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Was ist das Geheimnis von guter Nagelpflege?

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 22.09.2022

Hand während der Maniküre.

Gepflegte Fingernägel sind ein Zeichen eines gepflegten Äußeren. Auch im Sommer in Sandalen ist es vielen wichtig, gepflegte Fußnägel zeigen zu können. Um die Nägel gesund und schön zu erhalten, ist keine aufwendige Plege notwendig. Sie sollten nur ein paar Tipps beachten, damit Sie es mit der Pflege nicht übertreiben. Vor allem bei der Nagelhaut lohnt sich eine vorsichtige Vorgehensweise, da bei einer verletzten Nagelhaut leicht Entzündungen und Pilkzinfektionen am Nagel entstehen können.

Wie pflege ich meine Fingernägel am besten?

Ihre Hände sind Ihre Visitenkarte. Nichts zieht menschliche Blicke so sehr an, wie das Gesicht und die Hände. Gepflegte Hände und gesunde Nägel sind daher für ein gepflegtes Erscheinungsbild unabdingbar.

Neben Haut und Haaren sind die Nägel auch ein wichtiger Indikator für eine gesunde und ausgewogene Lebensweise. Bei Frauen ist zudem oft ein Eisenmangel für spröde Nägel verantwortlich. Kalzium, Vitamin A, B-Vitamine, besonders Biotin sind für schöne Hände und Füße wichtig.

Um Ihre Nägel auch ganz einfach von zu Hause aus in eine schöne Form zu bringen, müssen Sie gar nicht viel tun:

  • Schneiden Sie Ihre Nägel am besten nicht – dadurch können unschöne Kanten entstehen, an denen Sie hängen bleiben und den Fingernagel einreißen können.
  • Feilen Sie immer nur in eine Richtung. Dadurch lösen sich die Nagelschichten nicht voneinander, der schöne Fingernagel bleibt widerstandsfähiger. Glas- oder Sandnagelpfeilen eignen sich zudem eher als Metallfeilen.
  • Schieben Sie die empfindliche Nagelhaut nur vorsichtig weg. Schneiden Sie sie nicht ab – die Nagelhaut ist wichtig, um Ihre Finger- und Zehennägel vor dem Eindringen von beispielsweise Pilzsporen zu schützen.
  • Tragen Sie ein pflegendes Nagelöl auf, um beanspruchten Nägeln und auch der Nagelhaut wichtige Nährstoffe zuzuführen.

Welche Pflege benötigen meine Fußnägel?

Nicht nur in den Sommermonaten sollten Sie Ihren Fußnägeln die richtige Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen, sondern auch im Winter. So bleiben Ihre Fußnägel schön und gesund:

  • Nehmen Sie für circa fünf Minuten ein Fußbad in lauwarmem Wasser, damit die Fußnägel etwas weicher werden.
  • Schneiden Sie die Zehennägel mit einer Nagelschere oder einer Nagelzange. Bei sehr harten und dicken Fußnägeln ist die Zange die bessere Wahl. Am einfachsten ist es, die Zehennägel gerade abzuschneiden.
  • Schneiden Sie die Zehennägel nicht zu kurz ab. Nagelrand und Zehenkuppe sollten auf derselben Höhe liegen, so kommt es im Schuh nicht zu Druckstellen.
  • Feilen Sie die Fußnägel in Wuchsrichtung mit einer feinen Feile nach.

Welche Funktion hat die Nagelhaut?

Um unsere Fingernägel ansprechend und formschön zu präsentieren, reichen die Reinigung und das Abfeilen der Nagelränder nicht aus bei der Nagelpflege. Auch die Hautareale um den Fingernagel herum wollen gepflegt werden.

Manchmal kommt es vor, dass die Nagelhaut über alle Maßen wächst, einreißt und schließlich zum schmerzhaften Problem wird. Dies kann sehr unangenehm sein, da unsere Hände ständig im Einsatz sind und wir womöglich öfter genau an der lädierten, leicht abstehenden Stelle der Nagelhaut hängenbleiben. Verletzungen aufgrund der rissigen Nagelhaut führen nicht selten zu Entzündungen — im schlimmsten Fall kann das ganze Nagelbett davon betroffen sein. Auch Pilzsporen können durch eine kaputte Nagelhaut eindringen und Nagelpilz auslösen.

