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Was hilft bei erblich bedingtem Haarausfall?

Von Lisa Stenschke, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 23.08.2021

Frau mit Haarausfall

Gesundes, volles und schönes Haar - davon träumen viele. Ein stetiges Verlieren von Haaren ist allerdings normal, etwa 100 Haare fallen einem täglich aus. Von richtigem Haarausfall wird daher erst gesprochen, wenn täglich mehr als 100 Haare in der Bürste hängen bleiben. In Deutschland sind nicht wenige Menschen (mehr Männer als Frauen) von Haarausfall betroffen. Dabei ist es nicht immer das Alter, das einem die Haare vom Kopf „frisst“.

Warum fallen die Haare aus?

Der Verlust von einigen Haaren am Tag ist im Grunde normal, da sich die Haare ständig erneuern. Die unter der Kopfhaut liegenden Haarfollikel bilden die Haare, an deren unterem Ende sich die Haarwurzeln befinden. Diese durchlaufen einen Zyklus, der aus drei Phasen besteht:

  • Wachstumsphase: Diese Anagenphase dauert zwei bis sechs Jahre. Das Haar erhält über die Wurzel alle notwendigen Nährstoffe.
  • Übergangsphase: In der Katagenphase stoppt die Versorgung des Haars. Diese Phase ist sehr kurz.
  • Ruhephase: Die Telogenphase dauert zwei bis vier Monate an. Am Ende der Ruhephase fällt das Haar aus und der Zyklus beginnt von vorne, in dem neues Haar gebildet wird.

Ein Gleichgewicht besteht bei etwa 100 ausgefallenen Haaren pro Tag. Wenn es mehr Haare sind, die ausfallen, spricht man von Haarausfall. Für die Alopezie kommen ganz verschiedene Ursachen infrage. Hier sind die häufigsten Gründe für ein regressives Haarwachstum:

  • Stressbedingter Haarausfall rührt, wie bereits der Name andeutet, von Stress. Der Körper schüttet in Stressphasen Botenstoffe aus, die den Haarwuchs einschränken
  • Haarausfall kann auch von einer unausgewogenen Ernährungsweise kommen. Dem Körper fehlen wichtige Nähr- und Mineralstoffe für ein gesundes Haarwachstum.
  • Erblich bedingter Haarausfall, genannt Alopecia androgenetica, ist die häufigste Ursache für einen kahlen Kopf. Er zeigt sich bei Männern meist anfangs durch ausgeprägte Geheimratsecken. Bei Frauen tritt er durch schütteres Haar im Scheitelbereich auf.

Was ist die androgenetische Alopezie?

Diese Art der Alopezie ist durch die Erbanlage festgelegt und wird durch die Alterung ausgelöst. Auslöser dieses erblich bedingten Haarausfalls ist eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber den Androgenen, also den männlichen Hormonen. Wenn die Haarfollikel beginnen, auf den Androgenspiegel zu reagieren, können sie sich verkleinern. Dadurch wird die Haarbildung eingeschränkt und die Kopfhaare können schneller ausfallen. Die Haare auf dem Kopf werden dabei an bestimmten Stellen lichter, sodass sich typische Muster ergeben:

 

  • Das Hamilton-Norwood-Schema: Bei den meisten betroffenen Männern beginnt die androgenetische Alopezie meist bei den Geheimratsecken – die vordere Haarlinie weicht dabei an die Stirn-Haar-Grenze in Dreiecksform zurück. Danach dünnen die Haare im oberen Bereich des Hinterkopfs aus. Die kahlen Stellen können mit der Zeit größer werden, bis sie sich verbinden und eventuell nur noch ein Haarkranz übrig bleibt. Im weiteren Verlauf des erblichen Haarausfalls ist auch die Bildung einer vollständigen Glatze möglich.
  • Das Ludwig-Schema: Dieses Schema tritt bei den meisten vom anlagebedingten Haarausfall betroffenen Frauen auf. Es verursacht in der Regel keine vollständig kahlen Stellen. Die Haare werden im Scheitelbereich dünner, wobei am Haaransatz ein Streifen ohne die Ausdünnung bestehen bleibt. Von oben gesehen kann auch ein sogenanntes Christmas-Tree-Muster entstehen: Auch hierbei lichten sich die Haare im Bereich des Mittelscheitels und seitlich davon. Vorn über der Stirn ist der ausgedünnte Bereich am breitesten, Richtung Hinterkopf verschmälert er sich.

Wer ist von der androgenetischen Alopezie betroffen?

Auch wenn die ersten Symptome dieser erblichen Veranlagung schon im Teenageralter auftreten können, tritt der erblich bedingte Haarausfall vor allem zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf. Frauen bemerken oft nach der Menopause, dass ein starker Haarausfall auftritt.

Wie behandle ich erblich bedingtem Haarausfall?

Der androgenetischen Alopezie lässt sich nicht vorbeugen – entweder ist die genetische Veranlagung dafür da oder nicht. Wenn die Haare allerdings anfangen, lichter zu werden, ist eine frühzeitige Behandlung am erfolgversprechendsten. Für Frauen bietet sich teilweise eine Kur mit Mikronährstoffen an, damit die Haarwurzel alles erhält, was sie zum Wachsen braucht. Die Priorin Kapseln können beispielsweise bei dieser Art des Haarausfalls helfen. Auch Hormonpräparate können eine Verbesserung des Haarausfalls bewirken. Außerdem können, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, Mittel mit dem Wirkstoff Minoxidil helfen. Zur Pflege kann auf Shampoos zurückgegriffen werden, die die Haare mit Nährstoffen versorgen, wie das Priorin Shampoo. Allerdings: heilbar ist der erbliche Haarausfall nicht. Wenn die Therapie abgebrochen wird, wird der Haarverlust wieder einsetzen und das volle Haar weiter ausdünnen. Wenn die androgenetische Alopezie weit fortgeschritten ist, gibt es neben der Behandlung der Kopfhaut noch die Möglichkeit der Haartransplantation oder einer Perücke, um den Haarverlust zu kaschieren.

Autorin Apothekerin Lisa Stenschke

Über unsere Autorin:

Lisa Stenschke | Apothekerin in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 6 Jahren bin ich Apothekerin und von Anfang an mit Herzblut hauptsächlich in den Vor-Ort-Apotheken von myCare e.K. im Einsatz. Eine kompetente, umfassende und vertrauensvolle Beratung der Patienten ist mir sehr wichtig. Auch bei Instagram und Facebook freue ich mich bei "Frag Lisa" auf das Interesse an unseren Produkten. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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