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Schaden komedogene Inhaltsstoffe der Haut?

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 13.10.2021

Komedogene Inhaltsstoffe

Er ist ein fieses Ding, der Komedo – zu Deutsch: Mitesser. Hauptsächlich Menschen in der Pubertät haben mit unreiner Haut und Akne zu kämpfen. Rund 85 Prozent aller Menschen war schon einmal von Akne betroffen. Einige Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten stehen im Verdacht, die Akne zu verstärken. Diese sind die sogenannten komedogenen Inhaltsstoffe. Die Inhaltsstoffe finden sich auch in vermeintlich hochwertigen oder natürlichen Kosmetika wieder – und sogar in Mitteln, die Akne bekämpfen sollen.

Welche komedogenen Inhaltsstoffe gibt es?

Die Liste komedogener Inhaltsstoffe ist lang. Angeführt wird sie von Silikonen, Polyethylenglykol (PEG), Fettalkohol (Cetyl Alcohol), Paraffin und Vaseline. Wer jetzt denkt, dass er einfach auf pflanzliche Produkte ausweichen kann, der irrt: Denn Kokosöl, Kakaobutter, Weizenkeimöl, Maisöl, Olivenöl, Leinsamenöl, Wollfett (Lanolin), Palmöl, kolloidaler Schwefel und Algenextrakt finden sich ebenfalls auf der Liste der komedogenen Inhaltsstoffe. Sogar Kochsalz befindet sich auf der Liste der Stoffe, die im Verdacht stehen, Akne zu verschlimmern.

Die Betonung liegt im Übrigen auf "Verdacht". Denn einen wissenschaftlichen Beweis, welche Inhaltsstoffe Akne auslösen oder verschlimmern können, gibt es bislang noch nicht. Einer der Gründe: Unsere Haut ist sehr individuell und jede Haut reagiert anders. Deshalb kann es mitunter zu Hautproblemen kommen, obwohl man ausschließlich zu Produkten mit dem Hinweis "nicht komedogen" gegriffen hat. Der Hinweis besagt somit nur, dass es in den Tests zu keinen entsprechenden Reaktionen kam.

Was kann ich tun, um komedogene Inhaltsstoffe zu vermeiden?

Menschen mit Akne oder anderen Hautproblemen sollten trotzdem alle komedogenen Inhaltsstoffe wenn möglich meiden. Denn wer riskiert schon gerne eine Verschlimmerung seiner Hautprobleme? Der Hinweis auf der Verpackung ist dabei nur ein erstes Indiz. Besser ist es, alle Inhaltsstoffe zu überprüfen. Denn laut International Nomenclature Cosmetic Ingredients, kurz INCI, müssen die Inhaltsstoffe von Kosmetika korrekt angegeben werden. Diese Deklaration ist in der EU bereits seit 1997 vorgeschrieben. Sie soll es vor allem Allergikern ermöglichen, kritische Inhaltsstoffe in Kosmetika zu erkennen.

Mittlerweile finden Betroffene zudem Internetseiten und Apps, auf denen Inhaltsstoffe und ihre Eigenschaften nachvollziehen lassen. Übrigens: Es gibt auch bevorzugte Inhaltsstoffe für Personen, die unter Akne leiden. Zu diesen zählen zum Beispiel Kamille, Aloe vera oder Hamamelis, auch Zaubernuss genannt. Unser pharmazeutisches Team berät Sie gern zu zum Beispiel spezieller, therapiebegleitender Pflege für die durch Akne–Therapeutika ausgetrocknete und sonnenempfindliche Haut, selbstverständlich ohne komedogene Inhaltsstoffe.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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