Vorbeugung hilft hier, Schlimmeres zu vermeiden. Sobald die Nagelhaut auswuchert, sollten Betroffene aktiv werden. Sie sollten die überstehende, trockene Nagelhaut aber nicht einfach mit bloßen Händen abreißen oder mit der Nagelschere abschneiden. In beiden Fällen besteht erhöhte Verletzungsgefahr. Zudem können durch die eben beschriebenen Maßnahmen Keime in die Verletzung eindringen.

Eine ruhige und vor allem behutsame Herangehensweise ist bei der Behandlung beziehungsweise Entfernung einer verhärteten oder überstehenden Nagelhaut die bessere Variante, damit die Schutzfunktion erhalten bleibt. Ein bewährtes Mittel zur Bekämpfung lästiger Nagelhautreste ist der sogenannte Nagelhautentferner.

Nagelhautentferner — Pflegend, reparierend und einfach in der Anwendung

Eine eingerissene Nagelhaut sieht nicht nur unschön aus. Sie kann in unserem täglichen Tun auch enorm behindern. Der Nagelhautentferner wurde speziell für die schonende, nachhaltige Entfernung überstehender Nagelhautpartikel entwickelt.

Der Nagelhautentferner wird am besten mit einem sauberen Wattestäbchen leicht auf die entsprechenden Nagelhaut-Areale aufgetragen. Wenige Minuten später spülen Sie die Reste der Entferner-Flüssigkeit mit klarem Wasser ab.

Ein kleines Holzstäbchen kann dann helfen, die gepflegte Nagelhaut zurückzuschieben und in die gewünschte Form zu bringen. Nagelhautentferner sind sowohl in flüssiger Form als auch als Creme erhältlich. Außerdem gibt es praktische Stift-Varianten, welche das Auftragen gerade auf Reisen erleichtern.

Wie kann ich meine gepflegten Nägel schön erhalten?

Als Pflege für schöne Nägel und vor allem nach dem Einsatz von Nagelhaut- oder Nagellackentferner eignet sich Nagel-Öl. Das Öl können Sie sanft in die zuvor behandelte Region einmassieren. Bei regelmäßiger Anwendung bei der Nagelpflege trägt dieses Öl zur Geschmeidigkeit der gesamten Oberfläche bei. Das Nagelöl können Sie auf Ihre Finger- und Zehennägel auftragen. Außerdem sollten Sie Ihre Nägel schützen, wenn Sie häufiger mit Chemikalien oder anderen aggressiven Mitteln in Kontakt kommen. Schutzhandschuhe helfen Ihnen dabei, die Nägel vor Schäden zu bewahren.

Wie schädlich ist ein Nagellackentferner?

Um Nagellack von den Finger- oder Zehennägeln zu bekommen, eignen sich Nagellackentferner. Damit dieser Ihren Nägeln aber nicht zu sehr zusetzt und diese austrocknet, sollten Sie auf gewissen Eigenschaften des Entferners achten:

  • Acetonfreie Produkte verwenden: Aceton belastet die Nägel an Zehen und Finger und kann diese austrocknen.
  • Pflegende Stoffe: Einige Nagellackentferner versorgen die Nägel beim Auftragen mit hochwertigen Nährstoffen. Bio-Produkte gibt es mit pflegenden, pflanzlichen Ölen.

Maniküre und Pediküre

Um Ihre Nägel ansprechend in Form zu bringen und eventuell farbig zu gestalten, können Sie auch die Angebote der kosmetischen Hand- und Fußpflege nutzen. Ihre Nägel werden dort gereinigt, gefeilt und auf Wunsch bekommen Sie künstliche Nägel.

Aber auch die künstlichen Nägel wollen gepflegt werden. Daher sollten Sie trotz regelmäßiger Pflege in einem Nagelstudio, die Nagelpflege zu Hause nicht vergessen.

Sind meine Nägel gesund?

Um die Nagelgesundheit zu bestimmen, bedienen sich ganzheitliche Therapeuten gerne der Nageldiagnostik. Dieses umstrittene Verfahren teilt jede massive Unregelmäßigkeit auf dem Fingernagel einer bestimmten Krankheit oder einer speziellen Störung zu. So können beispielsweise gelbe Fingernägel auf Leberleiden hinweisen. Quellen oder Furchen im Nagel können sich auf Lungenentzündung, Durchfall oder Blutvergiftung beziehen. Ein wissenschaftlicher Beleg für diese Vermutungen fehlt. Hinzu kommen noch weitere Nagelungereimtheiten wie beispielsweise Rillen. Sobald Ihre Nägel Glanz und Festigkeit einbüßen, sollte nach der Ursache geforscht werden. Je früher Sie sich an einen (Fach-) Arzt wenden, desto schneller kann der Grund für die Veränderung der Nägel erkannt und therapiert werden.

