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Welche Gelenke sind bei Arthritis beeinträchtigt?

Von Juliane Fleischer, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 19.02.2021

Welche Gelenke sind bei Arthritis beeinträchtigt?

Das Wort Arthritis stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Gelenk“ bzw. „Glied“. Die Endung –itis, wie der Begriff sagt, deutet auf eine Entzündung hin. Von der Arthrose ist die Arthritis abzugrenzen. Arthrose bezeichnet degenerative Veränderungen der Gelenke durch Gelenkverschleiß. Liegt eine Entzündung vor, dann handelt es sich um eine "aktivierte Arthrose". Arthritis betrifft bereits mehr als 0,5 Prozent der Bevölkerung und tritt plötzlich oder auch schleichend auf. Die Gefahr, im Laufe ihres Lebens an Arthritis zu erkranken, ist bei Frauen höher als bei Männern. Noch sind die Ursachen der chronisch entzündlichen Krankheit nicht vollständig aufgedeckt.

Was sind die typischen Symptome?

Erste Anzeichen der Arthritis sind Schwellungen, Überwärmung, manchmal Rötungen sowie morgendliche Steifheit der Gelenke, Gelenkschmerzen und im fortgeschrittenen Stadium auch Verformungen der erkrankten Gelenkpartien. Hierbei sind eines oder mehrere Gelenke (Polyarthritis) von einer Entzündung betroffen. Das umliegende Gewebe schmerzt, es kommt leicht zu Schleimbeutelentzündungen und überstrapazierten Bändern. Jede Bewegung wird zur Qual und die Lebensfreude sinkt.

Welche Arthritis-Formen sind zu unterscheiden?

Die Einteilung der Arthritis-Formen wird anhand der Ursachen festgelegt, z.B die rheumatische Arthritis, die bakterielle Arthritis und die Psoriasis-Arthritis. Bei den verschieden Arthritis-Arten treten sowohl bei den Symptomen als auch bei der Weiterentwicklung Überschneidungen auf.

  • Die dem rheumatischen Formenkreis angehörige Arthritis sollte von einem Rheumatologen abgeklärt werden. Manchmal dauert es, bis man die richtige Therapieform findet. Manchen Arthritis-Betroffenen helfen Kälte und leichte sportliche Betätigungen wie etwa Schwimmen. Andere berichten von der guten Wirkung von Wärmebestrahlung und leichten Gymnastikübungen. Welche Kombinationstherapie der Rheumatologe empfiehlt, hängt von der Art und der Intensität der Gelenkentzündung ab. Auch eine Ernährungsumstellung kann bei Arthritis Linderung bringen.
  • Die bakterielle Arthritis kommt oft durch einen Unfall zustande. Keime gelangen in die Wunde und arbeiten sich zum Innengelenk vor. Auch durch Operationen oder Injektionen kann eine bakterielle Arthritis forciert werden. Diese Art der Arthritis kann gefährlich sein. Ein zeitnaher ärztlicher Eingriff ist von Nöten.
  • Die Psoriasis-Arthritis kann bei Menschen, die an Schuppenflechte erkrankt sind, in seltenen Fällen auftreten. Betroffen sind dann meist Gelenke an Händen, Füßen oder Knien.

Welche Gelenke sind am häufigsten betroffen?

Die Gelenkentzündung kann fast alle Gelenke im Körper befallen. Jedoch gibt es bestimmte Areale, die besonders häufig betroffen sind: Knie-, Hüft-, Schulter-, Hand- und Fingergelenk.

Wie erfolgt die Diagnose?

Der Verlauf einer Arthritis ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und lässt sich kaum vorhersagen. Beim Auftreten der genannten Symptome sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Erste Hinweise auf eine Gelenkentzündung ergeben sich bereits im Gespräch mit dem Arzt. Die körperliche Untersuchung, Bluttests sowie bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen oder Ultraschall) bestätigen den Verdacht.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Behandelt wird diese chronisch entzündliche Erkrankung mit entzündungshemmenden Medikamenten in Kombination mit gezielter Krankengymnastik. Hochdosierte Enzympräparate werden eventuell vom Arzt vorgeschlagen. Kurzfristig können Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen zum Einsatz kommen.
Bei einer akuten Arthritis kann es helfen das betroffene Gelenk zu kühlen, hochzulagern und ruhig zu stellen. Sind Bakterien der Grund für die Gelenkentzündung, kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein. Eine Opration kann auch bei einer schweren Schädigung der Gelenke in Betracht gezogen werden.

Autorin PTA Juliane Fleischer

Über unsere Autorin:

Juliane Fleischer | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Mein Beruf als Pharmazeutisch-technische Assistentin beinhaltet insbesondere die Beratung zu Gesundheitsthemen, Arzneimitteln, Medizinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch zu Pflegeprodukten. Um zu Neuheiten auf dem Laufenden zu bleiben, sind regelmäßige Fortbildungen wichtig.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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