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Welche Beschwerden hat man bei Histamin-Intoleranz?

Von Alexandra Brand, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 13.07.2020

Welche Beschwerden hat man bei Histamin-Intoleranz?

Der natürliche Botenstoff Histamin wird vom Körper selbst gebildet. Er ist im gesamten Organismus zu finden. Histamin gehört biochemisch gesehen zu den biogenen Aminen. Das sind Abbauprodukte von Eiweißbestandteilen (Aminosäuren). Histamin ist an vielen Körperfunktionen beteiligt. Zum Beispiel ist es für die Immunabwehr sehr wichtig. An der Entstehung von Juckreiz und Schmerz und an vielen allergischen Reaktionen ist es ebenfalls beteiligt.

Zudem kommt Histamin in vielen Lebensmitteln vor. Produkte, die besonders lange gereift sind, enthalten große Mengen Histamin, auch exogenes Histamin genannt. Dazu zählen zum Beispiel Rotwein und Käse.

Dann gibt es die sogenannten Histaminliberatoren. Diese beinhalten wenig Histamin, jedoch setzen sie es zusätzlich im Darm frei. Zu solchen Lebensmitteln zählen u. a. Ananas und Schokolade.

Gesunde Menschen können histaminhaltige und -freisetzende Nahrung ohne Probleme zu sich nehmen. Das körpereigene Enzym DiAminOxidase (DAO) baut das Histamin ab.

Was sind die Symptome einer Histaminunverträglichkeit?

Steht dem Körper nicht genügend DAO zur Verfügung, kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Diese äußern sich bei jedem Menschen anders. Auch die Reaktionszeit des Körpers ist bei jedem anders. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Magen-Darm- und
  • Atembeschwerden
  • Kopfschmerzen und
  • Hautausschläge.

Häufig ähneln die Symptome denen einer Allergie.

Wie behandelt man eine Histaminunverträglichkeit?

Der erste Weg zur Behandlung, ist auf histaminreiche Nahrung zu verzichten. Auch Histaminliberatoren und andere Nahrungsmittel mit hohen Anteilen anderer biogener Amine sind größtenteils vom Speiseplan zu streichen.

Jedoch ist zum Glück eine Histamin-Diät nicht die einzige Lösung. Mit Nahrungsergänzungsmitteln, wie beispielsweise Daosin von Stada, kann dem Körper das Enzym DAO äußerlich zugeführt werden. So kann Histamin aus der Nahrung abgebaut werden und Beschwerden können gelindert werden.

Durch entsprechende Medikamente kann man akute Symptome einer Histaminintoleranz lindern. Bei Durchfall zum Beispiel empfehlen sich Kohletabletten. Treten schwere Unverträglichkeiten auf, können nach Rücksprache mit einem Arzt H1-Blocker (Antihistaminika) zum Einsatz kommen.

Warum wird Histamin von einigen Menschen nicht vertragen?

Der Körper kann ohne das Enzym DAO das Histamin aus der Nahrung nicht mehr ausreichend abbauen. Ein Überschuss an Histamin kann beispielsweise durch

  • histaminreiche Nahrung
  • eine Fischvergiftung
  • starke körperliche Belastung
  • Stress

entstehen.

Bei gesunden Menschen kann das Enzym DAO durch Alkohol und Medikamente vorübergehend (temporär) in seiner Arbeit gestört werden. Ein solcher Enzymmangel kann also jeden mal treffen.

Genetisch oder infolge einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Zöliakie, Morbus Crohn) kann die Bildung von DAO-Enzymen dauerhaft (chronisch) beeinträchtigt sein.

Wie erfolgt die Diagnose Histaminintoleranz?

Die Histamin-Symptome sind sehr unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Ebenso schwankt oft der Histamingehalt in der Nahrung und löst so unregelmäßig, manchmal auch gar keine Symptome aus.

Ein Symptom- bzw. Ernährungstagebuch ist eine Möglichkeit der Ursache der Probleme auf den Grund zu gehen. Darin wird genau festgehalten, welche Lebensmittel und wie viel davon man über den Tag gegessen hat. Auch wann welche Beschwerden auftreten wird darin notiert.

Der behandelnde Arzt sollte gleichzeitig andere Ursachen für die Beschwerden ausschließen. Haut- und Bluttests können allergische Reaktionen nachweisen oder eben ausschließen.

Die Aktivität von DAO lässt sich auch messen. Hierfür ist eine Blutprobe notwendig. Jedoch schwankt der DAO-Spiegel im Blut beispielsweise bei Stress und anderen Belastungen.

Autorin PTA Alexandra Brand

Über unsere Autorin:

Alexandra Brand | Pharmazeutische Kundenbetreuung in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 27 Jahren bin ich mit Leidenschaft Pharmazeutisch-technische Assistentin. Zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten in der öffentlichen Apotheke gehören die individuelle, pharmazeutische Herstellung von Arzneimitteln und die Beratung unserer Kunden zu Gesundheitsthemen, insbesondere zum Thema Haut und Hautgesundheit.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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