Verfärbungen bei Nägeln

Folgende Verfärbungen sind möglich:

  • Weiße Flecken deuten manchmal nur auf kleine Lufteinschlüsse, die beim Nagelwachstum entstehen, hin.
  • Gelbe Verfärbungen können z.B. auf den Kontakt mit Putzmitteln zurückgeführt werden oder auch schon auf Nagelpilz hindeuten.
  • Hellbraune Verfärbungen lenken den Verdacht auf Nagelpilz.
  • Dunkelbraune oder schwarze Flecken sollten zeitnah von einem Hautarzt untersucht werden.

     

Rillen in den Nägeln

Der menschliche Fingernagel wächst sehr langsam. Nur wenige Millimeter sind es etwa pro Woche. Immer wieder können Sie auch Rillen und Furchen in Ihren Nägeln feststellen. Rillen gelten bis zu einem gewissen Grad als harmlos. Nehmen sie allerdings überhand, sollte der behandelnde Art bzw. ein Hausarzt zu Rate gezogen werden.

Mögliche Ursachen für Rillen in den Nägeln sind:

  • Feine Längsriffel sind normal und oftmals angeboren. Im Alter verstärkt sich die Riffel-Struktur auf dem Nagel. Zu wenig Flüssigkeit kann ebenfalls für die Linien verantwortlich sein. Trinken Sie daher für ein gesundes Nagelwachstum ausreichend. Hinweis: Diese Angaben gelten für den vom Arzt bereits untersuchten gesunden Menschen. Längsrillen können nämlich in Einzelfällen auch auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen.
  • Querrillen treten manchmal nach einer überwundenen Infektion wie zum Beispiel einem Magen-Darm-Infekt oder einer Grippe auf. Auch Stress oder eine Chemotherapie werden als etwaige Auslöser für Querrillen in den Nägeln gesehen.

Geht es um die Nagelgesundheit, sollten sie sich immer zuerst einem Arzt oder Kosmetiker anvertrauen.

Wie reinige und pflege ich strapazierte Nägel richtig?

Unsere Haut braucht Tag für Tag Reinigung und Pflege. Unsere sensiblen Finger- und Fußnägel ebenso.

  • Sauberkeit fängt beim richtigen Händewaschen an und geht nahtlos in die Entfernung von Schmutz und Staub unter den Nägeln über.
  • Achten Sie bitte stets auf eine sanfte Vorgehensweise beim Nägelputzen, da bei dieser Aktion das darunter gelegene Nagelbett leicht verletzt werden kann.
  • Am besten reinigt bzw. putzt man die Nägel nach einem warmen Wannenbad. Sind Haut und Nägel vom warmen Wasser weich, lassen sie sich wesentlich besser und achtsamer behandeln als im "Kaltzustand".
  • Zudem sollten Sie Ihren Nägeln eine besonders gehaltvolle Pflege zukommen lassen, denn nur so bleiben Ihre Fingernägel auf Dauer stark und flexibel.

Olivenöl für schöne Nägel

Nach der Reinigung der Nägel folgt die Kür. Dafür nutzt man am besten Olivenöl.
Die Hände werden dafür in Olivenöl gebadet und schon nach kurzer Zeit kann man fühlen, wie sich die Nägel erholen. Das Öl sollte handwarm sein. Es genügt auch nur die Fingerkuppen für kurze Zeit einzutauchen.

Zur gezielten Vorbeugung gegen trockene Nägel ist Olivenöl besonders gut geeignet. Auch gegen feine Risse ist Ölivenöl das Mittel der Wahl. Zudem pflegt es die zarte Nagelhaut, die die Nägel vor Bakterien und Keimen schützt.

Gesunde Nagelhaut sollte:

  • biegsam,
  • unversehrt
  • schützend fest sein.

Muten wir dieser speziellen Haut zu viele Strapazen zu, kann sie mit Austrocknung und Verhornung darauf reagieren. Dann ist es höchste Zeit für ein Bad in Olivenöl.
Gepflegte Fingernägel strahlen Gesundheit und Ästhetik aus. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es hochwertige Produkte zur Rundum-Pflege der Fingernägel.

