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Was passiert bei einer Hyposensibilisierung?

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 10.02.2021

Hyposensibilisierung

Zu Hause die Pollen in Schach halten

Regelmäßiges Staubsaugen und Wischen sorgen dafür, dass weniger allergieauslösende Pollen bei Luftzug durch den Raum gewirbelt werden. Für Allergiker gibt es auch spezielle Staubsaugerfilter bzw. Staubsauger, deren Gehäuse komplett dicht ist, sodass keine pollenbelastete Abluft nach außen dringt. Verwenden Sie zum Staubwischen Tücher, die den Staub einschließen und nicht aufwirbeln.

Die Anbringung eines Pollenschutzgitters vor dem Schlafzimmerfenster ist empfehlenswert. Damit können Sie auch ohne Bedenken das Fenster geöffnet lassen. Vergessen Sie nicht, im Auto einen Pollenschutzfilter anzubringen und diesen regelmäßig auszutauschen.

Hängen Sie Ihre Wäsche während der Pollenflugzeit nicht zum Trocknen ins Freie und lagern Sie keine pollenbehaftete Kleidung im Schlafzimmer. Abendliches Duschen und Haare waschen entfernt die Pollen und sorgt für ungestörte Nachtruhe.

Vorbeugend aktiv werden

Sicher verhindern lässt sich eine Allergie nicht. Wer aber weiß, dass er besonders gefährdet ist, kann vorbeugend einiges unternehmen. Besonders gefährdet sind beispielsweise Menschen, in deren Familien es Allergiker gibt. Der genetische Faktor ist nicht zu unterschätzen. Auch Kinder können diese Sensibilitäten entwickeln. Daher sind die vorbeugenden Maßnahmen auch in Haushalten mit Kindern von allergischen Eltern sinnvoll. Eine lange Stillzeit kann das Auftreten von Hypersensibilitäten zudem verzögern.

Stress und Allergien verstärken sich gegenseitig. Daher ist es wichtig, sich Pausen und Auszeiten zu gönnen. Giftstoffe aus der Ernährung und der Umwelt, z. B. Pestizide, schwächen den Organismus zusätzlich. Deshalb sollten gefährdete Personen auf eine gesunde Lebensweise achten. Genussgifte dürfen nur sehr sparsam verwendet werden. Wer genug Wasser trinkt, hilft dem Körper dabei, belastende Stoffe auszuschwemmen, sodass das Immunsystem nicht zusätzlich belastet wird. Für wen aus unterschiedlichen Gründen keine Hyposensibilisierung in Frage kommt, der kann auf klassische Präparate aus der Apotheke zurückgreifen, um die unangenehmen allergischen Reaktionen der Hypersensibilität zu lindern.

Hyposensibilisierung - Allergie den Kampf ansagen

Eine oftmals wirksame Behandlungsmethode ist die Hyposensibilisierung, auch Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie (SIT) genannt. Bei dieser Therapie soll die Überreaktion des Immunsystems behandelt werden, indem man den Organismus in steigender Dosis mit dem Allergen konfrontiert. Diese Therapie wird entweder mittels Injektion oder Einnahme von Tropfen bzw. Schmelztabletten durchgeführt. In klinischen Studien zur Wirksamkeit zeigt sich bei den behandelten Patienten eine Reduktion der Medikamenteneinnahme um 45 %.

Eine Hyposensibilisierung sollte nur von einem mit der Therapie erfahrenen Allergologen durchgeführt werden. Die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen ist zwar relativ gering, aber sie ist vorhanden. Zu den Nebenwirkungen zählen die üblichen Beschwerden, die bei Kontakt mit dem Allergen bestehen. Sehr selten gibt es einen anaphylaktischen Schock, der sofortige Gegenmaßnahmen erfordert.

Medikamente zur Vorbeugung

Präparate mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure sorgen dafür, dass Histamin erst gar nicht freigesetzt wird. Dadurch treten keine allergischen Beschwerden auf. Diese Medikamente brauchen allerdings einige Tage bis sie wirken. Denken Sie also an den rechtzeitigen Beginn der Anwendung. Allergiker, die sich auf einen Pollenflug-Kalender verlassen, reagieren unter Umständen zu spät. Je nach Region und Wetterlage können die Allergene deutlich früher oder auch später nachweisbar sein. Es ist daher sinnvoll, sich ganzjährig auf die Belastung einzustellen und die Ruhephasen im Winter bewusst wahrzunehmen. Das schult auch das Gefühl für den eigenen Körper. Die Sensibilität für die eigene Gesundheit ist das beste Frühwarnsystem. Ganzjährig helfen Wechselbäder und Sport an der frischen Luft, solange keine Symptome da sind.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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