz-, manchmal aber auch langfristig um ihr wichtiges Gleichgewicht zu bringen.
Weiterhin kann die Einnahme bestimmter Medikamente das allgemein gesunde Nagelbild schmälern.

Wie reinige und pflege ich strapazierte Nägel richtig?

Unsere Haut braucht Tag für Tag Reinigung und Pflege. Unsere sensiblen Finger- und Fußnägel ebenso.

  • Sauberkeit fängt beim richtigen Händewaschen an und geht nahtlos in die Entfernung von Schmutz und Staub unter den Nägeln über.
  • Achten Sie bitte stets auf eine sanfte Vorgehensweise beim Nägelputzen, da bei dieser Aktion das darunter gelegene Nagelbett leicht verletzt werden kann.
  • Am besten reinigt bzw. putzt man die Nägel nach einem warmen Wannenbad. Sind Haut und Nägel vom warmen Wasser weich, lassen sie sich wesentlich besser und achtsamer behandeln als im "Kaltzustand".
  • Zudem sollten Sie Ihren Nägeln eine besonders gehaltvolle Pflege zukommen lassen, denn nur so bleiben Ihre Fingernägel auf Dauer stark und flexibel.

Olivenöl für schöne Nägel

Nach der Reinigung der Nägel folgt die Kür. Dafür nutzt man am besten Olivenöl.
Die Hände werden dafür in Olivenöl gebadet und schon nach kurzer Zeit kann man fühlen, wie sich die Nägel erholen. Das Öl sollte handwarm sein. Es genügt auch nur die Fingerkuppen für kurze Zeit einzutauchen.

Zur gezielten Vorbeugung gegen trockene Nägel ist Olivenöl besonders gut geeignet. Auch gegen feine Risse ist Ölivenöl das Mittel der Wahl. Zudem pflegt es die zarte Nagelhaut, die die Nägel vor Bakterien und Keimen schützt.

Gesunde Nagelhaut sollte:

  • biegsam,
  • unversehrt
  • schützend fest sein.

Muten wir dieser speziellen Haut zu viele Strapazen zu, kann sie mit Austrocknung und Verhornung darauf reagieren. Dann ist es höchste Zeit für ein Bad in Olivenöl.
Gepflegte Fingernägel strahlen Gesundheit und Ästhetik aus. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es hochwertige Produkte zur Rundum-Pflege der Fingernägel.

Die richtige Maniküre für die Nägel

Die Nagelschere wird immer wieder gerne zum Abrunden von porösen, eingerissenen Fingernägeln benutzt. Sicher ist auch dies ein Weg, die Nägel in Form zu bringen. Doch diese Art der Pflege lässt Nägel ungleichmäßig zurück. Es können Ecken und Kanten entstehen, die später störend sind. Mit holprigen Nägeln bleibt man oft an weichen Materialien hängen und reißt eventuell Löcher ins Gewebe. Feilen Sie Ihre Nägel lieber ordentlich mit einer guten Nagelfeile vom Rand bis zur Mitte. Hier haben sich besonders Nagelfeilen aus Glas oder Keramik bewährt.

Sensible Nägel sollten eher kurz gehalten werden.
Das bedeutet für die Pflege: bringen Sie jeden einzelnen Nagel auf eine Länge, die die Fingerkuppe kaum überschreitet.

Sie profitieren von kürzeren Nägeln, wenn Sie beruflich viel mit den Händen bzw. Fingern arbeiten müssen oder ein Hobby ausüben, das ihren gesamten Handbereich in Mitleidenschaft zieht.
Das gleiche gilt übrigens auch für die Nagelhaut. Wird diese zu lang, sollte sie nach dem Einweichen sanft zurückgeschoben werden.

Lassen Sie bei der kompletten Reinigung der Nägel Vorsicht walten und verwenden Sie ausschließlich eine hochwertige Nagelbürste, die sanft mit Haut und Nägeln umgeht.

Richtige Ernährung für schöne Nägel

Eine ausgewogene Ernährung hat einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit und ebenso auf unsere Nägel. Kräftige Nägel, die wenig splittern und weder Rillen noch Verfärbungen aufweisen sind ein Zeichen für eine gesunde und vitaminreiche Nahrungsaufnahme.

Ein wichtiger Nahrungsbestandteil ist das Biotin (auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt). Biotin wird vom Körper für gesunde Haare, Haut und Nägel benötigt. Außerdem ist das Vitamin an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und hilft bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Biotin muss unserem Körper über die Nahrung oder über bestimmte Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. In der Regel reicht eine ausgewogene Ernährung aus, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken.

So ist Biotin zum Beispiel in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Leber
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Nüsse
  • Bananen
  • Spinat
  • Erdbeeren

Wann zum Arzt?

Es kommt allerdings vor, dass die beschriebenen Lebensmittel selbst zu wenig an Biotin und an anderen wichtigen Stoffen enthalten, oder dass unser Körper aus unerfindlichen Gründen die Aufnahme verweigert. Werden dem Körper aufgrund einer Vitamin- bzw. Mineralaufnahmeschwäche wichtige Stoffe entzogen, können Nägel und Nagelhaut nicht richtig von innen her aufgebaut werden. In diesem Fall ist ein Besuch beim Arzt anzuraten.
Ihr Hausarzt kann mit einer speziellen Blutuntersuchung den kompletten Vitamingehalt Ihres Blutes bestimmen. Wird ein Mangel an einzelnen Vitaminen oder Mineralien festgestellt, kann eine entsprechende Therapie Linderung bringen.

Ausgewogene Ernährung für gesunde Nägel

Richtig ist, dass ein gesundes Nagelbild stark von unseren Essgewohnheiten abhängt. Besonders wichtig ist das Keratin.
Keratin wird als wichtiger Baustein von Nägeln und Haaren beschrieben. Gebildet wird Keratin aus Proteinen.

Die zugeführte Nahrung sollte dementsprechend immer etwas von dem Aufbaustoff Keratin enthalten, denn nur so ist gewährleistet, dass Nägel glatt und ohne Rillen wachsen und auf Dauer gesund sowie stark bleiben.

Folgende Lebensmittel haben eine sehr gute Wirkung auf Haut, Haare und Nägel:

  • Tomaten (enthalten viel Vitamin A und C),
  • Kürbiskerne (wichtig wegen des Zinkgehalts),
  • grüne Bohnen (enthalten Silicium),
  • Bananen (reich an Zink, Kieselsäure, Vitamin B6),
  • Lachs (reich an Omega 3-Fettsäuren),
  • Milchprodukte,
  • Eier (für Eiweiß und Kalzium),
  • Brokkoli (aufgrund des Eisengehaltes)
  • Walnüsse (enthält Biotin und Omega-3-Fettsäuren)

Nahrungsergänzungsmittel

Reicht die tägliche Zufuhr an Nahrungsmittel nicht aus, können Nahrungsergänzungsmittel unterstützend eingenommen werden, wie zum Beispiel Biotin oder Silicium bzw. Kieselsäureregel.

Bitte beachten Sie dabei: Nahrungsergänzungsmittel dürfen nur als Zusatz zur normalen, gesunden Ernährung gesehen werden. Sie ersetzen weder die tägliche Kost, noch sollten sie über einen längeren Zeitraum hinweg ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt Verwendung finden.

Autorin Pharmazeutin Birgit Wickner

Über unsere Autorin:

Birgit Wickner | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazeutin liegt mit die Gesundheit unserer Kunden am Herzen. Um dahingehend optimal beraten zu können, bilde ich mich regelmäßig fort.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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