Die richtige Maniküre für die Nägel

Die Nagelschere wird immer wieder gerne zum Abrunden von porösen, eingerissenen Fingernägeln benutzt. Sicher ist auch dies ein Weg, die Nägel in Form zu bringen. Doch diese Art der Pflege lässt Nägel ungleichmäßig zurück. Es können Ecken und Kanten entstehen, die später störend sind. Mit holprigen Nägeln bleibt man oft an weichen Materialien hängen und reißt eventuell Löcher ins Gewebe. Feilen Sie Ihre Nägel lieber ordentlich mit einer guten Nagelfeile vom Rand bis zur Mitte. Hier haben sich besonders Nagelfeilen aus Glas oder Keramik bewährt.

Sensible Nägel sollten eher kurz gehalten werden.
Das bedeutet für die Pflege: bringen Sie jeden einzelnen Nagel auf eine Länge, die die Fingerkuppe kaum überschreitet.

Sie profitieren von kürzeren Nägeln, wenn Sie beruflich viel mit den Händen bzw. Fingern arbeiten müssen oder ein Hobby ausüben, das ihren gesamten Handbereich in Mitleidenschaft zieht.
Das gleiche gilt übrigens auch für die Nagelhaut. Wird diese zu lang, sollte sie nach dem Einweichen sanft zurückgeschoben werden.

Lassen Sie bei der kompletten Reinigung der Nägel Vorsicht walten und verwenden Sie ausschließlich eine hochwertige Nagelbürste, die sanft mit Haut und Nägeln umgeht.

Richtige Ernährung für schöne Nägel

Eine ausgewogene Ernährung hat einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit und ebenso auf unsere Nägel. Kräftige Nägel, die wenig splittern und weder Rillen noch Verfärbungen aufweisen sind ein Zeichen für eine gesunde und vitaminreiche Nahrungsaufnahme.

Ein wichtiger Nahrungsbestandteil ist das Biotin (auch Vitamin B7 oder Vitamin H genannt). Biotin wird vom Körper für gesunde Haare, Haut und Nägel benötigt. Außerdem ist das Vitamin an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und hilft bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Biotin muss unserem Körper über die Nahrung oder über bestimmte Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. In der Regel reicht eine ausgewogene Ernährung aus, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken.

So ist Biotin zum Beispiel in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Leber
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Nüsse
  • Bananen
  • Spinat
  • Erdbeeren

Keratin wird als wichtiger Baustein von Nägeln und Haaren beschrieben. Gebildet wird Keratin aus Proteinen.

Die zugeführte Nahrung sollte dementsprechend immer etwas von dem Aufbaustoff Keratin enthalten, denn nur so ist gewährleistet, dass Nägel glatt und ohne Rillen wachsen und auf Dauer gesund sowie stark bleiben.

Folgende Lebensmittel haben eine sehr gute Wirkung auf Haut, Haare und Nägel:

  • Tomaten (enthalten viel Vitamin A und C),
  • Kürbiskerne (wichtig wegen des Zinkgehalts),
  • grüne Bohnen (enthalten Silicium),
  • Bananen (reich an Zink, Kieselsäure, Vitamin B6),
  • Lachs (reich an Omega 3-Fettsäuren),
  • Milchprodukte,
  • Eier (für Eiweiß und Kalzium),
  • Brokkoli (aufgrund des Eisengehaltes)
  • Walnüsse (enthält Biotin und Omega-3-Fettsäuren)

Nahrungsergänzungsmittel

Reicht die tägliche Zufuhr an Nahrungsmittel nicht aus, können Nahrungsergänzungsmittel unterstützend eingenommen werden, wie zum Beispiel Biotin oder Silicium bzw. Kieselsäureregel.

Bitte beachten Sie dabei: Nahrungsergänzungsmittel dürfen nur als Zusatz zur normalen, gesunden Ernährung gesehen werden. Sie ersetzen weder die tägliche Kost, noch sollten sie über einen längeren Zeitraum hinweg ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt Verwendung finden.

Wann zum Arzt?

Es kommt allerdings vor, dass die beschriebenen Lebensmittel selbst zu wenig an Biotin und an anderen wichtigen Stoffen enthalten, oder dass unser Körper aus unerfindlichen Gründen die Aufnahme verweigert. Werden dem Körper aufgrund einer Vitamin- bzw. Mineralaufnahmeschwäche wichtige Stoffe entzogen, können Nägel und Nagelhaut nicht richtig von innen her aufgebaut werden. In diesem Fall ist ein Besuch beim Arzt anzuraten.
Ihr Hausarzt kann mit einer speziellen Blutuntersuchung den kompletten Vitamingehalt Ihres Blutes bestimmen. Wird ein Mangel an einzelnen Vitaminen oder Mineralien festgestellt, kann eine entsprechende Therapie Linderung bringen.

