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Was gehört in die Hausapotheke hinein?

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 14.09.2019

Hausapotheke

Rezeptfreie Medikamente gegen Schmerzen oder Erkältungssymptome können in einem kleinen Schränkchen oder einer Schublade aufbewahrt werden. Ein Erste-Hilfe-Set kann dort ebenfalls griffbereit verstaut werden. In erster Linie hängt der Inhalt einer Hausapotheke natürlich vom Alter und der Anzahl der Familienmitglieder ab. So sind für Kinder meist andere Medikamente notwendig als für Erwachsene. Zudem ergibt es Sinn, den Inhalt Ihres Schrankes mit Medikamenten den Jahreszeiten anzupassen. So sind Erkältungsmittel vor allem im Winter ratsam, während im Frühling viele Menschen mit Allergien zu kämpfen haben.

Hier einige Vorschläge, was in jedem Fall in der Hausapotheke vorhanden sein sollte:

Schmerzmittel: Tabletten mit Paracetamol können leichte bis mäßige Kopf- und Gliederschmerzen und hohe Temperaturen lindern. Schmerztabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen helfen in den meisten Fällen ebenfalls gut.

Halsschmerzen: Falls Sie öfter bei Infekten mit Halsschmerzen zu kämpfen haben, sind Lutschtabletten eine gute Wahl für den heimischen Medikamenten-Schrank. Diese können antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

Erkältungsmittel: Vor allem im Winter sind Mittel gegen Erkältungserscheinungen besonders wichtig. Sie sollten sich daher frühzeitig mit rezeptfreien Produkten gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit eindecken. So kann bei den ersten Anzeichen eines Infektes sofort mit den richtigen Mitteln vorgegangen werden. Umso besser stehen die Aussichten, die Begleiterscheinungen eines Infekts deutlich zu mindern oder gar abwehren zu können.

Nasentropfen oder -sprays: Abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays können vorübergehend gegen die verstopfte Nase angewendet werden.

Verdauung: Gegen Sodbrennen und andere Magen-Darm-Verstimmungen sollten Sie am besten auch Medikamente in Ihrer Hausapotheke haben. Bei Verdauungsstörungen können zum Beispiel pflanzliche Präparate mit Kamille, Kümmel oder Wermut helfen.

Wunden: Verbandsmaterial sowie ein Wunddesinfektionsmittel sind nützlich, um kleinere Wunden schnell zu verarzten. Bei stärkeren Blutungen sind sterile Kompressen hilfreich. Wenn es sich um eine größere Wunde handelt, sollten Sie nach der Erstversorgung allerdings einen Arzt aufsuchen.

Generell gilt bei allen Erkrankungen und Verletzungen im Zweifelsfall einen Arzt oder Apotheker zu befragen.

Die wichtigsten Dinge für Ihre Hausapotheke:

Erkältung:

Verletzungen:

  • Kühlendes Gel für Sportverletzungen, Prellungen, Verstauchungen etc.
  • Wärmende Creme für Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden etc.
  • Wund- und Heilsalbe
  • Brandgel
  • Pflaster in verschiedenen Größen und Formen, z.B. Fingerpflaster, auch mit Wundauflage
  • Desinfektionsmittel
  • Mullbinden und elastische Binden
  • Sterile Kompressen
  • Elastische Fixierbinden

Verdauung:

Fieber und Schmerzen:

Sonstiges:

mycare.de bietet Ihnen einen Hausapotheken-Check mit dem wir Ihnen helfen möchten, einen Überblick über Ihre häuslichen Arzneimittelbestände zu behalten.

Die Checkliste zum Ausdrucken können Sie in Ihrem Medikamentenschrank verstauen und je nach Bedarf individuell erweitern.

Was ist bei der Hausapotheke im Allgemeinen zu beachten?

Generell gilt: Ein Schrank mit Medikamenten zu Hause ersetzt keinen Arztbesuch. Selbstmedikation sollte nicht zur dauerhaften Gewohnheit werden.

Zudem sollten in einem Haushalt mit Kindern alle Mittel vom Arzt oder aus der Apotheke abschließbar und unerreichbar sein. Der dazu gehörige Schlüssel findet seinen Platz am besten über der Hausapotheke, damit er im Notfall schnell verfügbar ist.

Was ist beim Thema Aufbewahrung und Kontrolle wichtig?

Für die richtige Lagerung sollte auch der Aufbewahrungsort gut bedacht gewählt werden. Bad oder Küche sind dabei wenig geeignet, denn die Arznei sollte möglichst kühl und lichtgeschützt sowie an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Um auch im Notfall das richtige Mittel schnell zu finden, sollten Sie immer die Originalverpackung mit Beipackzettel aufbewahren und regelmäßig auf ihre Haltbarkeit prüfen und ersetzen. Besonders bei Salben oder Tropfen ist es zudem wichtig, das Datum des Anbruchs auf der Packung zu notieren. Daher sollte ein erwachsenes Familienmitglied für den Inhalt verantwortlich sein. Diese Person behält dann den Überblick über

  • die genaue Vorratsmenge,
  • angebrochene Medikamente und
  • die Haltbarkeitsdauer.

Abgelaufene Medikamente können Sie je nach Region, in der Sie wohnen, einfach über den Restmüll entsorgen oder in der Apotheke abgeben.

Was gehört nicht in die Hausapotheke hinein?

Verschreibungspflichtige Medikamente für meist chronische Erkrankungen, wie Blutdruckmittel, Opiate oder Antibiotika, gehören nicht in die Hausapotheke. Diese sollten ausschließlich von dem Familienmitglied eingenommen werden, dem sie verschrieben wurden. Nicht genutzte Arzneien sollten nach der Therapie entsorgt und nicht in der Hausapotheke gelagert werden.

Auch Tierarzneien, Chemikalien oder Reinigungsmittel sollten Sie nicht im häuslichen Schrank für Medikamente aufbewahren. Die Folgen einer Verwechselung können in den meisten Fällen sehr gefährlich sein.

Was kommt in die Kinderapotheke?

Für Kinder benötigen Sie oftmals andere Arzneimittel als für Erwachsene. Statt der Tablette gegen hohe Körpertemperaturen gibt es für die Kleinen beispielsweise Fiebersaft oder -zäpfchen. Pulverpräparate für den Elektrolyt-Haushalt können bei akutem Durchfall und Erbrechen sinnvoll sein, da gerade Kleinkinder bei diesen Symptomen schnell zu viel Salz und Flüssigkeit verlieren. Aber auch eine spezielle Wundcreme für den Windelbereich oder Nasentropfen statt Nasenspray sollten in der guten Hausapotheke für Kinder nicht fehlen.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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