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Welche Mittel für den Hals gibt es?

Von Martin Schulze, Apotheker bei mycare.de
Aktualisiert: 07.01.2021

Halsschmerzen

Auswahl an Arznei

Bei akuten Halsschmerzen oder Heiserkeit gibt es eine Vielzahl an Behandlungsmethoden. Eine schnelle Linderung kann durch Lutschtabletten erzielt werden. Denn Lutschtabletten regen den Speichelfluss an. Die entzündete Rachenschleimhaut wird befeuchtet. Oberflächenaktive Wirkstoffe bekämpfen die Erreger und lindern so den Schmerz. Mit desinfizierenden und entzündungshemmenden Gurgellösungen sowie Halsspray können auch tieferliegende Rachenabschnitte effektiv erreicht werden.

Neben klassischen schmerzlindernden Wirkstoffen (z.B. Flurbiprofen, Levomenthol) werden auch sogenannte Lokalanästhetika mit Wirkstoffen wie Benzocain oder Lidocain erfolgreich eingesetzt. Grund dafür ist die örtlich betäubende Wirkung. Wirkstoffe wie Tyrothricin und Fusafungin greifen direkt in den Stoffwechsel der Erreger ein, bekämpfen diese und verhindern deren Vermehrung. Es handelt sich hierbei um lokal wirksame Antibiotika. Des Weiteren werden antiseptische und desinfizierende Wirkstoffe wie Hexetidin, Chlorhexitidin, Cetylpyridinium oder Cetrimonium eingesetzt.

Spezielle "Halswohltees" enthalten meist Salbei, Fenchel, Anis, Kamille, Süßholz, Ingwer, Eibisch oder Königskerze. Einzeln oder im Gemisch wirken die Tees desinfizierend und beruhigend auf den entzündeten Rachen und der beanspruchten Stimme.

Auch das Lutschen von nicht medizinischen Bonbons ist angenehm bei dem unangenehm rauen Halsempfinden. Dabei können Sie aus einer Fülle an Kräuterbonbons Ihre Auswahl treffen.

Tipp: Um Kindern das Trinken zu erleichtern, kann ein Teelöffel Honig untergerührt werden. Honig ist ein natürliches Antibiotikum. Es versüßt den Tee und wirkt beruhigend auf die gereizten Schleimhäute. Eine beliebte Alternative ist zudem warme Milch mit Honig.

Beste Hausmittel

Als Ergänzung zur Schulmedizin können Hausmittel zur Linderung der Beschwerden beitragen. Empfehlenswert sind wohltuende Halswickel. Ein Baumwolltuch wird mit lauwarmem Wasser getränkt, ausgewrungen und um den Hals gelegt. Darüber kommt ein trockenes Tuch oder ein Wollschal. Diesen Wickel für etwa 30-45 Minuten wirken lassen. Heiße Fußbäder sorgen reflektorisch für eine verbesserte Durchblutung der Atemwegs- und Rachenschleimhaut.

Weitere Hausmittel sind:

  • Kalte Wickel (z.B. mit Quark).
  • Ausreichend Ruhe und Entspannung.
  • Inhalieren mit ätherischen Ölen (z.B. Eukalyptusöl).

Hilfreich ist auch Gurgeln mit schlichtem Salzwasser. Dafür lösen Sie einen Teelöffel Salz in 1/4 Liter warmen Wasser auf. Sie können zum Gurgeln natürlich auch einen Kamillen- oder Salbeiaufguss verwenden. Denn Salbei wie Kamille haben eine stark entzündungshemmende Wirkung. Mit einem Löffel Honig erweitert, kann es eine Entzündung sowie einige weitere Ursachen für Schluckbeschwerden oder Heiserkeit lindern.

Hinweis: Mit den richtigen homöopathischen Präparaten (z.B. Schüßler-Salze) und rechtzeitig angewendet kann ein grippaler Infekt unter Umständen im Keim erstickt werden.

Autor Apotheker Martin Schulze

Über unseren Autor:

Martin Schulze | Leitung Versandapotheke
Seit über 10 Jahren bin ich Apotheker bei mycare.de. Ich versorge, berate und informiere über Arzneimittel, Medizinprodukte und apothekenübliche Produkte. Dazu gehören auch Leistungen im Rahmen der Gesundheitsförderung und der Vorbeugung von Krankheiten.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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