Apothekenkosmetik: Effektive Wirkstoffe und nachhaltige Pflege
✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 2 Minuten
Von Ulrike Wendt, PTA
bei mycare.de
Aktualisiert: 23.09.2025
Apothekenkosmetik vereint dermatologische Expertise mit hochkonzentrierten, medizinisch geprüften Inhaltsstoffen. Sie ist speziell für sensible oder vorbelastete Hauttypen wie bei Neurodermitis oder Akne konzipiert und verzichtet auf unnötige Zusatzstoffe wie Duftstoffe, Parabene und Silikone. Die Produkte zeichnen sich durch minimalistische, wirksame Rezepturen aus, die eine hohe Verträglichkeit und sichtbare Resultate bieten. Zudem legen viele Marken Wert auf nachhaltige Verpackungskonzepte wie Refill-Systeme und recycelbare Materialien, was sie zu einer bewussten Wahl für effektive und umweltfreundliche Hautpflege macht.
Charakteristika der Apothekenkosmetik
Apothekenkosmetik zeichnet sich durch hochkonzentrierte
Wirkstoffformulierungen und strenge dermatologische
Tests aus, die Verträglichkeit und Wirksamkeit sichern. Neben
Klassikern wie Urea und Panthenol kommen vermehrt Ceramide und
Peptide zum Einsatz, um Hautbarriere und Mikrobiom zu
unterstützen. Minimalistische Rezepturen ohne
Duftstoffe, Parabene und aggressive Tenside reduzieren
Irritationen. Nachhaltigkeit spiegelt sich in Refill-Systemen,
recycelbaren, biobasierten Verpackungen und mikroplastikfreien
Formulierungen wider.
Dermokosmetik ist besonders für sogenannten Problemhaut
vorteilhaft, beispielsweise bei:
- Neurodermitis
- Psoriasis
- Rosacea
- Akne
- Couperose
- Sehr trockener und atopischer Haut
- Empfindlicher oder reizbarer Haut
Exklusive Apothekenkosmetik wird gezielt für Hautprobleme hergestellt. Die verschiedenen Marken haben meist den spezifischen Anforderungen vorbelasteter Haut entsprechende Pflegelinien oder können präventiv Hautproblemen vorbeugen. Unser pharmazeutisches Fachpersonal berät Sie bei Fragen gern, gebührenfrei in Deutschland unter Telefon 0800 8770120, so dass die passende Pflege und Reinigung für die eigene Haut gefunden werden kann.

Leitlinien der Dermopharmazie
Die Gesellschaft für Dermopharmazie (DG) verbindet Experten aus Medizin, Forschung, Pharmazie. Zu ihren Kernaufgaben zählen die Entwicklung und Aktualisierung für apothekenexklusive Formulierungen, um evidenzbasierte Therapie und Vorbeugung von Hautkrankheiten zu fördern. Anerkannte Prüfungen wie das Dermatest-Siegel oder apothekeninterne Qualitätskennzeichnungen garantieren Verbrauchern zuverlässige und geprüfte Produkte.
Qualitätsanspruch der Dermokosmetik
Apothekenkosmetik verzichtet wann immer möglich auf unnötige Zusatzstoffe wie synthetische Duftstoffe, Parabene und Silikone. Der Qualitätsanspruch der Dermokosmetik orientiert sich an medizinisch vorbelasteter Haut und ist weit höher als bei herkömmlicher Kosmetik. Es kommen ausgewählte Wirkstoffe wie Ceramide, Peptide, Hyaluronsäure und weitere zum Einsatz. Die Formulierungen sind oft minimalistisch, mikroplastikfrei und zunehmend auch in recycelbaren Verpackungen erhältlich. Aufgrund der höheren Rohstoffqualitäten und umfangreichen dermatologischen Prüfungensind Dermokosmetika keine Billigkosmetika, sondern gliedern sich im mittlerem Preissegment ein. Langfristig amortisiert sich dieser Mehraufwand durch nachhaltige Wirksamkeit: Eine intakte Hautbarriere, ausgeglichenes Mikrobiom und verbesserte Regenerationsfähigkeit rechtfertigen das Preis-Leistungs-Verhältnis auf jeden Fall.
Nachhaltigkeit und Verpackung
Apothekenkosmetik legt zunehmend, neben Wirksamkeit und Verträglichkeit, besonderen Wert auf ökologische Verpackungskonzepte. Primär kommen recycelbare und biobasierte Materialien wie Zuckerrohr-Kunststoff oder PCR-Kunststoff (Post-Consumer-Rezyklat) zum Einsatz, häufig ergänzt durch Papier- oder Glasanteile. Mikroplastikfreie Rezepturen und minimalistische Umverpackungen runden das Zero-Waste-Prinzip ab und tragen zu einer insgesamt ressourcenschonenden Hautpflege bei.
Lösungen für jedes Hautbedürfnis
Für jedes Hautbedürfnis hält Apothekenkosmetik gezielte Lösungen bereit, die auf bewährten Wirkstoffen basieren und individuell abgestimmt werden können.
- Anti-Aging Pflege: Peptid-Seren unterstützen die Kollagenproduktion und glätten feine Linien, während Retinal als milde Retinol-Alternative Fältchen sichtbar mindert.