Was hilft bei brüchigen Fingernägeln?

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leiden an brüchigen Nägeln. Für viele Betroffene ist dies ein Ärgernis, weil sie mit ihren spröden Fingernägeln beispielsweise oft an Textilien hängen bleiben. Außerdem gelten gepflegte Nägel vielerorts als Schönheitsideal. Die Ursachen der brüchigen Fingernägel können vielfältig sein, meist sind sie aber harmlos. In manchen Fällen können eingerissene Nägel allerdings auch auf eine Erkrankung oder einen Nährstoffmangel hindeuten.

Welche Arten von Nagelbruch gibt es?

Spezialisten unterscheiden unter zwei Arten des Nagelbruchs. Durch diese Unterscheidung können sie schon auf mögliche Ursachen schließen.

  • Onychoschisis: Der Fuß- oder Fingernagel splittert vom Rand her horizontal und lamellenartig ab. Oft ist hierfür eine Austrocknung der Nägel durch viel Kontakt mit Wasser verantwortlich.
  • Onychorrhexis: Die Nägel splittern längsfaserig auf. Ein Mangel an B-Vitaminen oder auch Schädigungen der Nagelplatte können hierfür unter anderem die Auslöser sein.

Warum splittern Fingernägel?

Die Ursachen für brüchige Nägel sind vielfältig:

  • Genetische Ursachen: Falls auch Ihre Eltern, Geschwister oder Großeltern immer wieder unter brüchigen Nägeln leiden, kann eine genetische Ursache zugrunde liegen.
  • Kontakt zu bestimmten Stoffen: Verschiedene Stoffe können für brüchige Nägel sorgen. Zuviel Wasserkontakt durch häufiges Händewaschen trocknet den Nagel beispielsweise aus. Auch Seifen, Spülmittel, Waschmittel oder lösungshaltige Nagellackentferner können bei häufigem Kontakt für brüchige Nägel sorgen.
  • Umwelteinflüsse: Besonders im Winter kann die warme Heizungsluft drinnen als auch die kalte Luft draußen den Nägeln Feuchtigkeit entziehen und für das Absplittern verantwortlich sein.
  • Nährstoffmangel: Auch das Fehlen von Mineralstoffen, essentiellen Fettsäuren oder Spurenelementen sowie ein Vitaminmangel, zum Beispiel bei Vitamin B oder Vitamin A, kann für spröde, brüchige Nägel sorgen. Besonders Eisenmangel ist eine häufige Ursache für rissige Fingernägel.
  • Erkrankungen und Medikamente: Verschiedene Hauterkrankungen können ebenfalls der Auslöser für kaputte Nägel sein. Außerdem haben bestimmte Medikamente, vor allem solche aus der Krebstherapie, die Nebenwirkung, dass die Nägel weich und brüchig werden.

Was kann ich gegen brüchige Fingernägel tun?

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihre brüchigen Nägel durch eine gesundheitliche Ursache entstehen, sollten Sie Ihren Hausarzt oder Dermatologen aufsuchen. Nach Anamnese und ärztlicher Diagnostik wird der Arzt die für Sie und Ihre brüchigen Fingernägel passende Therapieoption wählen und mit Ihnen besprechen.

Sie können allerdings schon selbst einiges tun, um ihre Nägel nicht weiter zu belasten. Beispielsweise können Handschuhe beim Putzen und Spülen helfen, damit ihre Nägel durch Wasser und Spülmittel nicht weiter ausgetrocknet werden. Regelmäßiges Eincremen der Hände kann helfen, die Nägel und Nagelhaut geschmeidig zu halten. Zur weiteren Pflege und Stärkung Ihrer Nägel können Sie medizinische, nagelstärkende Pflegelacke wie den Sililevo Nagellack nutzen. Die Nährstoffe in den Pflegelacken sollen den Nägeln ihre natürliche Festigkeit und Elastizität zurückgeben. Spezielles Nagelöl hilft außerdem dabei, die Nagelhaut geschmeidig zu halten.

