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Wellness mit Fischen - Was ist eine Fischpediküre?

Von Dr. Birgit Witte, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 20.10.2021

Fischpediküre

Für die Fischpediküre eingesetzte Tiere sind etwa fünf Zentimeter groß und leben in den Behandlungsbecken mit warmem Wasser. Sobald die Füße in das Becken gehalten werden, beginnen die Fische mit ihrer Arbeit. Diese ist spürbar, wird aber nur als leichtes Kitzeln beschrieben. Der entspannende Effekt ist ein Grund, warum die Fisch-Pediküre so beliebt ist. Sie wird als Fisch-Spa beworben und kann auch Teil von Wellnessangeboten sein. In ihrer türkischen Heimat leben die Fische in warmen Thermalquellen. Sie sind die Temperaturen also gewöhnt. Die menschliche Haut ist für sie eine zusätzliche Eiweißquelle.

Die Fischpediküre wird zur Pflege und zur Therapie eingesetzt. Hier gibt es eine Reihe von Kritikpunkten, die von Experten geäußert werden. Zu diesen Punkten gehört, dass die Fische ausgewachsen etwa 14 Zentimeter groß werden. Sie sind dann für die Pediküre nicht mehr einsetzbar, haben aber dennoch eine gewisse Lebenserwartung. Vor dem Hintergrund des Tierschutzes stellt sich die Frage, was mit den ausgewachsenen Tieren passiert. Darüber hinaus sprechen Tierärzte vom Stress für die Fische, die zu kosmetischen und gewerblichen Zwecken gehalten werden. Auch deshalb müssen Betreiber der Fisch-Pediküre einen Sachkundenachweis für Süßwasseraquaristik vorlegen können, wenn sie ihr Geschäft eröffnen. Außerdem prüft der Amtstierarzt die Becken. Damit die Fische nicht durch Pflegemittel auf der Haut krank werden, müssen die Füße vor dem Bad gereinigt werden.

Die Hände kommen im Laufe des Tages mit den unterschiedlichsten Oberflächen in Berührung, auf denen sich Keime und Bakterien absetzen können. Etwa 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten werden über die Hände übertragen. Dabei bleiben die Erreger auf der Haut haften und gelangen durch Berührungen über die Schleimhäute von Mund, Nase und Auge in unseren Körper. Unter anderem finden sich diese auf Türklinken, PC-Tastaturen, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch auf anderen Händen, die beispielsweise per Handschlag zur Begrüßung berührt werden. Händewaschen unterbricht den Infektionsweg – dafür müssen aber ein paar Punkte beachtet werden.

Kann man sich durch die Fisch-Pediküre anstecken?

Theoretisch ist es möglich, sich bei der Fisch-Pediküre mit einer Krankheit anzustecken, die der vorherige Besucher hatte. Um das zu verhindern, arbeiten die Anbieter mit Pumpen und UV-Filtern. Strittig ist die Behandlung von Patienten mit Schuppenflechte oder Neurodermitis. Es gibt zwar Aussagen, dass sich die Beschwerden verbessern, wenn die Fische an der Haut gefressen haben, Dermatologen zweifeln das jedoch an. Betreiber, die dieses anbieten, sind rar. Sie haben sich zumeist auch ganz auf den therapeutischen Einsatz der Fische spezialisiert.

Eine Therapie im eigentlichen Sinne ist es dennoch nicht, da nur die oberen Hautschichten entfernt werden. Eine Heilung als solche findet also nicht statt. In Großbritannien warnt das Gesundheitsamt (Health Protection Agency) zudem vor einer Übertragung von Hepatitis C und Aids durch die Behandlung. Zwar hält man das Risiko für gering, ausschließen könne man es dennoch nicht. Die Gefahr besteht, wenn Keime oder Blut ins Wasser gelangen, denn das Wasser wird nach der Behandlung nicht ausgetauscht.

Autorin PTA Dr. Birgit Witte

Über unsere Autorin:

Dr. Birgit Witte | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazeutisch-technische Assistentin mit über 20 jähriger Berufserfahrung interessiere ich mich nicht nur für die Geschichte der Pharmazie - vor allem liegt mein Fokus auch auf modernem Wissen und aktuellen Themen, um in allen Gebieten rund um die Gesundheit umfassend zu beraten. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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