- Empfindliche Haut & Neurodermitis: Ceramide stärken die Lipidbarriere und reduzieren Wasserverlust, Allantoin lindert Reizungen. Produkte in der Apotheke bieten meist minimalistische Formeln ohne Duftstoffe und Konservierungsmittel, ideal für zu atopischer Haut neigende Typen.
- Akne: Azelainsäure wirkt antimikrobiell und reguliert Hyperkeratose, während niedrig dosierte BHA-/AHA-Peelings (z. B. Salicyl- oder Glykolsäure) Poren befreien und Hautunreinheiten vorbeugen. In Apothekenkosmetik erfolgt die Kombination in exakt abgestimmter Konzentration für maximale Wirksamkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.
- Trockene Haut: Urea in den Anforderungen der Haut angepassten Stärken bindet intensiv Feuchtigkeit, Hyaluron-Booster binden Wasser und polstern die Haut wieder von innen auf und verringert dadurch die Faltentiefe. Abgerundet werden diese Essentials durch lipidreiche Cremes mit Ceramiden und natürlichen Ölen, die die Barriere langfristig schützen.
Rechtliches: EU-Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 (EU-KosmetikV)
Seit Beginn 2010 regelt die Verordnung Anforderungen und Verpflichtungen bei kosmetischen Mitteln. Sie definiert Anforderungen zu Inhaltsstoffen, Kennzeichnung und Sicherheitsbewertung bei kosmetischen Erzeugnissen. Damit dauerhafte Standards gewährleistet werden können, wird die Verordnung stetig angepasst. Die jüngste Neuerung befasst sich mit folgenden Änderungen:
UV-Filter: UV-Filter: Für die Filter Octocrylene und Homosalate wurden die zulässigen Konzentrationen reduziert, um ein Restrisiko phototoxischer und hormoneller Reaktionen zu minimieren.
Nanomaterialien: Diese müssen zukünftig in der Liste der Inhaltsstoffe mit dem Zusatz „nano“ gekennzeichnet werden, um die Transparenz für Anwender zu erhöhen.
Duft- und Konservierungsstoffe: Für die Duftstoffe Lyral, Atranol und Chloratranol gilt seit 2021 ein komplettes Verbot, da sie allergische Reaktionen verursachen können. Zudem sind in der Verordnung weitere Duftstoffe gelistet, für die ein allergisches Potential bekannt ist. Diese Inhaltsstoffe müssen verpflichtend in den Inhaltsstoffen klar ersichtlich sein, so dass Inhaber eines Allergiepasses sich sicher sein können und gezielt nur verträgliche Kosmetik auswählen.
Vorteile der Apothekenkosmetik
Kosmetik aus der
Apotheke vereint wissenschaftlich fundierte Formulierungen
für viele verschiedene Hautbedürfnisse. Die Produkte
durchlaufen strenge dermatologische Tests und
werden in optimaler Konzentration entwickelt, um sichtbare
Resultate und hohe Verträglichkeit zu gewährleisten. Der
Verzicht auf potenziell reizende Zusatzstoffe minimiert das
Risiko von Hautirritationen und Allergien. Nachhaltige Konzepte
wie Refill-Systeme und recycelbare, biobasierte Verpackungen
entsprechen dem wachsenden Umweltbewusstsein. Zudem kann in
einer persönlichen Beratung durch pharmazeutisches
Apothekenfachpersonal auf die persönlichen
Hautbedürfnisse eingegangen und so die richtigen
Produkte für eine sichere Anwendung und Verträglichkeit
gefunden werden. Weiterhin ist beinahe jedes Hautpflegeprodukt
aus der Apotheke dermatologisch getestet oder zusammen mit
Dermatologen entwickelt worden.
Kurz zusammengefasst sind die Vorteile daher:
- Hohe Qualität
- Gute Verträglichkeit
- Dermatologisch geprüft
- Angepasst an die Bedürfnisse von erkrankter oder vorbelasteter Haut
- Professionelle Beratung in der Apotheke
Hautverträgliches Make-up aus der Apotheke
Bei Problemhaut kann sich ein Ungleichgewicht zwischen Reinigung, Pflege und dekorativer Kosmetik besonders negativ auswirken und Unverträglichkeiten fördern. Herkömmliches Make-up aus der Drogerie kann die Poren verstopfen und Irritationen auslösen, während ein Make-up aus der Apotheke speziell auf die jeweiligen Hauttypen abgestimmt ist. So können Rötungen, Unebenheiten oder Pigmentflecke effektiv abgedeckt werden, ohne die Haut zu belasten. Mitunter sind wirksame Inhaltsstoffe enthalten, die nicht nur optisch kaschieren, sondern auch pflegen und Schutz vor äußeren Einflüssen bieten. Zudem ist auch das Apotheken Make-up meist dermatologisch getestet, sodass es auch bei empfindlicher Haut eine hohe Verträglichkeit bietet und nicht zu Irritationen führen sollte. Im Zweifel können Sie sich zu Produkten passend zu Ihrem Hauttyp beraten lassen.
Häufig gestellte Fragen rund um die Apothekenkosmetik
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren über U. Wendt
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