Wenn Sie gerne bunten Nagellack benutzen, sollten Sie davon ab und zu eine Pause einlegen. Nagellackentferner kann für brüchige Fingernägel verantwortlich sein. Auch künstliche Fingernägel können den natürlichen Nagel beschädigen. Gerade bei schon vorhandenen brüchigen, splitternden Fingernägeln sollten sie auf künstliche oder Gel-Nägel zum Kaschieren verzichten. Unter anderem könnten zwischen dem natürlichen und dem künstlichen Nagel Pilzerkrankungen entstehen. Aus diesem Grund sollten Sie auch die Nagelhaut nicht abschneiden – diese ist eine Schutzbarriere, damit keine Feuchtigkeit oder Bakterien bis zur Nagelwurzel vordringen können und dort Beschwerden auslösen.

Ebenfalls hilfreich ist eine ausgewogene Ernährung, um Fingernägel gesund zu erhalten beziehungsweise brüchige Fingernägel wieder zu stärken. Eine eiweißreiche Ernährung kann sich positiv auf die Hornsubstanz auswirken, aus der die Nägel bestehen. Essen Sie zusätzlich viel Gemüse und Obst. Kann der Nährstoffbedarf mit der Ernährung nicht ausreichend gedeckt werden, können Nahrungsergänzungsmittel eine wertvolle Empfehlung sein.

Was muss ich bei Scheren und Pinzetten beachten?

Dass Scheren und Pinzetten nicht nur in der Krankenpflege, sondern gerade auch im ganz normalen Alltag für Pediküre und Maniküre zur Anwendung kommen, steht außer Frage. Wichtig bei der Wahl dieser Pflege-Instrumente sind ihre Beschaffenheit, sowie ihre Form. Im Handel sind verschiedene Varietäten erhältlich. Je nach Nutzungsvorhaben kann so die passende Schere oder Pinzette ausgewählt werden.

Scheren und Pinzetten – für das gepflegte Äußere

Fußnägel brauchen eine andere Behandlung als Fingernägel, da deren Hornschicht meist härter und somit schwieriger zu pflegen ist. Zudem werden Fußnägel vorzugsweise gerade und Fingernägel eher „rund“ geschnitten. Somit sind Scheren für die Fußnägel von ihrer Herstellung her deutlich stabiler und außerdem mit geraden, langen Schneideblättern ausgestattet, während Scheren für die Fingernägel zwei gleichlange, gering abgerundete Schnittblätter mit recht spitzen Enden besitzen. Für die Kranken- und Kinderpflege stehen wegen einer möglichen Verletzungsgefahr spezielle Scheren zur Verfügung. Die Enden dieser Instrumente sind abgestumpft. Für präzise Manikür- oder Pedikür-Arbeiten sind diese Ausführungen jedoch eher ungeeignet. Auch Pinzetten – mit oder ohne Lupe – richten sich in ihrer Ausführung nach dem jeweiligen Anwendungsgebiet und können an den Enden sehr spitz oder breiter zulaufen. Das bevorzugt verwendete Material für Pinzetten, sowie für Scheren ist Edelstahl. Ein achtsamer Umgang, sowie die richtige Reinigung und Pflege der Instrumentarien ist empfehlenswert, denn auch Edelstahl ist keineswegs unverwüstlich.

Pflege von Scheren und Pinzetten

Pinzetten, sowie Scheren sollten direkt nach dem Gebrauch gereinigt werden. Am besten eignen sich hierfür sogenannte kombinierte Desinfektions- und Reinigungsmittel. Die Reinigungslösung darf nicht über Raumtemperatur gelagert werden. Auch die vom Hersteller angegebene Einwirkungszeit und Konzentration (siehe Gebrauchsanweisung!) sollten dringend eingehalten werden, um etwaigen Schaden an den Instrumentarien möglichst zu vermeiden. Zur sanften Reinigung von Pinzetten und Scheren werden gerne Ultraschallgeräte eingesetzt. Auch Druckluftpistolen zum Trockenblasen der Instrumente wirken sich durchaus vorteilhaft auf die Lebensdauer der Instrumente aus.

Qualitativ hochwertige Scheren und Pinzetten können bei guter Pflege wertvolle Helfer über viele Jahre sein.Wir versorgen Sie gerne mit weiterführenden Informationen zum Thema "Scheren und Pinzetten" und helfen Ihnen alsbald, die richtige Wahl bezüglich Schere und Pinzette zu treffen.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren

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Janet, Apothekerin bei mycare.de
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